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Hans van Ghetelen († vor dem 31. Januar 1528) war ein Inkunabel Buchdrucker in Lübeck.

Ghetelen stammt wahrscheinlich aus Lübecker Familie und ist für das Jahr 1480 durch den Erwerb von Grundbesitz in der Mengstraße als Mitgift bei seiner Heirat erstmals urkundlich nachgewiesen. Die neuere Forschung ordnet ihm wegen der Übereinstimmung mit dem Familienwappen der Familie van Ghetelen die Mohnkopfoffizin, benannt nach den drei Mohnköpfen (den Kapselfrüchten des Mohns) der Druckermarke, als Werkstatt zu.

Der erste Druck dieser Werkstatt, das mittelniederdeutsche Bedeboek, datiert auf das Jahr 1487. Zu den zahlreichen Werken aus seiner Werkstatt in niederdeutsch gehören Dat narren schyp des Sebastian Brant (1497) und Reynke de vos (1498), der im Hanseraum zu einem besonderen Vertriebserfolg der damaligen Zeit wurde.

Hans van Ghetelen ist für den Juni 1526 letztmalig als lebend erwähnt.Im Januar 1528 wurde seinem Sohn der Erbschein erteilt.

Literatur


  • Dieter Lohmeier: Ghetelen, Hans van in Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck, Band 10, Neumünster 1994, S. 132-135 ISBN 3529026506

Mann | Deutscher | Buchdrucker | Person (Lübeck) | Gestorben 1527

 

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