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Harbin (; russisch: Харби́н / Charbin) ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang (Amur-Provinz), Mandschurei, Volksrepublik China, am Fluss Songhua Jiang mit 3.279.454 Einwohnern im Stadtgebiet (1. Jan. 2006), Agglomeration 4.8 Mio; 9,41 Mio. im Gesamtgebiet (2001).
Administrative Gliederung und ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung
Administrative Gliederung Harbins
Die bezirksfreie Stadt Harbin (哈尔滨市) setzt sich aus acht Stadtbezirken, vier kreisfreien Städten und sieben Kreisen zusammen:
- Stadtbezirk Daoli (道里区),
- Stadtbezirk Nangang (南岗区),
- Stadtbezirk Daowai (道外区),
- Stadtbezirk Songbei (松北区),
- Stadtbezirk Xiangfang (香坊区),
- Stadtbezirk Dongli (动力区),
- Stadtbezirk Pingfang (平房区),
- Stadtbezirk Hulan (呼兰区),
- Stadt Shuangcheng (双城市),
- Stadt Shangzhi (尚志市),
- Stadt Wuchang (五常市),
- Stadt Acheng (阿城市),
- Kreis Yilan (依兰县), Hauptort: Großgemeinde Yilan (依兰镇),
- Kreis Fangzheng (方正县), Hauptort: Großgemeinde Fangzheng (方正镇),
- Kreis Bin (宾县), Hauptort: Großgemeinde Binzhou (宾州镇),
- Kreis Bayan (巴彦县), Hauptort: Großgemeinde Bayan (巴彦镇),
- Kreis Mulan (木兰县), Hauptort: Großgemeinde Mulan (木兰镇),
- Kreis Tonghe (通河县), Hauptort: Großgemeinde Tonghe (通河镇),
- Kreis Yanshou (延寿县), Hauptort: Großgemeinde Yanshou (延寿镇).
Ethnische Zusammensetzung der Gesamtbevölkerung Harbins (2000)
Beim Zensus 2000 wurden für das gesamte Verwaltungsgebiet Harbins 9.413.359 Einwohner gezählt.
| Name des Volkes
| Einwohner
| Anteil
|
| Han
| 8.796.610
| 93,45%
|
| Manju
| 433.340
| 4,6%
|
| Koreaner
| 119.883
| 1,27%
|
| Hui
| 39.995
| 0,43%
|
| Mongolen
| 13.163
| 0,14%
|
| Xibe
| 4.741
| 0,05%
|
| Daur
| 938
| 0,01%
|
| Sonstige
| 4.689
| 0,05%
|
Geschichte
Die Stadt wurde
1898 - nach der Besetzung der nördlichen Mandschurei durch Russland - als Bahnstation der
Transmandschurischen Eisenbahn von
Russen gegründet, weswegen das Stadtbild der älteren Stadtteile heute noch von russischer Architektur geprägt ist. Besonders nach der
Oktoberrevolution flohen viele Russen nach Harbin und haben zum Aufblühen der Stadt beigetragen.
1932 wurde die Stadt von japanischen Truppen besetzt. Nach der
Kapitulation Japans im
Zweiten Weltkrieg übernahm die Sowjetunion die Stadt. Zwar übergab sie die Stadt vereinbarungsgemäß der
Republik China, aber die Truppen der
Roten Armee blieben weiterhin dort stationiert. Unter ihrer stillschweigenden Duldung konnte die
Kommunistische Partei Chinas die Stadt bereits
1946 erobern. Die Industrieanlagen dort dienten ihnen als Basis für den Sieg im
Bürgerkrieg.
Nach der Gründung der Volksrepublik China wurde Harbin in ihrer Rolle als Schwerindustriestadt noch ausgebaut. Dafür wurden Menschen aus dem Süden Chinas hierher umgesiedelt und die Technische Universität durch Lehrkräfte aus dem Süden verstärkt. Viele dieser Menschen kehrten nach der Lockerung der Wohnbestimmungen wieder in ihre alte Heimat zurück.
Seit der wirtschaftlichen Reform versuchen Harbin und die Provinz Heilongjiang sich als Brückenkopf im Handel mit Russland zu profilieren.
Im November 2005 verseuchte der Chemieunfall von Jilin das Wasser des Songhua Jiang mit Benzol, woraufhin die Trinkwasserversorgung der Stadt für mehrere Tage unterbrochen werden musste.
Geographie
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Das Stadtgebiet liegt hauptsächlich am Südufer des
Songhua Jiang, eines Nebenflusses des
Heilong Jiang. Das Nordufer wird als Naherholungsgebiet ausgebaut. Das Stadtgebiet ist weitestgehend eben.
Klima
Klima harbin.png
Im Winter ist es in Harbin sehr kalt, in den Nächten kann die Temperatur bis auf -40° sinken. Oft beginnt es im Oktober schon zu schneien und der Frost endet meist erst Ende April. Dementsprechend ist die Vegetationszeit relativ kurz. Im Sommer ist die Stadt angenehm kühl, so dass sie im Sommer ein beliebter Konferenzort Chinas ist.
Wirtschaft
Verkehr
Harbin ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Nordchina.
Tourismus
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Im Winter, in der Regel von Anfang Januar bis Mitte Februar, finden in Harbin das Eis- und Schnee-Festival und das Eislaternen-Festival statt. An verschiedenen Orten im Stadtgebiet werden dann zum Teil filigran ausgearbeitete Eis- und Schneeskulpturen ausgestellt. Die größten Skulpturen sind Nachbauten berühmter Baudenkmale wie des Louvre in Paris oder des Pekinger Sommerpalastes. Dabei können die Skulpturen mehrere Meter hoch werden und sind nachts von innen mehrfarbig beleuchtet. Das Festival hat sich mittlerweile zu einer Winter-Touristenattraktion entwickelt und gehört zu den vier größten Eis- und Schneefestivals der Welt.
Der im Jahr 2000 fertiggestellte Drachenturm ist einer der höchsten Stahlfachwerktürme der Welt.
Situation heute
Harbin ist heute Sitz mehrerer
Universitäten.
Raketenstartplatz
In der Nähe von Harbin betreibt das chinesische Militär bei einen Startplatz zur Erprobung militärischer Raketen.
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
Ort in China | Bezirksfreie Stadt (China) | Raketenstartplatz
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