Harry_Houdini.jpg | Houdini-Elephant.jpg | Voisin-houdini-1910.jpg Harry Houdini (* 24. März 1874 als Erich Weiss in Budapest; † 31. Oktober 1926 in Detroit) war ein ungarisch/US-amerikanischer Zauberkünstler.
Mit 17 begann Weiss als Zauberkünstler aufzutreten. Er gab sich den Künstlernamen Harry Houdini als Hommage an sein Vorbild, den französischen Magier Jean Eugène Robert-Houdin.
1893 lernte er die Varietekünstlerin Wilhelmine Beatrice Rahner, kurz Bess, kennen und heiratete sie. Bess war von diesem Zeitpunkt an Houdinis Bühnenassistentin bei fast all seinen Auftritten.
Der große Durchbruch für das zaubernde Paar kam 1899 nach dem Entschluss, sich hauptsächlich auf Entfesselungstricks zu konzentrieren. Mit spektakulären Befreiungsaktionen wurde Houdini weltbekannt. Handschellen, Seile, Ketten, Zwangsjacken, Kisten, sogar Milchkannen und eigens gebaute Unterwasserkäfige waren für ihn kein Problem.
Viele der Tricks waren dabei vom Konzept her nicht außergewöhnlich kompliziert; Houdini punktete vor allem mit artistischem Können (er konnte etwa seine Schultern ausrenken, um sich von einer Zwangsjacke zu befreien) und viel Sinn für Show.
Neben seiner Karriere als Zauberkünstler produzierte Houdini einige Stummfilme in Hollywood, in denen er auch selbst mitspielte. Außerdem interessierte er sich für die Luftfahrt und nahm 1910 an ersten Flugexperimenten mit Voisin Doppeldeckern in Australien teil.
Als Freimaurer wurde er in New York am 17. Juli 1923 in die St. Cecilie Lodge No. 586 aufgenommen.
Nach dem Tod seiner Mutter in den 1920ern nutzte er sein Wissen über Zaubertricks, um selbst ernannte Parapsychologen und Medien zu entlarven, die angeblich mit den Toten sprechen konnten.
Er war mit Arthur Conan Doyle befreundet, den er von seinen spiritistischen Vorstellungen abbringen wollte.
Houdini war sogar Mitglied eines Komitees der Wissenschaftszeitschrift „Scientific American“, die einen Geldpreis für diejenigen ausgeschrieben hatte, die vor dieser Jury übernatürliche Fähigkeiten beweisen konnten - ein Preis, der dank Houdini nie vergeben wurde.
Seinen Kampf gegen unseriöse Parapsychologen setzte er sozusagen noch im Tod fort: Er hatte mit seiner Frau Bess einen Code vereinbart. Zehn Jahre lang lud Bess zu Halloween verschiedene Parapsychologen zur Séance. Einem „echten“ Medium, so der Gedanke, würde Houdinis Geist diesen Code mitteilen, und Bess wüsste so, dass sie tatsächlich mit ihrem verstorbenen Gatten kommuniziert hatte. Nach dem Versuch 1936 gab Bess das Vorhaben wegen Erfolglosigkeit auf.
Der Name Houdini ist im Laufe der Zeit in der Alltagssprache zu einem Synonym für Zauberkünstler geworden.
Mann | Ungar | US-Amerikaner | Zauberkünstler | Freimaurer (20. Jh.) | Geboren 1874 | Gestorben 1926
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