| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Harsewinkel.png | Lage der Stadt Harsewinkel in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Detmold |
| Kreis: | Gütersloh |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 56 - 79,9 m ü. NN |
| Fläche: | 100,12 km² |
| Einwohner: | 24.436 (1. Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 243,3 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 33428 (alte PLZ: 4834) |
| Vorwahl: | 05247 |
| Kfz-Kennzeichen: | GT |
| Gemeindekennzahl: | 05 7 54 016 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Münsterstr. 14 33428 Harsewinkel |
| Webseite: | www.harsewinkel.de |
| E-Mail-Adresse: | harsewinkel@gt-net.de |
| Politik | |
| Bürgermeisterin: | Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) |
Größte Ost-West-Ausdehnung: 14,5 km
Größte Nord-Süd-Ausdehnung: 9,5 km
Länge der Stadtgrenze: 49,5 km
Gewässer (in der Reihenfolge ihrer Länge auf Harsewinkler Gebiet): Lutter, Loddenbach, Ems, Abrooksbach, Rhedaer Bach, Woestenbach, Talgraben, Welplagebach
(jeweils zum 31. Dezember)
Im Mittelalter wurde das Zisterzienser-Kloster Marienfeld durch den Münsteraner Bischof Hermann II. und mehrere westfälische Adlige gegründet und 1222 eingeweiht. Dem Kloster gelang es recht schnell, weitere Höfe in seinen Besitz zu bringen, so dass am Ende des Spätmittelalters fast alle Bauernhöfe im Gebiet Harsewinkel der Abtei angehörten. Erst 1770 wurden die Einwohner des Wigbolds Harsewinkel aus der Eigenhörigkeit des Klosters entlassen.
1803 wurde das Fürstbistum Münster, dem Harsewinkel angehörte, in das Königreich Preußen eingegliedert. In der preußischen Zeit war Harsewinkel, das von 1806 bis 1814 dem von Napoleon gegründeten Großherzogtum Berg gehörig war, eine eigene Bürgermeisterei, der Harsewinkel, Marienfeld und seit 1820 auch Greffen angehörten. Von 1841 an waren diese drei Ortschaften selbständige Gemeinden im Amtsverband Harsewinkel.
1883 wurde Harsewinkel mit Gütersloh und Warendorf durch gepflasterte Straßen verbunden, wodurch sich die wirtschaftliche Lage, die im 19. Jahrhundert zur Abwanderung in industrialisierte Regionen geführt hatte, verbesserte. 1900 folgte schließlich durch die Teutoburger Wald Eisenbahn auch ein Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dadurch konnten die Landwirte ihre Produkte auf einem größeren Markt verkaufen und Kunstdünger und Futtermittel heranschaffen.
Die industrielle Entwicklung in Harsewinkel begann, nachdem sich im Jahre 1919 der Landmaschinenhersteller Gebrüder Claas in Harsewinkel angesiedelt hatte. Hinzu kamen nach 1945 Industriegebiete in allen drei Ortsteilen.
Heute ist Harsewinkel, das seit 1973 mit den drei Stadtteilen Harsewinkel, Greffen und Marienfeld eine Stadt bildet, Lebensmittelpunkt für über 24.000 Menschen.
Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen stieg die Zahl der Evangelischen nach dem 2. Weltkrieg deutlich an. Heute gehören 53,0% zur römisch-katholischen und 18,1% zur evangelischen Kirche. Außerdem gibt es eine rund 800 Mitglieder zählende syrisch-orthodoxe Gemeinde sowie zwei von Aussiedlern aus Russland gegründete freikirchliche Gemeinden.
Hinzu kommt die Bürgermeisterin als stimmberechtigte Vorsitzende des Rates.
Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) wurde bei der Stichwahl am 10. Oktober 2004 mit 57,3 % der gültigen Stimmen zur hauptamtlichen Leiterin der Stadtverwaltung gewählt. Gegenkandidat Wolfgang Schwake (CDU) erhielt 42,7% der gültigen Stimmen. Die Stichwahl war erforderlich, weil im 1. Wahlgang keiner der fünf Kandidatinnen und Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht hatte.
Das 1974 verliehene Stadtwappen knüpft an die Wappen an, die dem Amt Harsewinkel und den amtsangehörigen Gemeinden in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre verliehen wurden. Es zeigt auf goldenem Grund einen roten Wellengöpel, begleitet von den Symbolen der drei Ortsteile: Harsewinkel (Pferdekopf), Marienfeld (Löwe) und Greffen (Kamm). Während das Symbol für den Ortsteil Harsewinkel einer zweifelhaften etymologischen Deutung des Ortsnamens als "Horsawinkel" (=Pferdewinkel) folgt, gehen die beiden anderen Symbole auf historische Vorlagen zurück. Das Greffener Symbol ist einem mittelalterlichen Siegel der Familie de Grevene entnommen, der steigende Löwe für Marienfeld geht auf das Wappentier des Edelherrn Widukind von Rheda, einem der Marienfelder Klostergründer, zurück. Der Wellengöpel steht für den Wasserreichtum der Gegend (Ems und ihr zufließende Bäche). Die Farben rot und gold sind die Farben des Wappens des alten Fürstbistums Münster.
Weiterhin wurden im Rahmen der Partnerschaft des Kreises Gütersloh zum Kreis Valmiera in Lettland freundschaftliche Beziehungen zur Stadt Mazsalaca aufgebaut. Beziehungen nach Lettland gab es schon im Mittelalter, als einer der Gründer des Klosters Marienfeld, Bischof von Selonien mit Sitz in Riga wurde.
Eine Busverbindung besteht nach Gütersloh, Versmold und Warendorf.
Ort in Nordrhein-Westfalen | Kreis Gütersloh | Ort im Münsterland
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