| Wappen | Karte | |||
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| Wappen Hanau.png | Karte_hanau_in_deutschland.png | |||
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Hessen | |||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |||
| Landkreis: | Main-Kinzig-Kreis | |||
| Geografische Lage: | ||||
| Höhe: | 104 m ü. NN | |||
| Fläche: | 76,49 km² | |||
| Einwohner: | 88.546 (31. Dezember 2005) | |||
| Ausländeranteil: | 20,5% (30. Juni 2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1.161 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 63450, 63452, 63454 63456, 63457 |
| Vorwahl: | 06181 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | HU | |||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 35 014 | |||
| UN/LOCODE: | DE HAU | |||
| Stadtgliederung: | 11 Stadtteile/Bezirke | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 14-18 63450 Hanau | |||
| Website: | www.hanau.de | |||
| E-Mail-Adresse: | info@hanau.de | |||
| Politik | ||||
| Oberbürgermeister: | Claus Kaminsky (SPD) | |||
Hanau wird erstmals 1143 als Wasserburg der Herren von Buchen auf einer Kinziginsel erwähnt, als in einer Urkunde Dammo von Hagenowe als Zeuge genannt wird. 1166/8 erscheint als Erbe eine Adelsfamilie, die sich zunächst nach ihrer Stammburg Dorfelden, ab 1191 nach der Burg Hanau benennt. Am 2. Februar 1303 verleiht König Albrecht I. das Markt- und Stadtrecht an Hanau.
1528 Beginn der Reformation in Hanau.
1597 erlaubt Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg calvinistischen Flüchtlingen, sich in Hanau niederzulassen (Gründung der Hanauer Neustadt und Übertritt der Grafschaft vom Luthertum zum Calvinismus).
Während des Dreißigjährigen Krieges nutzte die schwedische Armee von 1630 bis 1638 die Festungsstadt Hanau als Stützpunkt, um von hier aus das Umland zu kontrollieren (Grimmelshausen verarbeitete die schwedische Besatzungszeit Hanaus in seinem Schelmenroman "Der abenteuerliche Simplicissimus"). 1635 bis 1636 wurde Hanau erfolglos von kaiserlichen Truppen unter General Lamboy belagert. 1638 wurden die Schweden durch einen handstreichartigen Überfall aus Hanau vertrieben.
1661 Gründung der ersten deutschen Fayence-Manufaktur in Hanau.
1669 schloß Graf Friedrich Casimir von Hanau-Lichtenberg einen Vertrag mit der Niederländischen Westindischen Kompanie über die Gründung des Königreichs Hanauisch-Indien als hanauische Kolonie zwischen Orinoco und Amazonas in Niederländisch-Guayana. Jedoch beendete der Niederländisch-Französische Krieg schon bald dieses phantastische Projekt. Die Grafschaft Hanau war daraufhin finanziell angeschlagen und der Hanauer Graf wurde von Kaiser Leopold I. unter Vormundschaft des Landgrafen von Hessen-Kassel gestellt.
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen im Jahre 1736 wurde die Grafschaft Hanau aufgrund mehrerer Erbverträge hessisch (Aufteilung zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt).
Im Zuge der hessischen Assekurationsakte von 1754 wurde die Grafschaft Hanau ab 1764 unter die Herrschaft des hessischen Erbprinzen Wilhelm I. gestellt.
1776 bis 1783 beteiligte sich die Grafschaft Hanau mit einem Truppenkontingent von ca 2400 Mann auf englischer Seite am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Aus den Subsidienerlösen wurde die Kuranlage Wilhelmsbad finanziert.
1810 bis 1813 gehörte Hanau zum napoleonischen Satellitenstaat "Großherzogtum Frankfurt". Nach der Völkerschlacht bei Leipzig konnte Napoléon Bonaparte in der Schlacht bei Hanau am 30. und 31. Oktober 1813 seinen letzten Sieg auf deutschem Boden erringen (gegen bayerisch-österreichische Truppen unter General Wrede). Nach dem Abzug der französischen Truppen wurde Hanau Teil des wiedergegründeten Kurhessens.
Erst 1821 wurden die Altstadt Hanau und die 1597 gegründete Neustadt Hanau zu einer Stadt vereinigt.
Hanau war im 19. Jahrhundert ein Zentrum der demokratischen Bewegung in Deutschland. 1830 und 1848 gingen von hier wichtige revolutionäre Impulse aus (im Volksmund "Hanauer Krawalle").
