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Die Hanbaliten sind eine der vier anerkannten Rechtsschulen (Madhahib) des sunnitischen Islams.

Sie geht auf Ahmad ibn Hanbal (780–855) zurück, der unter anderem Schüler Muhammad ibn Idris al-Schafiis (767–820) und des Hanafiten Abu Yusuf war, wurde jedoch erst von seinen Schülern institutionalisiert. Ibn Hanbal billigte neben dem Koran und der Sunna vor allem dem Konsens der islamischen Gemeinde (Umma) eine wichtige Stellung zu. Der Hanbalismus ist besonders in dogmatischen und in Fragen des Kultus sehr konservativ und strikt. Der Hanbalismus beeinflusste den Begründer des Wahhabismus Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703–1787) entscheidend. In Saudi-Arabien ist das Herrscherhaus traditionell mit der Familie und der Lehre Muhammad ibn Abd al-Wahhab die im kitab at-tauhid niedergeschrieben ist, verbunden.

Die Hanbaliten sind die kleinste Rechtsschule des sunnitischen Islam, der nur etwa 5 % der Sunniten anhängen. Saudi-Arabien ist, nach dem in den 1920er Jahren der Hanbalismus zwangsweise im Hedschas eingeführt wurde, ganz überwiegend hanbalitisch. Die Hanbaliten üben aber aufgrund des Einflusses von Saudi-Arabien, in dem die heiligen Stätten Mekka und Medina liegen und zu denen jedes Jahr die große Pilgerfahrt, der Hadsch, stattfindet, einen überproportionalen Einfluss auf die gesamte sunnitische Gemeinschaft aus.

Siehe auch: Fiqh (islamische Rechtswissenschaft)

Islamisches Recht

حنابلة | Hanbali | Hanbalisme | Hanbali | Hanbeli

 

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