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Harvey Williams Cushing * (* 8. April 1869 in Cleveland (Ohio); † 7. Oktober 1939 in New Haven (Connecticut)) war ein US-amerikanischer Neurologe und Chirurg.

Cushing, Sohn eines Arztes, studierte an der Yale University, der Harvard University und der Johns Hopkins University Medizin unter anderem bei William Stewart Halsted, William Osler und William Henry Welch. Nach einigen praktischen Jahren wurde Cushing 1912 auf den Lehrstuhl für Chirurgie der Harvard University berufen, den er bis 1932 inne hatte. 1933 wechselte er dann an die Yale University, an der er auch Geschichte der Medizin unterrichtete.

Cushing entwickelte diverse neue Operationsverfahren, verbesserte das Verfahren zur Blutdruckmessung und setzte als einer der ersten bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts Röntgenstrahlen zur medizinischen Diagnostik ein. Vor allem aber gilt er auf dem Gebiet der Diagnostik der (Hirn-)Tumore als Wegbereiter der modernen Medizin. Er beschrieb als erster das dann nach ihm benannte Cushing-Syndrom und trug zur Erforschung der Akromegalie bei, als er 1909 den Zusammenhang zwischen der Vergrößerung der Hypophyse und dem ungewöhnlich starken Wachstum von Körper und Organen erkannte und beschrieb. Neben dem Cushing-Verfahren als operatives Verfahren und den Cushing-Clips wurde auch der Cushing-Ulkus nach ihm benannt.

Für ein medizingeschichtliches Werk über einen seiner Lehrer, The Life of Sir William Osler (1925), wurde Cushings 1926 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

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Chirurg | Neurologe | Autor | US-Amerikaner | Mann | Geboren 1869 | Gestorben 1939

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