Hanau Neust.Rathaus Grimm.jpgAm 2. April 1848 wurde in der Wallonischen Kirche der 1. Deutsche Turnertag veranstaltet und gleichzeitig der Deutsche Turnerbund gegründet. Festredner war Friedrich Ludwig Jahn, besser bekannt als Turnvater Jahn, der während dieser Zeit bei seinem Freund August Schärttner weilte. 1849 beteiligten sich Hanauer Turner unter August Schärttner am dritten Badischen Aufstand.
Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurde das vormals kurhessische Hanau preußisch.
Ab 1910, einhergehend mit Hanaus Aufstieg als Industriestadt, wurde mit der Verlegung zweier preußischer Eisenbahn-Regimenter (2. Eisenbahn-Brigade) und einem Eisenbahn-Neben-Ersatz-Park nach hier, Hanaus wichtige Rolle als Garnisionsort unterstrichen. Eine ständige Garnison hatte Hanau bereits seit dem dreißigjährigen Krieg - bei Kriegsbeginn 1914 gab es neben den bereits erwähnten Eisenbahntruppen noch Infanterie, Kavallerie und die Pulverfabrik Wolfgang - zusammen rund 7.000 Militärs. Zwischen 1914 und 1918 wurden in Hanau rund 170.000 Rekruten aller Truppenteile ausgebildet und an die Fronten des Weltkrieges verschickt.
Von 1908 bis 1945 besaß Hanau eine eigene elektrische "Hanauer Straßenbahn". Der städtische Verkehrsbetrieb heißt bis heute Hanauer Straßenbahn AG.
Am 19. März 1945 wurde Hanau bei einem englischen Luftangriff fast völlig zerstört.
Im September 1945 wurde das zuvor preußische Hanau Teil des neu gegründeten Landes (Groß-)Hessen.
1972 wird Mittelbuchen Hanauer Stadtteil.
1974 werden Großauheim, Hohe Tanne, Klein-Auheim, Steinheim und Wolfgang, durch die Hessische Gebietsreform, Hanauer Stadtteile. Am Morgen des 5. Oktober 1991 explodierte auf dem Gelände der Firma Heraeus Quarzglas ein Wasserstofftank. Durch die Druckwelle wurden im gesamten Stadtgebiet Fensterscheiben zerstört.
Hanau war bis Juni 2005 Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises. Am 10. Oktober 2005 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, auf die baldmögliche Kreisfreiheit Hanaus hinzuwirken und hierzu entsprechende Verhandlungen mit dem Land Hessen und dem Main-Kinzig-Kreis aufzunehmen.
siehe auch: Grafschaft Hanau-Münzenberg und Herrschaft Hanau
| 18 | CDU | Fraktionsvorsitzender (FV) Franz Ott |
| 17 | SPD | FV Cornelia Gasche |
| 7 | F.D.P. | FV Ralf-Rainer Piesold |
| 5 | Bündnis 90 / Die Grünen | FV Wulf Hilbig |
| 5 | Bürger für Hanau | FV Oliver Rehbein |
| 4 | "Republikaner" | |
| 3 | Linkspartei | FV Jochen Dohn |
Das Hanauer Stadtbild hatte sich nach dem zweiten Weltkrieg radikal verändert. Keine andere Stadt in Hessen wurde so stark zerstört. Nur sieben Häuser standen nach dem letzten englischen Bombenangriff vom 19. März 1945 noch. In naher Zukunft soll das Stadtbild weiter verändert werden, so soll der Freiheitsplatz, ehemals der Paradeplatz, komplett saniert und zu einer Flaniermeile umgewandelt werden.
In Hanau sind weltweit führende Unternehmen aus der Technologiebranche wie Heraeus oder VAC beheimatet, so wie auch die Dunlop-Reifenwerke. Bundesweit war Hanau in den 1980er Jahren als Standort der Nuklearindustrie und eines mittlerweile geschlossenen Brennelementewerks in die Schlagzeilen geraten. Auf dem ehemaligen Gelände der RWE Nukem ist ein Technopark unter der Schirmherrschaft von Siemens entstanden.
Hanau hat den nach Umschlagvolumen zweitgrößten Hafen Deutschlands an der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße.
Hanau ist Schnittpunkt überregionaler Autobahnen (A 3, A 45, A 66) und ein Schienenverkehrsknoten. Der Hauptbahnhof ist ein ICE-Bahnhof. Die Entfernung zum Frankfurter Flughafen beträgt vom Stadtzentrum aus nur etwa 30km. Der Nahverkehr ist unter anderem über die S-Bahn Rhein-Main an das Netz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes angeschlossen.
