Tonndorf ist heute ein Stadtteil von
Hamburg. Er dient überwiegend als Wohngebiet, an den Rändern gibt es einige gewerblich genutzte Flächen. Die Grenze zu
Farmsen bildet die
Wandse.
Es gab bis in das letzte Jahrhundert hinein eine Vielzahl von Tongruben und Ziegeleien, dennoch leitet sich der Ortsname nicht davon ab. Eine der vollgelaufenen Tongruben ist heute das Strandbad Ostende. Es hat seinen Namen von den Soldaten, die das frühere Militärbad nutzten und dieses wohl scherzhaft mit dem belgischen Nordseebad in Zusammenhang brachten.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Tonndorf stammt aus dem Jahre
1314, zu diesem Zeitpunkt war Todendorpe, der ursprüngliche Name des Dorfes, ein für die damalige Zeit großes Dorf mit 8 Hufen. Der Name Todendorpe stammt wahrscheinlich aus der Zeit der schauenburger Grafen und läßt auf den Ortsgründer, wahrscheinlich einem „Todo“ schließen. Erst im Laufe der Zeit wandelte sich der Name zu Tonndorf. Der zum
Kreis Stormarn in
Schleswig-Holstein gehörende Ort wurde
1927 in die Stadt
Wandsbek eingemeindet. Durch das
Groß-Hamburg-Gesetz von
1937 wurde Tonndorf zusammen mit Wandsbek ein Teil von
Hamburg.
Verkehr
Tonndorf wird durch die Bundesstraßen
B 75 und
B 435 durchschnitten. Parallel dazu verläuft die Eisenbahnstrecke Hamburg–Lübeck, die durch den 1934 eröffneten und seit 2003 im Zuge der Aufhebung der Bahnübergänge völlig neu gestalteten Regionalbahnhof
Tonndorf, (ehemals Wandsbek-Ost) für eine Nahverkehrsanbindung über die
Regionalbahnlinie R10 sorgt. Am 12. April 2006 wurde die neue Unterführung Sonnenweg unter der Bahnlinie eröffnet.
Medien
Recht zentral liegt das
Studio Hamburg, in dem zahlreiche Fernsehsendungen und Filme produziert werden.
Bildung
Es befinden sich in Tonndorf die „Schule Tonndorf“ (Grundschule), das „Gymnasium Tonndorf“ und die HR Schule Sonnenweg, wobei letztere beiden ab dem Schuljahr 2006/2007 zu der „Kooperativen Schule Tonndorf“ umgestaltet werden.
Weblinks
Stadtteil (Hamburg) | Bezirk Hamburg-Wandsbek