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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz eigentlich Johann Erasmus Freiherr von Abschatz (* 4. Februar 1646 in Würbitz (Schlesien); † 22. April 1699 in Liegnitz) war ein deutscher Barocklyriker und Übersetzer. Er tritt auch mit dem Namen Hans Erasmus Aßmann auf, der eine Zusammensetzung der beiden ursprünglichen ist.

Leben


Abschatz wurde mit 13 Jahren Vollwaise. Nach der Ausbildung (Gymnasium in Liegnitz, Jura-Studium in Straßburg und Leyden) folgten ab 1666 Bildungsreisen nach Paris, Rom und Norditalien. 1669 kehrte er nach Liegnitz zurück, wo er heiratete und mit der Verwaltung der Familiengüter betraut war. Ab 1675 war er Landesbestallter des Herzogstums Liegnitz, sowie zusätzlich ab 1679 "Ordinärdeputierter" an den Breslauer Fürstentagen.

Sein Vorbild in der literarischen Form war Hoffmannswaldau (1616/17 bis 1679), der führende Vertreter der Zweiten Schlesischen (Dichter)schule - dem deutschen Gegenstück der Barock-Extravaganz italienischer und spanischer Dichter. Wie Hoffmannswaldau dichtete auch er oft in Jamben.

Nur wenige der Gedichte von Abschatz erschienen zu seiner Lebenszeit im Druck, doch genoss er hohe Wertschätzung bei seinen Zeitgenossen. Vermutlich waren seine Gedichte schon früher durch Abschriften verbreitet. Christian Gryphius (1649-1706), schlesischer Dichter und Sohn des berühmten Andreas Gryphius, trug schließlich die Gedichte zusammen und edierte sie mit einem ausführlichen Vorwort ("Ehren-Gedächtniss"). "Seine deutschen Gedichte sind eine unmittelbare Fortsetzung der lateinischen Dichtweise. Das verbindet ihn mit Opitz, denn er bemüht sich, seine persönlichen Gefühle nicht mehr mit dem altbewährten Formenschatz auszudrücken" (R. Newald)

Werke (Auswahl)


  • Poetische Übersetzungen und Gedichte, hrsg. Erika Alma Metzger. Bern 1970 (Ndr. d. Ausg. Leipzig u. Breslau 1704)
  • Liebeslieder, wie: Sieben Wochen sind nun hin, Du stellest dich so wilde (Die Kuss-Scheue), O wie glücklich, wer nicht liebet
  • Nachdenklich-Liebendes: Cupido raubt einmahl den Bienen ihren Safft, Die bestraffte Näscherey
  • (Übs.) Giovanni Battista Guarini: (Il pastor fido): Der Teutsch-redende Schäffer. o.O., o.J. (1672?)
  • (Übs.) Alessandro Adimari: "Scherz-Sonnette oder Kling-Gedichte, Geistliche Gedichte"
  • "Glückwünschungen an Gekrönte Häupter"

Literatur (Auswahl)


  • Erika Alma Metzger: Zum Problem bei Hans Assmann von Abschatz, Diss. Buffalo 1967
  • Anton Hans Meyer: Die des Hans Assmann von Abschatz, Diss. Münster 1939
  • Alba Schwarz: Der teutsch-redende treue Schäffer. Bern 1972

Werk- und Literaturverzeichnis


  • Gerhard Dünnhaupt: "Hans Aßmann Freiherr von Abschatz (1646-1699)", in: Personalbibliographien zu den Drucken des Barock, Bd. 1.
Stuttgart: Hiersemann 1990, S. 167-169. ISBN 3-7772-9013-0

Siehe auch:


Weblinks


Mann | Deutscher | Autor | Barock (Literatur) | Literatur (17. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Lyrik | Übersetzung (Literatur) | Geboren 1646 | Gestorben 1699

 

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