Der Hanbō (jap. 半棒) oder zumindest der Begriff entstand seiner Bezeichnung nach (Han = halb, Bō = Stock) vermutlich durch das Zerschlagen eines Bō mit einem Schwert und gehört mit seiner Länge von 80 - 100 cm (Dicke je nach Handgröße ca. 3 - 4 cm) zu den Kurzwaffen.
Im 16. Jahrhundert zählte der Hanbō zu den am weitesten verbreiteten Waffen in Japan. Durch seine geringe Größe ist er recht leicht zu verbergen und kann unter anderem durch Handgelenkdrehungen in schnellen Attacken effektiv im Kampf eingesetzt werden. Allerdings bestehen nur etwa 20 % der Anwendungen mit dieser Waffe aus Stößen und Schlägen. Vielmehr wird der Hanbō zum Hebeln eingesetzt.
Die geringe Größe des Hanbō gereicht einem allerdings im Kampf gegen einen Gegner, der mit Langwaffen wie z. B. einem Bō bewaffnet ist, zum Nachteil.