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Hans Reiter (* 1881; † 1969) war ein Berliner Bakteriologe und Hygieniker.

1916 beschrieb Reiter erstmals das sog. Reiter-Syndrom, eine reaktive entzündliche Systemerkrankung, die sich vor allem in der sog. Reiter-Trias aus Konjunktivitis, Urethritis und Arthritis äußert. 1977 beschloss eine Gruppe von Ärzten eine Kampagne gegen die Verwendung der Bezeichnung Reiter-Syndrom durchzuführen. Sie plädierten dafür, für die Beschreibung des Krankheitsbildes den Terminus reaktive Arthritis einzusetzen, da Reiter während dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der SS und ein staker Verfechter des Nazi-Regimes war. Durch medizinische Experimente Reiters starben im KZ Buchenwald mehr als 250 Gefangene.

Als Präsident des Reichsgesundheitsamtes engagierte sich Reiter stark in der Anti-Raucher-Kampagne, nicht zuletzt auch aufgrund von Hitlers Abneigung gegen das Rauchen. Nach dem Krieg geriet Reiter in amerikanische Gefangenschaft und zog es vor, nach seiner Entlassung sich nicht mehr für Rauchverbote zu engagieren.

Mann | Deutscher | Bakteriologe

Hans Reiter | Hans Reiter

 

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