M1911a1.jpg Handfeuerwaffe ist die Bezeichnung für eine tragbare Feuerwaffe.
Bei der Schlacht von Cerignola (1503) bestimmte erstmals der Einsatz von Handfeuerwaffen den Gefechtsverlauf. Als Cortés 1519 aufbrach, das Reich der Azteken zu erobern, besaßen seine 508 Soldaten neben Bronzegeschützen auch 13 Gewehre. Die Steinschlosswaffen ersetzten ab 1650 die Luntenschlossmechanik, indem ein Feuerstein den Zünd-Funken schlug. Beim Perkussionsschloss, 1807 erfunden, wird Knallpulver zum Zünden verwendet. Seit 1831 trat das Knallquecksilber allgemein als Zündmittel in Erscheinung, das, in Kupferzündhütchen in wenigen Milligramm eingebaut, durch seine Schlagempfindlichkeit eine Stichflamme auf das Pulver übertragen konnte. Damit war die Konstruktion der Einheitspatrone möglich, die aus einer im Boden mit Zündhütchen versehenen Kupfer oder Messinghülse, dem Pulverinhalt und dem aufgesetzten Geschoss bestand. Damit war die Konstruktion der Hinterlader möglich geworden.
Selbstladegewehre kamen bereits im 1. Weltkrieg zum Einsatz. Der vollautomatische Gasdrucklader kam mit dem deutschen Maschinenkarabiner MP 44 (1944) zum Einsatz. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist das russische Sturmgewehr AK-47 (1947 von Kalaschnikow Konstruktionsbüro entwickelt), das bis heute über 70 Millionen mal hergestellt wurde. Der amerikanische Vertreter dieser Gattung ist das bereits im Vietnamkrieg verwendete M16. Der deutsche Pendant ist das G36.
Erste Maschinengewehre, damals noch auf Lafette, wurden von Gatling (1860, handbetrieben) und Maxim (1884, rückstoßbetrieben) eingeführt. Der erste Großeinsatz von Maschinengewehren erfolgte im 1. Weltkrieg. Maschinengewehre können ihrer Verwendung nach nur bedingt zu den Handfeuerwaffen gezählt werden - ihr Gewicht und die starke Rückstosswirkung schließen den Einsatz als Handwaffe in der Regel aus. Oft wurden auch zwei Soldaten zur Bedienung eines MGs eingesetzt.
Bei den Revolvern bestimmte der Stiftfeuerrevolver von Lefaucheaux (1845) sowie der Colt „Peacemaker“ (1873) mit Kaliber 45 (11,4 mm) die Entwicklung. Beim Revolver wird durch eine drehbare Trommel die Patrone dem Lauf vorgeschoben.
Die Pistole wurde ursprünglich als Schusswaffe für Reiter entwickelt, erste Modelle tauchten um 1510 auf. Selbstladepistolen erschienen ab 1893. Bekannte Modelle sind die Pistole 08 und die Waffen von Carl Walther GmbH, Colt, Browning und Beretta.
Die erste Maschinenpistole wurde 1915 vom Italiener Revelli entwickelt (Villar-Perosa), die erste brauchbare war die deutsche Bergmann MP18 des Suhler Kostrukteurs Hugo Schmeisser. Amerikanische Maschinenpistolen erlangten Berühmtheit durch Al Capone mit dem Modell 1928 von Thompson. Bekannte Maschinenpistolen sind heute die israelische Uzi und die deutsche MP5 von Heckler & Koch.
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