article

Harald Schmidt ist eine Late Night Show in der ARD, die vom Kabarettisten Harald Schmidt moderiert und seit dem 19. Januar 2005 regulär jeweils mittwochs und donnerstags um 23 Uhr (seit Januar 2006 aufgrund der ARD-Programmreform bereits um 22:45 Uhr) ausgestrahlt wird.

Die Sendung dauert 30 Minuten, auch Manuel Andrack ist, wie schon in der Harald Schmidt Show, als Sidekick beteiligt. Die Show wird am jeweiligen Sendetag entweder um 19 Uhr vor Publikum aufgezeichnet oder bei Bedarf auch live gesendet. Vom Sendestart bis Ende 2005 sendete „Harald Schmidt“ aus dem neu eingerichteten Studio 2 des Produktionskomplexes Studio 449 in Köln-Mülheim. Seit Januar 2006 wird aus dem größeren Studio 1 gesendet, in dem schon die Harald-Schmidt-Show für Sat.1 produziert wurde. Musikalisch wird die Sendung von der ARD-Showband umrahmt, die allerdings nicht mehr unter der Leitung von Helmut Zerlett steht. Die Besetzung der Band ist ansonsten weitgehend unverändert. Die Musiker der ARD-Showband sind allesamt aus der Harald-Schmidt-Show bekannt.

Vorgeschichte


Harald Schmidt ist die Nachfolgesendung der Harald Schmidt Show des deutschen Fernsehsenders SAT.1. Die ARD bekundete früh Interesse, Schmidt wieder ins ARD-Programm zurückzuholen. Wie der Berliner Tagesspiegel berichtete, stand Schmidt nach seinem Ausstieg bei SAT.1 mit dem damaligen ARD-Vorsitzenden und NDR-Intendant Jobst Plog in Kontakt. Vertragsverhandlungen seien aber erst nach der Absetzung der Show Anke Late Night ernsthaft betrieben worden. Jobst Plog gab an, dass der Vertrag mit Schmidt zunächst bis Juli 2006 (dotiert mit ca. 9,7 Millionen Euro im Jahr) läuft. Pro Sendung stehen ca. 150.000 Euro zur Verfügung, die reinen Produktionskosten werden in Branchenkreisen auf ca. 30.000 Euro pro Show geschätzt. Die ARD gab bekannt, Harald Schmidt durch Einsparungen bei Fußballrechten finanzieren zu wollen. Die Summe wird durch den Verzicht auf die Ausstrahlung von UEFA-Pokal-Spielen im Ersten bereitgestellt.

Konzept


Nach genau einjähriger „Kreativpause“ startete Harald Schmidt am 23. Dezember 2004 in der ARD seine neue Late Night Show. Er präsentierte dabei ein Konzept, das sich teilweise von dem der Harald Schmidt Show unterscheidet. Auffällig war insbesondere, dass zunächst keine Gäste mehr in die Sendung eingeladen wurden. Auch der gewohnte Standup-Teil fehlte anfangs, wurde allerdings nach wenigen Sendungen wieder eingeführt.

Überrascht hatte Harald Schmidt in der ersten Sendung auch durch sein verändertes Äußeres: lange grau-weiße Haare und Vollbart führten in den Medien Tage lang zu Kontroversen über Sinn und Zweck des Outfits. Spätestens mit der ersten regulären Sendung, die er im altgewohnten „Outfit“ präsentierte und eine sehr gute Quote erzielte, entpuppte sich die Aktion als gelungener Marketinggag, der die Sendung geschickt ins öffentliche Gespräch brachte.

OchtrupSchmidt-Schneekugel.jpg-Schneekugel, ein Gag über die Stromausfälle im Münsterland im November 2005.]] Die Schwerpunkte der Show wurden auf Tagesaktualität und Medienkritik verlagert. Während Harald Schmidt bei seiner vorherigen Show oft mit David Letterman verglichen wurde, rücken ihn Kritiker nun regelmäßig in die Nähe von Jon Stewart, dessen erfolgreiche Daily Show sich in den USA mit dem Tagesgeschehen und der Medienlandschaft auseinandersetzt. So sagte Harald Schmidt in einem Interview mit der Welt am Sonntag am 16. Januar 2005 scherzhaft über seine neue Sendung: „Harald Schmidt ist eine schwache Kopie der amerikanischen intelligenten Politsatire ‚Daily Show von Jon Stewart‘ – ohne an das Original heranzureichen.“ Harald Schmidt reagierte damit auch auf Meinungen von Fernsehkritikern, die aktuellen Sendungen seien zu langatmig.

Seit August 2005 veröffentlicht Harald Schmidt einen wöchentlichen kostenpflichtigen Podcast bei iTunes, in dem er sich zehn Minuten mit Boulevardthemen kritisch auseinandersetzt.

Ohne jede Ankündigung hat jede Sendung seit September 2005 wieder einen Gast. Auf Anfrage eines Gastes, der Fritz-Moderatorin Caroline Korneli, in Bezug auf die Konzeptänderung, gab Schmidt zu bedenken, dass es wohl doch noch Gäste gebe, die es seiner Ansicht nach wert wären, eingeladen zu werden.

Weblinks


Medien in Köln | Comedysendung | Talkshow

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Harald Schmidt (ARD)".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld