| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Hamburg-Mitte | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 4,4 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 4.703 (2003) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1.069 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 20539 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 040 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: |
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Die Wohnsiedlung entstand in den 1920er Jahren als eines der ersten kommunalen Kleinwohnungs-Bauprojekte in Hamburg. Das Baugelände gehörte der Stadt, während lokale gemeinnützige Baugenossenschaften als Bauherren auftraten. Der Hamburgische Oberbaudirektor Fritz Schumacher gab die einheitliche Gestaltung der Häuser mit roten Ziegelfassaden und flachen Dächern vor. Die einzelnen Baublöcke, die sich um einen zentralen Platz mit Kirche gruppieren, wurden nach Plänen verschiedener Hamburger Architekten errichtet.
Jeder mit dem Zug ankommende Auswanderer musste sich hier einer Personalienkontrolle und einer ersten Gesundheitsuntersuchung unterziehen. Um das Ausbrechen von Krankheiten auf den Schiffen zu verhindern, blieben Auswanderer dort bis zu 14 Tage in Quarantäne, bevor sie auf die Schiffe gehen durften. Durch diese Maßnahme sorgte die HAPAG auch dafür, dass mittellose Auswanderer nicht in die Stadt gelangen konnten, zum anderen waren die unerfahrenen Emigranten so davor geschützt, überteuerte und unnütze Ware aufgeschwatzt zu bekommen.
Dieses weitab vom Stadtzentrum gelegene Quartier galt zur damaligen Zeit als Vorbild an Sauberkeit und Effektivität. Aufenthalt, Unterkunft und Verpflegung waren im Preis der Passagiertickets enthalten. Die bis dahin vorhanden Auswandererbaracken am Amerika-Kai wurden zur Hafenerweiterung benötigt. Diesen vorausgegangen war eine Sperrung der Hamburger Grenzen, da man den russischen Auswanderern den Ausbruch der Choleraepidemie von 1892 anlastete.
Die Hallen wurden später als Lager genutzt und größtenteils 1938 wegen Straßenbaus abgerissen. Die einzige verbliebene Halle beherbergte zuletzt ein portugiesisches Restaurant und wurde im Frühsommer 2006 ebenfalls abgerissen. An ihrer Stelle soll im Juli 2007 unter dem Namen Ballinstadt ein Auswanderermuseum eröffnet werden.
Siehe auch:
Literatur: Auswandererhafen Hamburg ISBN 3-929229-75-7Siehe auch:
Am 23. September 1983 wurde der neue Bahnhof der S-Bahn eröffnet. Seitdem besteht eine dichte Zugfolge zum nur zwei Stationen entfernten Hamburger Hauptbahnhof.
Die Veddeler Brückenstraße, die das Wohngebiet diagonal durchschneidet, war bis in die 1990er Jahre Teil der Bundesstraßen 4 und 75. Sie nahm seit 1950 den Verkehr zur Wilhelmsburger Reichsstraße auf, einer Schnellstraße nach Wilhelmsburg und Harburg, die am Südrand des Stadtteils begann. Im Zuge der Verlängerung des nördlichen Endes der Schnellstraße über die Bundesautobahn 252 wurde die Veddeler Brückenstraße verkehrsberuhigt.
Mit dem Zollamt Hamburg-Veddel besteht nach Westen hin einer der Zugänge zum Hamburger Freihafen.
Die Schule Slomanstieg ist eine staatliche Schule. Sie ist die einzige Schule auf der Veddel mit folgenden Stufen: Vorschule, Grundschule, Beobachtungstufe der Haupt- und Realschule sowie die Hauptschulklassen 7-9. Die Sekundarstufe 1 ist Ganztagsschule.
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