| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Hamburg-Nord | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 7,6 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 48421 (2002) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 6371 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 040 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | HH
| bgcolor="#FFFFFF" |
|---|
Johann Friedrich Bernhard Sierich kaufte und erschloss die Grundstücke im Norden Winterhudes, hinüber zu Hamburg-Eppendorf. Bereits 1838 erwarb der Goldschmied Sierich einen der Winterhuder Höfe. Nach und nach wurde weiteres Gelände bis hin zur Außenalster gekauft. Sein Sohn Adolph erschloss diesen Besitz und legte Kanäle zur Entwässerung an. Teilweise ließ er noch Partien aufschütten. Die heute in dem Gebiet gelegenen Straßennamen weisen auf Familienmitglieder der Sierichs hin (Klärchenstraße, Willistraße). Adolph Sierich mehrte durch den Verkauf dieser Grundstücke sein Vermögen. Das im Stadtpark an der Hindenburgstraße gelegene Sierichsche Forsthaus geht auch auf die Familie Sierich zurück.
Julius Gertig engagierte sich ab 1857 im Süden Winterhudes. Der Lotteriebesitzer kaufte eine alte Hofstelle am Mühlenkamp und baute diese im Laufe der Jahre zu einem riesigem Ausflugslokal aus. Als besondere Attraktionen galten Tanzveranstaltungen und Kinderfeste. Eine Pferderennbahn (ungefähr der heutige Schinkelplatz) wurde auch gebaut. Ab 1859 legten an seinem Etablissement die Alsterdampfer an. Weiter finanzierte er eine Brücke über den Langen Zug und schuf somit eine Landverbindung zu Uhlenhorst. Ab 1906 wurden auf dem Gelände zwischen Mühlenkamp, Geibelstraße, Semperstraße und Gertigstraße neue Straßen angelegt und Häuser gebaut. Zur Blütezeit seiner Unternehmungen soll Gertig ein Vermögen von 5.000.000 Goldmark gehabt und vererbt haben. Durch die Wirrungen beider Weltkriege blieb nicht viel davon übrig, und seine jüngste Tochter starb Anfang der 1950er Jahre in Armut.
Winterhude Süd (Außenalster, Mühlenkamp, Gertigstraße, Barmbeker Straße, südlicher Stadtpark) Bestimmt von der westlich gelegenen Villenbebauung. Die Barmbeker Straße in östlicher Richtung kann als Grenze angesehen werden. Hier erschließt sich rund um den Schinkelplatz eine klassische Mehrfamilienhausbebauung. Als Zentrum des südlichen Winterhudes können der Mühlenkamp und die Gertigstraße angesehen werden.
Hh-winterhude-gebaeude.jpg Winterhude Nord (Winterhuder Marktplatz, Alsterdorfer Straße, Carl-Cohn-Straße, nördlicher Stadtpark) Erschließt sich nördlich des Winterhuder Marktplatzes. Das Zentrum bilden der Marktplatz selbst und die Alsterdorfer Straße, welche mit vielen kleinen Geschäften aufwartet. Die Bebauung stammt teilweise noch aus der Zeit der Jahrhundertwende.
Jarrestadt (Barmbeker Straße, Saarlandstraße, Weidestraße, Jarrestraße) Kann fast als eigenständiges Viertel angesehen werden. Es war wohl eins der größten sozialen Wohnungspauprojekte des 20. Jahrhunderts in Hamburg. Am Reißbrett wurde die gesamte Siedlung geplant und ab 1926 auch gebaut. Vom Feuersturm 1943 blieb die Jarrestadt weitgehend verschont, obwohl die Werksanlagen von Kampnagel (Herstellung von Kränen und Ladegeschirr), unmittelbar an die Jarrestadt grenzen. Nach inzwischen freigegebenem Archivmaterial fiel der geplante Einsatz wegen Schlechtwetters aus.
HEW-Zentrale_in_Hamburg.JPG City Nord Während der wirtschaftlichen Blüte der Bundesrepublik in den 60er Jahren bestand ein großer Bedarf an Büroflächen, und so entstand die fast ausschließlich von Großraumbüros geprägte City Nord. Dieses Konzept schreckt Interessenten ab und führte zum Abriss einiger Gebäude. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts versucht die Stadt, die "CiNo" wiederzubeleben. Markantestes Gebäude der City Nord ist die Hauptverwaltung der Hamburgischen Electricitäts-Werke, das von Arne Jacobsen erbaut wurde.
Eine Besonderheit ist der Straßenzug Sierichstraße/Herbert-Weichmann-Straße (Uhlenhorst). Es ist die einzige Einbahnstraße in Deuschland, die zweimal täglich ihre Richtung wechselt (ab 4:00 Uhr stadteinwärts, ab 12:00 Uhr stadtauswärts).
Auf dem Goldbek- und Osterbekkanal herrschte noch bis in die 1960er Jahre reger Schiffsverkehr.
Sportvereinigung Polizei Hamburg (Budo-Centrum, ehemals 2. Judo-Bundesliga)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Hamburg-Winterhude".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world