Hans Julius Wolff (* 3. Oktober 1898 in Elberfeld; † 5. November 1976 in Münster) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.
Nach Kriegsende flüchtete er nach Oberbayern. Auf der Flucht starb seine Frau Lieselotte bei der Geburt ihres vierten Kindes.
Ab 1946 unterrichtete er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, wo er sich mit seiner zweiten Frau Marta niederließ. Da er politisch unbelastet war, wurde Wolff im Jahr 1947 in den Beratenden Ausschuss für Verwaltungs- und öffentliches Recht der britischen Besatzungszone berufen. In dieser Funktion war er an der Ausarbeitung der Militärregierungsverordnung Nr. 165 beteiligt.
Nebenamtlich war Wolff unter anderem als Richter am Oberverwaltungsgericht Münster und als erster Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer (1952–1954) tätig. Ab 1957 leitete er die westfälische Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie.
Von 1956 bis 1966 erschien im Verlag C. H. Beck die erste Auflage seines dreibändigen Lehrbuchs Verwaltungsrecht. Es gilt noch heute als die Standardliteratur zum deutschen Verwaltungsrecht. Nach dem Tod Wolffs im Jahr 1976 wurde das Werk von Otto Bachof und Rolf Stober fortgeführt (ISBN 3406466036).
Mann | Deutscher | Rechtswissenschaftler (20. Jh.) | Geboren 1898 | Gestorben 1976
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