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Hans Leussink (* 2. Februar 1912 in Schüttorf, Grafschaft Bentheim) ist ein deutscher Hochschullehrer und Politiker.

Er war von 1969 bis 1972 parteiloser Bundesminister für Bildung und Wissenschaft.

Ausbildung und Beruf


Nach dem Abitur 1930 absolvierte Leussink ein Studium des Bauingenieurwesens, welches er als Diplom-Ingenieur beendete. Er arbeitete dann als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Technische Mechanik an der Bergakademie Freiberg / Sachsen. 1939 wurde er Betriebsleiter am Erdbau-Institut an der TH München. 1941 wurde er mit der Arbeit "Versuche mit geländegängigen Erdbaugeräten unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Bodenart" zum Dr.-Ing. promoviert.

Nach dem Krieg leitete er von 1946 bis 1952 ein eigenes Architektur- und Ingenieurbüro in Schüttorf. Nach erfolgter Habilitation war er ab 1954 Ordinarius für Grundbau, Tunnelbau und Baubetrieb an der TH Karlsruhe.

Von 1958 bis 1961 amtierte er als Rektor der TH Karlsruhe und war von 1960 bis 1961 Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz. Von 1962 bis 1969 gehörte er außerdem dem Wissenschaftsrat an, ab 1965 als dessen Vorsitzender.

Öffentliche Ämter


Am 22. Oktober 1969 wurde er als Bundesminister für Bildung und Wissenschaft in das erste Kabinett von Bundeskanzler Willy Brandt berufen. Er gehört zu den wenigen parteilosen Bundesministern in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Am 15. März 1972 trat er von diesem Amt wieder zurück.

Besonderes


Leussink ist derzeit der älteste noch lebende ehemalige Bundesminister und nach Ludger Westrick der bisher älteste ehemalige Bundesminister.

Siehe auch


Weblinks


Mann | Deutscher | Bildungsminister (Deutschland) | Ingenieur | Bauingenieur | Geboren 1912

 

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