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Hans Holbein der Ältere (* um 1465 in Augsburg; † 1524 in Basel) war ein deutscher Maler. Hans Holbein wurde als Sohn eines Gerbers in Augsburg geboren. Er und sein Bruder Sigismund Holbein malten vor allem religiöse Werke im spätgotischen Stil. Später kamen noch Renaissanceelemente hinzu. In seinen späten Schaffensjahren glichen seine Bilder sehr denen seines Sohnes Hans, so dass es heute häufig zu Verwechslungen kommt. Auch seine Söhne Hans Holbein der Jüngere und Ambrosius Holbein waren als Maler tätig und lernten bei ihm.

Leben


Hans Holbein der Ältere bildete sich unter dem Einfluss von Martin Schongauer, erreichte aber, schnell fortschreitend und sich immer entschiedener losringend von altertümlicher Auffassungsweise, in seinen besten Werken eine große dramatische, mit klarer, leuchtender Farbenwirkung verbundene Lebendigkeit und Prägnanz des Ausdrucks. Seine Gestalten, ob auch in Füßen und Händen noch schwach, wissen sich natürlich zu bewegen; in genreartigen Episoden wird das Schalkhaft-Anmutige wie das Derbe und Humoristische zur Geltung gebracht; meisterhaft sind die im bildnistreuen Gesicht wie in Auftreten und Tracht aus des Künstlers eigner Zeit und Umgebung entnommenen Gestalten. Zu seinen besten Arbeiten gehören vier Flügelbilder aus der Geschichte Marias, von einem Altar aus der Abtei Weingarten (jetzt im Augsburger Dom) von 1493, die Reste eines ehemaligen Altars in der Dominikanerkirche zu Frankfurt a. M., Szenen aus Christi Passion von 1501, die Flügel eines Altars aus Kloster Kaisheim, 16 Szenen aus der Passion und der Geschichte Marias von 1502 in der Münchener Pinakothek, die Basilika Santa Maria Maggiore (1499) und St. Paul vor den Mauern (um 1504) mit dem Bildnis des Malers und seiner beiden Söhne.

So trefflich indessen diese Werke sind, so schritt doch Holbein immer weiter fort, und in den Gemälden: Epitaph des Bürgermeisters Schwartz, bei v. Stetten in Augsburg, Katharinenaltar (1512) in der Galerie zu Augsburg, Sebastiansaltar (1515-16) in der Pinakothek zu München erreicht er unter dem Einfluss der italienischen Renaissance eine große Kraft des Ausdrucks, Schönheit des Kolorits und seelenvolle Durchbildung. Vortrefflich sind auch seine zahlreich vorkommenden Zeichnungen; in Basel, Berlin und Kopenhagen findet man Skizzenbücher von ihm, unter denen das Berliner das wertvollste ist. Sein 1515 von ihm selbst gezeichnetes Bildnis, ein prächtiger Kopf mit langem Haar und Bart, besaß der Herzog von Aumale.

Holbein zog trauriger Vermögensverhältnisse wegen um 1517 aus Augsburg nach dem Elsaß und starb 1524 außerhalb seiner Heimat.

Heute ist nach ihm das Holbein-Gymnasium in Augsburg benannt.

Werke


Weblinks


Deutscher Maler | Deutscher | Mann | Geboren 1470 | Gestorben 1524

Hans Holbein the Elder | Hans Holbein el Viejo | Hans Holbein vanhempi | Hans Holbein l'Ancien | Hans Holbein il Vecchio | ハンス・ホルバイン (父) | Hans Holbein den eldre | Hans Holbein starszy | Гольбейн, Ганс Старший | Hans Holbein d.ä.

 

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