Haren ist eine Gemeinde in den Niederlanden. Sie liegt in der nördlichen Provinz Groningen.
Orte
Die Gemeinde Haren umfasst das ausgedehnte Dorf gleichen Namens, wo die Gemeindeverwaltung ihren Sitz hat, und weiter folgende Ortschaften und Dörfer: Essen, Glimmen, Noordlaren, Onnen und Paterswolde (teilweise).
Lage und Wirtschaft
Haren liegt unmittelbar (nur etwa 3,5 km) südlich der Provinzhauptstadt
Groningen, als dessen
Vorort es bezeichnet werden kann. Es hat einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Groningen -
Assen -
Zwolle. Westlich des Dorfes Haren verläuft die Autobahn A28 zwischen denselben Städten.
Auch der Flugplatz
Eelde ist nur wenige Kilometer von Haren entfernt.
In Haren befindet sich mit dem biologischen Zentrum ein Campus der Universität Groningen, auf dem die biologische Fakultät und ein botanischer Garten (Hortus Haren) untergebracht sind. Das schön am Rande einer teils bewaldeten Anhöhe (Hondsrug; diese nur 10-20 Meter hohe "Hügelkette" setzt sich in der angrenzenden Provinz Drenthe in südöstliche Richtung fort) gelegene Dorf wird von vielen, oft wohlhabenden Leuten bewohnt, die täglich zur Arbeit in die Stadt Groningen pendeln. Auch der Wassersporttourismus ist von Bedeutung, wegen der Nähe zu zwei Seen.
Geschichte
Bereits in der
Jungsteinzeit lebten Menschen in diesem Gebiet. Södlich von Haren befindet sich das einzige
Hünengrab der Niederlande außerhalb der Provinz
Drenthe, wo es 50 dieser
Megalithdenkmäler gibt. Auch aus der
Römerzeit sind von den
Archäologen vereinzelte Funde gemacht worden. Um
1040 erwarb der
Utrechter Bischof das "Gorecht" genannte Gebiet der heutigen Gemeinde Haren. Die Stadt Groningen pachtete es seit 1392 von ihm, und kaufte ihm die Herrlichheitsrechte
1460 endgültig ab; Haren gehörte zum "Ommeland" (Umland) Groningens. Zwischen
1215 und
1594 gab es hier ein Nonnen
kloster der
Zisterzienserinnen. Die
Reformation setzte sich aber auch hier durch, aber ohne viele Gewalt; der letzte katholische Pfarrer trat selber zum
Kalvinismus über, und durfte sein Amt nun als "dominee" weiter ausüben; die letzten zehn Klosterfrauen bekamen eine Rente und wurden in Frieden gelassen. Die Vorherrschaft der Stadt Groningen wurde in Haren im
18. Jahrhundert als drückend empfunden. Die
Französische Revolution wurde
1785 zum Anlass einer erfolgreichen Erhebung. Als einige Jahre später die Franzosen einmarschierten, wurde Haren bald eine selbständige Gemeinde. Wachstum und Blüte kamen, als sich im
20. Jahrhundert immer mehr reiche Groninger in Haren ansiedelten. Aber das nördliche Viertel, Helpman, musste doch der Stadt Groningen wieder abgetreten werden.
An der Grenze zur Provinz Drenthe, zwischen Glimmen und De Punt, fand am 23. Mai
1977 die von
südmolukkischen Überfällern ausgeführte Geiselnahme im Zug Groningen - Assen statt. Diese wurde am 11. Juni durch Spezialtruppen gewaltsam beendet, wobei sechs der Zugkaperer ums Leben kamen.
Sehenswürdigkeiten
- der botanische Garten "Hortus Haren", mit u.a. einem großartig, mit Hilfe aus China selbst, angelegten chinesischen Garten; der Hortus versorgt jede Saison viele Veranstaltungen, auch für Kinder, darunter auch viele über die chinesische Kultur. Der Hortus liegt unmittelbar nördlich des Dorfes Haren.
- Westlich der Autobahn liegt das Paterswolder Meer, eine See mit Wassersportmöglichkeiten.
- Südlich von Haren, beim Dorf Noordlaren, liegt das noch erheblich größere Zuidlaarder Meer (siehe auch: Zuidlaren).
- Die schöne, an kleinen Naturgebieten reiche, Umgebung ist gut zu Radtouren und Wanderungen geeignet.
- Südlich von Haren, in Glimmen, gibt es einen Golfplatz.
Weblinks
Ort in den Niederlanden
Haren (Groningen) | Haren (Groningen) | Haren (Groningue) | Haren (Groningen) | Haren | Haren (Groningen) | Haren (Groningen)