Der
Bezirk Hamburg-Wandsbek umfasst die Nordöstlichen Stadtteile Hamburgs.
Dies sind die bis 1937 selbständige Stadt Wandsbek und ihre Stadtteile, die bie 1937 preußischen Gemeinden des Alstertals sowie Bramfeld und Steilshoop, damalige Enklaven Hamburgs und den Hamburger Stadtteil Eilbek.
Verwaltungsgliederung
Hh-Stormarnhaus.jpg
Heute muss verwaltungsmäßig zwischen dem Bezirk
Wandsbek, dem Kerngebiet dieses Bezirkes und dem
Stadtteil Wandsbek unterschieden werden.
Bezirk
Der
Bezirk Wandsbek ist mit über 400.000 Einwohnern die größte Gebiets- und Verwaltungseinheit der Freien und
Hansestadt Hamburg. Der Bezirk gliedert sich in fünf Regionalbereiche, verwaltet vom Bezirksamt Wandsbek und den unterstellten Ortsämtern: das Kerngebiet Wandsbek und die Ortsamtsbereiche
Alstertal,
Bramfeld,
Rahlstedt und
Walddörfer mit insgesamt 18 Stadtteilen:
- Duvenstedt
- Wohldorf-Ohlstedt
- Lemsahl-Mellingstedt
- Bergstedt
- Poppenbüttel
- Hummelsbüttel
- Wellingsbüttel
- Sasel
- Volksdorf
- Steilshoop
- Bramfeld
- Farmsen-Berne
- Rahlstedt
- Tonndorf
- Wandsbek
- Jenfeld
- Marienthal
- Eilbek
Kerngebiet
Das Kerngebiet Wandsbek umfasst heute die Stadtteile
Eilbek,
Jenfeld,
Marienthal,
Tonndorf und Wandsbek mit zusammen ca. 101.800 Einwohnern. Bis 2003 gehörte auch der Stadtteil
Farmsen-Berne dazu, der jetzt zum Ortsamtsbereich
Walddörfer gehört.
Stadtteil
Der
Stadtteil Wandsbek umfasst das Zentrum der ehemaligen Stadt Wandsbek. Er hat 32.261 Einwohner (Stand 2002).
Wappen wandsbek.JPG
Wappen
Das Wappen von Wandsbek zeigt auf blauem Grund den Hut, Tasche und Schirm des
Wandsbecker Bothen in Silber, in der linken (heraldisch: rechten) Wappenecke ist das Schild von
Stormarn,
ein weißer Schwan auf rotem Grund, enthalten.
Geschichte
Die Stadt Wandsbek
Wandsbek war ein Teil der ehemaligen Grafschaft
Stormarn. In der Mitte des
13. Jahrhunderts wurden seine Dörfer erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Wandsbek bzw. der älteste Name Wantesbeke rührt von dem dort fließenden Fluss her. Wantesbeke heißt nämlich soviel wie „Grenzfluss“ oder „Grenzbach“ und die Wantesbeke (heute die
Wandse) diente wahrscheinlich als natürliche Territorialgrenze.
Die bis dahin zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein gehörende Stadt Wandsbek wurde 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz an Hamburg angegliedert.
Hier einige Daten zur Wandsbeker Geschichte:
Eingemeindungen
Conrad Electronic Hamburg.jpg
Infrastruktur
Bauwerke
Das Bezirksamt Wandsbek ist seit dem Jahre 1949 Sitz der bezirklichen Verwaltung und der Bezirksversammlung des Bezirkes Wandsbek. Untergebracht ist das Bezirksamt in dem im Jahre 1929 von dem bekannten Architekten
Fritz Höger erbauten
Stormarnhaus.
Das Hamburger Staatsarchiv, in dem die Originalurkunden zur Stadtgeschichte und zahlreiche Akten aufbewahrt werden, ist seit einigen Jahren in Wandsbek untergebracht.
Verkehr
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Parks
Naturdenkmäler
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Sonstiges
Schreibweise
Ursprünglich wurde Wandsbek „Wandsbeck“ geschrieben. Dies zeigte ursprünglich an, dass e
lang gesprochen werden soll (wie bei der nach wie vor bestehenden Schreibweise
Mecklenburg, wo das e ebenfalls
lang gesprochen wird). Die Provinzialregierung in
Schleswig erließ am
1. September 1877 eine Anordnung über die einheitliche Regelung der Schreibweise für Ortsnamen. Diese enthielt unter anderem die Anordnung, daß aus „beck“ „bek“ werde und begründete dies mit der Veröffentlichung „Geschichte der geographischen Vermessungen und der Landkarten Nordalbingiens vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Jahre 1859“ von
Franz Geerz, dem Leiter der topographischen Abteilung des preußischen Generalstabes, wo dieser entsprechende Vorschläge machte. Die Stadt weigerte sich zunächst, diese Anordnung umzusetzen, und wies die Mitarbeiter der Stadtverwaltung an, die alte Schreibweise beizubehalten. Auf eine ausdrückliche Weisung des Stormarnschen Landrats vom 12. September 1879 hin akzeptierte die Stadt den Verlust des c's im Namen schließlich.
Inzwischen wurden auch sämtliche auf ...beck endenden Ortsbezeichnungen in Hamburg abgeändert, z. B. Barmbeck, jetzt Barmbek.
Literatur
- Georg-Wilhelm Röpke: Wandsbek – das Buch. Buchverlag Otto Heinevetter, Hamburg 1994
Weblinks
Bezirk (Hamburg) | Bezirk Hamburg-Wandsbek