Hardboiled detective (deutsch: hartgesottener Detektiv) ist eine archetypische Figur des angloamerikanisch geprägten Kriminalromans.
Eine literarisch bemerkenswerte erste Ausprägung erfährt er in den Figuren des Philip Marlowe (von Raymond Chandler geschaffen) und des Sam Spade (von Dashiell Hammett, beide wandern aus der Literatur ins Kino des film noir.
Der Typus erwies sich in der Folgezeit als erstaunlich wandlungs- und exportfähig. Sara Paretsky schuf mit V. I. Warshawski einen der emanzipierten weiblichen hardboiled detectives. Eine weitere zeitgenössische Erscheinung des hardboiled detective ist Burke, Held in den Romanen von Andrew Vachss - ein Krimineller, der Kinderschänder jagt. In Europa dürfte der Pariser Léo Malet mit Nestor Burma den ersten hardboiled detective geschaffen haben. In der deutschsprachigen Krimiliteratur ist der derzeit bekannteste hardboiled detective der Deutschtürke Kemal Kayankaya des Autors Jakob Arjouni; auch er wanderte mit Doris Dörries Film "Happy birthday, Türke" ins Kino.
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