Harry Pross (* 2. September 1923 in Karlsruhe) ist ein deutscher Publizistikwissenschafter, Publizist und Journalist.
Pross wurde nach seiner Gymnasialzeit in die Wehrmacht eingezogen und kehrte 1942 schwer verwundet zurück. Er studierte nach Kriegsende Sozialwissenschaften und hörte u. a. Alfred Weber, Viktor von Weizsäcker, Willy Hellpach, Hans von Eckardt und Gustav Radbruch. Pross promovierte 1949 in Heidelberg und setzte seine Studien in den USA fort. Pross beschäftigte sich u.a. intensiv mit dem Denken von Ernst Cassirer, Vilém Flusser und Dieter Wyss.
Als Journalist arbeitete Harry Pross bei der „Rheinpfalz“ (1948), bei der Zeitschrift „Ost-Probleme“ (1949-1952), bei der „Haagse Post“ (1953-1954), als Leiter und Mitherausgeber der „Deutschen Rundschau“ (1955-1969) und als Chefredakteur bei Radio Bremen (1963-1968).
1968 folgte er dem Ruf der Freien Universität Berlin und wurde Ordinarius am Institut für Publizistik (bis 1983). Ferner lehrte Harry Pross an der Hochschule für Gestaltung Ulm und an der Journalistenschule St. Gallen (1989-1995). 2001 erhielt Harry Pross den Kurt-Tucholsky-Preis.
Pross lebt in Weiler-Simmerberg im Allgäu.
Mann | Deutscher | Journalist | Publizist | Kulturwissenschaftler | Geboren 1923
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