Hanna Krabbe (* in Bad Bentheim) war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF) und an der Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm im Frühling 1975 beteiligt.
Hanna Krabbe ging den gleichen Weg wie ihre Schwester Friederike Krabbe: zunächst war sie Mitglied des Sozialistischen Patientenkollektivs, das im Kampf gegen die „Ärzteklasse“ eine klassenlose Gesellschaft schaffen wollte und dabei auch Gewaltanwendung nicht ausschloss. Als das SPK vermehrt von den Strafverfolgungsbehörden bedrängt wurde und sich schließlich auflöste, schloss sich Krabbe wie mehrere andere SPK-Mitglieder der RAF an.
Hanna Krabbe war Teil des so genannten Kommandos Holger Meins der RAF, das am 24. April 1975 die deutsche Botschaft in Stockholm überfiel und besetzte. Die schwedische Polizei und das deutsche BKA stürmten die Botschaft, wobei zwei Botschaftsangehörige und zwei RAF-Mitglieder erschossen wurden. Hanna Krabbe wurde zu lebenslanger Haftstrafe in der JVA Lübeck-Lauerhof verurteilt. Nach einer Haft von etwa 21 Jahren wurde sie begnadigt und am 10. Mai 1996 entlassen.
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