Die Handelsbilanz ist die rechnerische Gegenüberstellung der Ein- und Ausfuhr aller Waren einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.
Zur Ermittlung der Handelsbilanz sind an den Rohdaten der Ein- und Ausfuhr noch Korrekturen für die Veredlungsgeschäfte und reinen Lagergeschäfte sowie für Transportleistungen vorzunehmen. Letztere, da die Einfuhren gemäß den Regeln des Internationalem Währungsfonds "Free on board" (f.o.b.) zu bewerten sind.
Sie ist Teil der Leistungsbilanz und somit auch Teil der Zahlungsbilanz.
Übersteigt die Summe der Ausfuhren die Summe der Einfuhren, so spricht man von einer aktiven bzw. positiven Handelsbilanz oder von einem Handelsbilanzüberschuss (siehe Kapitalexport), im umgekehrten Fall, also wenn die Importe die Exporte übersteigen, von einer passiven oder negativen Handelsbilanz bzw. einem Handelsbilanzdefizit.
Viele Länder, so z. B. auch China, hebeln den oben genannten Marktmechanismus aus, indem sie ihre Währung an eine Ankerwährung (z. B. den US-Dollar) koppeln. Dadurch sichert beispielsweise China seine stark positive Handelsbilanz gegenüber den USA.
Bei einer negativen Handelsbilanz treten die genannten Effekte umgekehrt auf.
Ein Handelsbilanzüberschuss führt keineswegs zwangsläufig zu einer Aufwertung, da der Wechselkurs von zahlreichen anderen Determinanten bestimmt ist. Insbesondere sind hier auch Kapitalanlagen zu nennen. Wenn die Nachfrage nach ausländischen Anlagen groß ist, kann ein Handelsbilanzüberschuss ohne weiteres auch mit einer Abwertung einhergehen.
AußenwirtschaftVolkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Balance of trade | Balanza comercial | Balance commerciale | Handelsbalans | Handelsbalans | 贸易逆差
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