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Hans Heinrich Eggebrecht (* 05.01.1919, † 30.08.1999) war Professor (Ordinarius) für historische Musikwissenschaft an der Universität Freiburg i. Br. und Ehrendoktor der Universität Bologna.

Bereits 1955 als Privatdozent der Universität Erlangen legte er der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur einen Bericht mit dem Titel "Studien zur musikalischen Terminologie" vor. Es sollte jedoch bis 1972 dauern, bis dieses Projekt an der Universität Freiburg umgesetzt werden konnte und die ersten Lieferungen des Handwörterbuchs der musikalischen Terminologie erschienen.

Eggebrechts Forschungsschwerpunkte waren die Musik von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach sowie die protestantische Kirchenmusik allgemein, die Musik der Wiener Klassik, Gustav Mahler sowie die Musik des 20. Jahrhunderts. Seine Editionen von mittelalterlichen Musiktraktaten betrachtete er lediglich als Befähigungsnachweis gegenüber der "Zunft". Einige seiner Schriften verfaßte er gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus.

Sein musikästhetischer Ansatz war dem Denken Roman Ingardens verpflichtet. Die Rezeption von Kunstwerken verläuft demnach durch mehrere Schichten der Wahrnehmung, einer Wahrnehmung mit je verschiedenen Qualitäten.

Das 1991 erschienene Alterswerk Musik im Abendland: Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart ist eine Gesamtdarstellung seiner Lesart der europäischen Musikgeschichte, die er mit methodischen Reflexionen der Musikgeschichtsschreibung anreicherte.

Anders als viele Musikwissenschaftler suchte Hans Heinrich Eggebrecht den Dialog mit einer Reihe von zeitgenössischen Komponisten (z. B. mit Wolfgang Rihm).

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Musikwissenschaftler

 

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