Harare (ehemals Salisbury) ist die größte Stadt und gleichzeitig Hauptstadt Simbabwes und liegt im Süden der Provinz Mashonaland im nördlichen Zentralteil des Landes. Im Stadtgebiet leben ca. 1,6 Mio. Menschen, im Ballungsraum sind es ca. 2,8 Mio.. Größter Vorort ist Chitungwiza südlich des Harare International Airport mit ca. 340.000 Einwohnern.
Nach der Unabhängigkeit Simbabwes 1980 wurde der Name nach dem Volk, welches hier ursprünglich lebte, in Harare geändert (18. April 1982).
Im Mai 2005 startete die Regierung Simbabwes eine umstrittene Aufräum- und Demolierungskampagne, die zu heftigen Reaktionen in der internationalen Gemeinschaft gefuehrt hat, weil sie ohne Voranmeldung oder das Angebot alternativer Wohnungen für die annähernd 700.000 Betroffenen stattfand. Unter dem Vorwand, der Kriminalität und den Krankheitsrisiken zu begegnen, richtet sich die Kampagne vor allem gegen die informellen Märkte und Vorstädte. Daraufhin hat die UNO angeboten internationale humanitäre Hilfe für die Opfer zu organisieren, allerdings wurde dieses Angebot durch die Behörden des Landes abgelehnt mit der Begründung, Hilfe von außen sei nicht nötig.
Derzeit (2005) hat die Stadt keine demokratisch gewählte Leitung, da eine Regierungskommission des Präsidenten Mugabe den regierenden Bürgermeister, gewählt von der Mehrheit der (Regierungs-) Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC) ohne ordentliches Verfahren außer Dienst gestellt hat.
Partnerstädte: Cincinnati und München
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