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Harald Anton Schumacher (* 6. März 1954 in Düren), genannt Toni Schumacher, ist ein ehemaliger deutscher Fußballer. Er wurde mit der deutschen Nationalelf 1980 Europameister, 1978 mit dem 1. FC Köln und 1996 mit Borussia Dortmund deutscher Fußballmeister. Er gilt als einer der weltbesten Torhüter der 1980er Jahre.

Karriere


Karriere als Spieler

Schumacher begann seine Karriere bei Schwarz-Weiß Düren 1962. Als Keeper der A-Jugend-Nationalmannschaft kam er 1972 zum 1. FC Köln. Mit diesem Klub wurde Schumacher 1978 Deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger (1977, 1978 und 1983). 1979 trat er im Tor der deutschen Nationalelf die Nachfolge von Sepp Maier an. Mit dem DFB-Team wurde er 1980 in Rom Europameister. Bei den Weltmeisterschaften 1982 in Spanien und 1986 in Mexiko wurde er Vize-Weltmeister. Später räumte er ein, daß er im Endspiel gegen Argentinien 1986 keine gute Leistung zeigte und dies ein Hauptgrund für den Verlust des Finales (2:3) war. In negativer Erinnerung bleibt sein hartes Einsteigen 1982 im WM-Halbfinalspiel Deutschland-Frankreich gegen den angreifenden Patrick Battiston, der schwer verletzt vom Platz getragen werden musste. Battiston verlor einige Zähne und erlitt einen Wirbelbruch. Schumacher entschuldigte sich später öffentlich und bei Battiston für den Vorfall. Dieser nahm die Entschuldigung auch an. Nach kritischen Äußerungen und unbewiesenen Behauptungen zum Thema Doping in seinem Buch Anpfiff musste er 1987 seine internationale Karriere (76 Länderspiele) beenden, auch der 1. FC Köln reagierte mit Auflösung des Vertrags.

Nach einem Intermezzo beim FC Schalke 04 1987/88 wechselte Schumacher zu Fenerbahçe Istanbul und führte das Team als Kapitän auf Anhieb zur türkischen Meisterschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Türkei 1991 stand er in der Saison 1991/92 für Bayern München im Tor. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn 1992 wurde er Torwarttrainer bei Borussia Dortmund. Dort wurde er im letzten Spiel der Saison 1995/96 kurz vor Schluss eingewechselt und durfte so seine zweite deutsche Meisterschaft als Spieler feiern.

Weiterer Werdegang

Im Sommer 1998 löste er seinen früheren Mitspieler Bernd Schuster als Trainer beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Köln ab. Hier wurde er im Dezember 1999 in der Halbzeit – beim Spielstand von 0:2 gegen Waldhof Mannheim – von Präsident Jean Löring mit dem Kommentar "Du Arschloch hast hier nichts mehr zu sagen" - entlassen. Unter Cheftrainer Berti Vogts übernahm er ebenso wie Pierre Littbarski im Januar 2001 einen Co-Trainerposten bei Bayer Leverkusen.

Spitzname Toni


Sein Spitzname Toni ist abgeleitet von seinem 2. Vornamen Anton. Ihn erhielt Schumacher wahrscheinlich nach dem legendären Kölner Schlussmann Toni Schumacher, der 1964 mit dem FC Deutscher Meister wurde, nach eigenen Angaben jedoch nach dem Torwart der Weltmeistermannschaft von 1954, Toni Turek. Zudem gab es zu der Zeit beim 1. FC Köln den Verteidiger Harald Konopka, so dass es zu Missverständnissen hätte kommen können, wenn ein Mitspieler „Harald” gerufen hätte. Harald Schumacher ist bis heute der Rekordspieler des 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga.

Vereine


als Spieler

als Trainer

Statistik


Länderspiele

Bundesligaspiele

DFB-Pokal-Spiele

  • 52 für den 1. FC Köln

Europapokalspiele

(Europapokal der Landesmeister; Europapokal der Pokalsieger; UEFA-Pokal)
  • 67 für den 1. FC Köln

Erfolge


Siehe auch


Literatur


  • Harald Schumacher: Anpfiff. Enthüllungen über den deutschen Fußball - Droemer Knaur, 1987

Weblinks


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