Hans-Joachim Stuck (* 1. Januar 1951 in Garmisch-Partenkirchen) ist ein deutscher Rennfahrer.
1970 gewann der 19 Jahre junge „Naturbursche“ mit seiner schon jahrelangen Erfahrung die Erstausgabe des 24h-Rennen Nürburgring auf einem privaten BMW. Diesen Erfolg konnte er 1998 (auf BMW Diesel) und 2004 (auf BMW M3 GTR) wiederholen.
1971 wurde Stuck Werksfahrer bei BMW in der Europameisterschaft für Tourenwagen. Zudem machte er die ersten Gehversuche in der Formel 2 und entwickelte zudem sein Markenzeichen, den blauen Helm mit weißen Sternen um die Visieröffnung.
Im Gefolge seines Mentors Jochen Neerpasch wechselte Stuck 1972 zu Ford und wurde u. a. Deutscher Meister bei den Tourenwagen, auf einem Ford Capri.
Zurück bei BMW feierte der „König von Hockenheim“ Siege in der Formel 2 auf einem March mit bayerischem Motor. Diese Erfolge sorgten für ausverkaufte Rennstrecken, insbesondere am Hockenheimring, wo die F2 bis zu dreimal im Jahr gastierte, u.a. beim Jim-Clark-Gedächtnisrennen. StuckHansJ1976-07-31.jpg, Training 1976]] In der Formel 1 fuhr Stuck von 1974 bis 1976 für March-Ford insgesamt 8 WM-Punkte ein. Im Jahre 1977 belegte der im Grenzgebiet in der Nähe der Zugspitze aufgewachsene bzw. lebende Stuck im Brabham-Alfa Romeo V12 jeweils dritte Plätze bei seinen beiden Heimrennen, dem Hockenheimring und Zeltweg. In USA fiel er in Führung liegend aus. Für die Saison 1978 musste er im Team von Bernie Ecclestone seinen Platz an Neuzugang Niki Lauda abgeben.
Für Shadow und das deutsche ATS-Team konnte Stuck in den folgenden Jahren jeweils punkten, verpasste jedoch die Chance, zum Team von Williams zu wechseln, just bevor dieses die ersten großen Erfolge errang. Danach war die F1-Karriere beendet, zumal seine Körpergröße von ca. 194 cm angesichts der technischen Entwicklung - hin zu extrem weit vorne platzierten Cockpits - ungeeignet war. Einige F1-Fahrer erlitten aufgrund dieser Bauweise schwere Beinverletzungen (u.a. Ronnie Peterson, Clay Regazzoni, Marc Surer, Johnny Cecotto).
1979 wurde Stuck in der Procar-Serie, in der u. a. die schnellsten F1-Piloten in identischen 470 PS starken BMW M1 antraten, mit mehreren Siegen Meister.
In den Folgejahren trat er als Werkspilot für Porsche in deren Porsche 956 an, und gewann die 24 Stunden von Le Mans im Porsche 962C in den Jahren 1986 und 1987. Auch im 12-Stunden-Rennen von Sebring war er siegreich, 1986, 1988 sowie schon 1975 für BMW.
Als die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft an Popularität gewann und die Werke einstiegen, wechselte er zu den Tourenwagen, die auch als sicherer gelten als die weit über 300 km/h schnellen Sportwagen. 1990 gewann Stuck auf Audi V8 die DTM. Auch in den USA, in der IMSA-Serie, trat Stuck für Audi erfolgreich auf spektakulären Wagen an.
Ende der 1990er Jahre war Stuck wieder bei Porsche, verpaßte aber 1996 den Le Mans Sieg knapp auf dem Porsche 911 GT1, und hatte auch 1997 Pech. Der Sieg gelang erst einem verjüngten Team 1998 (das jedoch in der FIA-GT-WM sieglos blieb).
1998 gelang ihm beim 24h-Rennen Nürburgring ein Sieg auf einem BMW 320d Diesel.
Ab 2000 war Stuck wieder bei BMW, bei Tourenwagen, und in den USA: der ALMS-Serie.
2004 hat er das 24h-Rennen Nürburgring mit dem BMW Schnitzer Team zum dritten Male gewonnen. Er fuhr einen BMW M3 GTR V8. Im Jahre 2005 belegte sein Wagen hinter den Teamkollegen Platz zwei. Im Jahre 2006 trat er auf einem privaten M3 GTR mit Sechszylindermotor an, zusammen mit u.a. dem noch älteren Dieter Quester, schied jedoch nach Massenkarombolage in der Nacht aus.
Mann | Deutscher | Österreicher | Formel-1-Rennfahrer (Deutschland) | Geboren 1951
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