Eine Feststellbremse ist eine Bremse, die die Räder eines Fahrzeuges dauerhaft blockiert. Mit ihr kann das Fahrzeug abgestellt werden, ohne dass es ungewollt davon rollt. Die Feststellbremse von Personenkraftwagen ist meist als Handbremse, oft als Fußfeststellbremse und zunehmend auch als elektrisch betätigte Feststellbremse realisiert.
Vorgeschriebene Anforderungen an eine Feststellbremse
Die Feststellbremse muss von der
Betriebsbremse unabhängig sein. Die unmittelbar vor den Reibungsflächen befindlichen mechanischen Teile - bei
Federspeicherbremsen auch die
Federspeicherzylinder - können jedoch gemeinsam benutzt werden, wenn sie genügend stark sind. Sie muss in
Europa wenigstens auf alle Räder einer
Achse wirken. Wird die Feststellbremse auch als
Hilfsbremse benutzt, muss sie gestatten, das Fahrzeug bei einem Ausfall der Betriebsbremse zum Stehen zu bringen. Die Wirkung muss abstufbar sein. Die Hilfs- und Feststellbremse kann in einer Vorrichtung vereinigt sein.
Die Feststellbremse im Motorsport
Im
Rallyesport und beim Autocross hat die Feststellbremse oft die zusätzliche Aufgabe, das Fahrzeug in extreme Drift-Winkel - also zum Übersteuern - zu bringen, um Kurven, die besonders eng oder fahrbahnbedingt schwierig sind, sowie U- und S-Kurven seitlich über die jeweils äußeren zwei Räder - die bei diesem Vorgang keine
Traktion mehr haben - zu nehmen. Die Eigenschaft der sofortigen Blockierung der Hinterräder wird dabei ausgenutzt, um den Wagen ausbrechen zu lassen. Diese Technik wird
"side-turn" oder
"e-braking" genannt. Um diesen Vorgang zu erleichtern, haben Rallye- und Autocrossfahrzeuge in der Regel einen besonders langen Feststellbremshebel, der fast senkrecht und nahe am Lenkrad ist.
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