Hanau war einmal einer der größten U.S. Army-Stützpunkte in Europa. Die Militärgemeinde des Standortes Hanau mit Wolfgang und dem Fliegerhorst Erlensee umfasste zum Höhepunkt des Kalten Krieges (Fulda Gap) rund 30 000 Militär- und Zivilpersonen. Ein Abzug der restlichen Truppen ist absehbar und soll bis 2008 erfolgen. (Siehe auch: ausländische Militärbasen in Deutschland).
Hanau kämpft bis auf den heutigen Tag mit einer enormen kommunalen Verschuldung, die aber noch unter dem Bundesdurchschnitt liegt.
Der Golfplatz in Hanau an der Wilhelmsbader Kuranlage wurde 2004 in den Kreis der Leading Golf Courses of Germany (der besten Golfplätze Deutschlands) aufgenommen.
Seit der Abwahl von Oberbürgermeisterin Margret Härtel (CDU) durch die Hanauer Wahlbürger ist ihr Widersacher Claus Kaminsky (SPD) nach seiner Vereidigung am 17. November 2003 Oberbürgermeister von Hanau. Er stützt sich auf eine nach der Kommunalwahl vom März 2006 stark geschwächte Große Koalition aus CDU und SPD.
Hanau ist Sitz der 1772 gegründeten „Staatlichen Zeichenakademie“, einer der ältesten Ausbildungsstätten für Goldschmiede und Silberschmiede sowie für Graveure, Metallbildner und Schmucksteinfasser.
Bekannte Sehenswürdigkeiten sind das Deutsche Goldschmiedehaus (ehemals Altstädter Rathaus), Schloss Philippsruhe und die historische Kuranlage Wilhelmsbad. Die Kuranlage ist eines der beliebtesten Naherholungsziele im Rhein Main Gebiet. Man findet in der Kuranlage einen weitläufigen Park in dem im Sommer tausende Menschen aus dem ganzen Rhein Main Gebiet verweilen.
Der Wildpark Alte Fasanerie im Ortsteil Klein Auheim ist ein traditionsreicher Wildpark. Er ist das Ziel vieler Menschen auf der Suche nach Erholung aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Auf dem Marktplatz steht das Nationaldenkmal der Brüder Grimm, unmittelbar vor dem Neustädter Rathaus. In der Nähe befindet sich die Wallonisch-Niederländische Kirche, Gründungsort des Deutschen Turnerbundes.
Die Deutsche Märchenstraße beginnt in Hanau und endet in Bremen. Außerdem ist Hanau (Steinheim) der Ausgangspunkt der hessischen Apfelweinstraße.
Während der Adventszeit kann man am Marktplatz in Hanau neben einem Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt Hessens größten Adventskalender bestaunen: Die 24 Fenster des Neustädter Rathauses sind mit strahlenden Bildern von Künstlern geschmückt die sich den Stadtbewohnern erst nach und nach bis zum Heiligabend offenbaren. Mittwochs und Samstags findet auf dem Markplatz ein Wochenmarkt mit bäuerlichen Erzeugnissen aus der nahen Wetterau und dem Spessart statt.
Schloss Philipsruhe am Mainufer ist ein vollständig erhaltenes großes Schloss das heute besucht werden kann, des weiteren befindet sich dort auch ein Café und ein Standesamt.
| Dartford, Großbritannien | |
| Tottori, Japan | |
| Jaroslawl, Russische Föderation | |
| Conflans-Sainte-Honorine, Frankreich | |
| Francheville, Frankreich | |
| Doorn, Niederlande | |
Städtefreundschaften:
| Waltershausen, Deutschland (Thüringen) seit 1990 | |
| Pays de Hanau, Frankreich | |
(jeweils zum 31. Dezember)
Mitgliederstärkster Verein des Main-Kinzig-Kreises ist die Turngemeinde 1837 Hanau a.V.
Hanau ist außerdem Heimat des ältesten hessischen Fußballvereins, des 1. Hanauer FC 1893 e.V. und des TSV Hanau 1860.
Im gleichen Jahr wie der TSV Hanau 1860 wurde auch der TV Kesselstadt gegründet.
Ort in Hessen | Rhein-Main | Hanau | Ehemaliger Residenzort in Hessen
Ханау | Hanau | Hanau | Hanau | ハーナウ | Hanau | Hanau | Hanau | Hanau