Hapkido (oder Hap Ki Do, Hapgido) ist ein koreanisches Selbstverteidigungs System, das dem japanischen Aikido in Teilbereichen sehr ähnlich ist, da es wie Aikido vom Daito-Ryu Aiki JuJutsu beeinflusst wurde. Weiterhin werden Elemente aus den modernen Schlag- und Tritt-Systemen (z. B. Taekwondo, Dangsudo) verwendet. Hapkido arbeitet vornehmlich nach dem zirkulären Prinzip. Würfe, Hebel, Tritte, Nervendruckpunkttechniken und defensive Verteidigungstechniken werden aus der Drehung im Kreis ausgeführt.
Hapkido ist als Selbstverteidigung gedacht, deswegen gibt es auch keine professionellen Wettkämpfe. Es gibt verschiedene Hapkido-Stile, welche sich in der Philosophie unterscheiden. In den meisten Stilen wird der kämpferische Aspekt der Selbstverteidigung als wichtig erachtet, es gibt aber auch Stilrichtungen, in welchen das Miteinander in der Gemeinschaft im Vordergrund steht.
Ein wichtiger Aspekt des Hapkido ist das Prinzip des Kreises. Angriffe werden nicht geblockt, sondern in einer kreisförmigen Bewegung zum Ursprung zurückgeleitet (eine Stilrichtung: Hwal Moo Hapkido --> Hwal Moo = Kunst des Drehens).
Bei Hapkido gibt es 9 Kup- und 10 Dan-Grade. Hapkido weist Ähnlichkeiten mit der japanischen Selbstverteidigungstechnik Aikido auf, da die Gründer von Hapkido und Aikido den gleichen Lehrer hatten (Takeda Schule, sh. Daito Ryu Aiki Jiujitsu)
Hapkido1.jpg Hapkido wird von verschiedenen Schulen, die ihrerseits in Föderationen zusammengeschlossen sind, angeboten. Kup- und Dangrade (Gürtelstufen), Techniken und Prüfungen sind von Schule zu Schule leicht unterschiedlich.
Hapkido kennt Techniken aus den folgenden Bereichen:
Hapkido wurde von Choi Yong-Sul konzipiert, nachdem er während der japanischen Besetzung Koreas wie auch Ueshiba Morihei (dem Begründer des Aikido) unter Takeda Sokaku angeblich das japanische Daito-Ryu Aiki JuJutsu in Japan studierte. Nach seiner Rückkehr nach Korea nannte er seine Kampfkunst, die er erlernt hatte, Yawara. GM Choi änderte den Namen seiner Kampfkunst des öfteren. So nannte er sie auch: Yu Sul (Weiche Kunst), Yu Kwon Sul (Weiche Faust Kunst), Hapki Yu Kwon Sul (In Einheit mit Ki Weiche Faust Kunst). Seine Schüler gründeten später eigene Stile mit eigenen Benennungen (z.B. Hapkido, Kuksoolwon, Hwarang Do etc.), die die Prinzipien gemeinsam haben, sich aber im Detail unterscheiden. Der Begriff "Hapkido" wurde erstmals von Ji Han Jae in den späten 1960ern verwendet. Erst nach der Beendigung des Koreakrieges wurde das Hapkido der westlichen Öffentlichkeit zugänglich. Zwischenzeitlich hat die Kampfkunst Hapkido auch ihren Weg nach Europa gefunden und gewinnt auch hier immer mehr Anhänger.
Hapkido ist weder Sport noch Spiel, sondern eine Selbstverteidigungskunst und ganzheitliche Lebensphilosophie. Hapkido verfügt über eine Vielzahl von Techniken gegen nahezu alle Angriffsarten, z.B. Tritte, Schläge, Stösse, Hebel, Würfe, Block- und Waffentechniken, deren Ausführung eine Schulung des gesamten Körpers sowie eine besondere Ausformung des Geistes erfordert und ist heutzutage unverzichtbar in der Ausbildung koreanischer Spezialeinheiten der Sicherheits- und Streitkräfte.
Meisterschaften im Hapkido werden von den einzelnen Schulen oder Föderationen ausgerichtet, oftmals nehmen Hapkidoin auch an offenen Wettkämpfen teil. So gibt es zum Beispiel die alle 2 Jahre ausgetragene Technik-Europameisterschaft der IHC oder die im jeweiligen Mitgliedsland stattfindenden Turniere der European Hapkido Association (E.H.A.)etc... In vielen Vereinen werden keine Wettkämpfe ausgetragen,nur spielerisch im Training,denn viele Hebel,Würfe etc.sind zu gefährlich um sie außer im Notfall anzuwenden.
Hapkido | Хапкидо | Hapkido | Hapkido | Hapkido | Hapkido | هاپکیدو | Hapkido | Hapkido | Hapkido | Hapkido | 합기도 | Hapkido | Hapkido | Hapkido | Hapkidô | Хапкидо | Хапкидо | Hapkido