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Als Handschwingen (Remiges primarii) werden die äußeren Federn des Vogelflügels bezeichnet. Sie sitzen am Mittelhandknochen (Carpometacarpus) und am Knochen des großen Fingers (Digitus major) des Flügels.

Die Zahl der Handschwingen voller Länge beträgt meist 10, maximal 11 (Lappentaucher). Bei vielen Vogelgruppen wie Möwen, Watvögeln und Schwimmvögeln ist die äußerste Handschwinge vorhanden und sehr klein. Greifvögel, Tauben, Eulen und Hühner besitzen 10 voll ausgebildete Handschwingen. Bei den Sperlingsvögeln ist die äußerste (zehnte) Handschwinge reduziert oder sehr klein. (Beispiel: Zilpzalp (Phylloscopus collybita): 8-13 mm)

Die Nummerierung erfolgt im Allgemeinen vom Handgelenk (Carpalgelenk) nach außen, also vom körpernahen (proximalen) zum körperfernen (distalen) Bereich.

Normalerweise werden die Handschwingen nach außen etwa bis zur achten Handschwinge immer länger und spitzer, die äußersten Handschwingen sind dann wieder deutlich kürzer, so dass starke Unterschiede in Form und Aussehen auftreten können. Meist ist die Innenfahne erheblich breiter als die Außenfahne. Bei vielen Vogelarten zeigen die äußeren Handschwingen in der oberen Hälfte aus aerodynamischen Gründen starke Einbuchtungen an den Außen- und/oder Innenfahnen.

Galerie


Bild:Handschwingen_auswahl_1.jpg|Verschiedene Handschwingen kleinerer Vögel. Bild:Mäbu_hs_as.jpg|Vergleich einer Hand- und Armschwinge am Beispiel Mäusebussard.

Weblinks


Literatur


  • Hummel, G. 2000: Anatomie und Physiologie der Vögel. Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8252-2144-X
  • Brown, R., J. Ferguson, M. Lawrence, D. Lees 2003: Federn, Spuren & Zeichen 4. Auflage. Aula, Wiesbaden. ISBN 3-89104-666-9
  • Svensson, L. 1992: Identification Guide to European Passerines 4. Auflage. Eigenverlag, Södertälje (Schweden) ISBN 91-630-1118-2
zootomie | Ornithologie

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