Hans Edmund Nikola Burgeff (*19. April 1883 in Geisenheim (Rheinpfalz), † 27. September 1976) war ein deutscher Botaniker und Universitätsprofessor.
In Jena wurde er 1909 mit einer Arbeit über die Biologie der Orchideen-Mykorrhiza promoviert. Nach kurzer Tätigkeit als Assistent bei Wilhelm Pfeffer in Leipzig im Jahre 1909 sowie in Montpellier 1910 wurde Burgeff Assistent an der Universität München, wo er sich 1916 habilitierte.
Von 1920 bis 1921 war er außerordentlicher Professor an der Universität Halle, von 1921 bis 1923 wiederum in München. 1923 wurde er als Ordinarius nach Göttingen berufen von wo er bereits 1925 als ordentlicher Professor für Botanik und Pharmacognosie an die Universität Würzburg berufen wurde. Dort war er auch Direktor des Botanischen Gartens.
Burgeff beschäftigte sich mit Fragen der Mykorrhiza bei den Orchidaceae und den Ericaceae und vor allem mit genetischen Problemen bei niederen Pflanzen, u.a. bei Phycomyces nitens.
1942 erhielt Burgeff den Röntgenpreis der Universität Würzburg, wo er bis zu seiner Emeritierung wirkte.
Burgeff zählt neben Noël Bernard zu den Pionieren der Orchideenmykorrhiza-Forschung. Sein besonderes Interesse galt dem zytologischen Bau und der Funktion der Orchideenmykorrhiza. Er entwickelte das Konzept der Pilzverdauung, die Tolypophagie, das heute noch gilt.
Dörfelt/Heklau: Geschichte der Mykologie. Einhorn
Mann | Biologe | Botaniker | Mykologe | Geboren 1883 | Gestorben 1976
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