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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Hamburg-Eimsbüttel
Fläche: 12,7 km²
Einwohner: 39.934 (2003)
Bevölkerungsdichte: 3.139 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH
Niendorf ist ein Stadtteil Hamburgs, zwischen Schnelsen, Lokstedt und dem Flughafen (Hamburg Airport) in Fuhlsbüttel gelegen.

Geografie


Niendorf liegt im Nordwesten Hamburgs an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Niendorfs Grenze zu Eidelstedt, Stellingen und Lokstedt bildet die Kollau, die in Groß Borstel in die Tarpenbek mündet.

Geschichte


1343 wurde Niendorf (niederdeutsch für "Neues Dorf") erstmals urkundlich erwähnt. Fundstücke aus der Altsteinzeit weisen jedoch darauf hin, dass das Gebiet bereits 9000 v. Chr. besiedelt war. Der Ort war lange ein Bauerndorf und gehörte zur Herrschaft Pinneberg. Die fiel 1640 an Dänemark. 1848 versuchten die Schleswig-Holsteiner vergeblich, sich gegen die dänische Herrschaft zu erheben, woran seit 1898 eine Doppeleiche auf dem Tibarg, der Niendorfer Einkaufsstraße, erinnert. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 wurde Niendorf 1867 preußisch. Zu Beginn des 20 Jahrhunderts entstanden zahlreiche Villen und Bürgerhäuser, als wohlhabende Hamburger Niendorf zunächst als Sommersitz und später als Wohnort für sich entdeckten. 1927 schloss sich Niendorf mit den Nachbargemeinden Lokstedt und Schnelsen zu einer Großgemeinde zusammen. Sie wurde am 26. Januar 1937 durch das sogenannte Groß-Hamburg-Gesetz aus dem preußischen Kreis Pinneberg ausgegliedert und der Hansestadt zugeschlagen. Im Sommer 1943 wurden bei Bombenangriffen viele Bauernhäuser in der Ortsmitte zerstört.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


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Kirche am Markt

Die 1770 geweihte Kirche am Niendorfer Markt gilt nach dem Michel als bedeutendstes Barockbauwerk Hamburgs.

Niendorfer Gehege

In Niendorf liegt der Stadtwald Niendorfer Gehege, in dem die "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald" ansässig ist. Westlich schließt sich daran die Eidelstedter Feldmark an.

Wirtschaft, Sozial- und Infrastruktur


Niendorf hat eine ausgewogene Sozialstruktur. Das Durchschnittseinkommen liegt etwas über dem Hamburger Mittelwert, der Anteil der Sozialhilfeempfänger lag 2003 bei 2,8 Prozent (Hamburger Durchschnitt 2000: 7,1 Prozent). Niendorf hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten Hamburgs. Durch die U-Bahn-Linie 2 ist der Stadtteil gut an die City angebunden. Niendorf hat ein gut ausgebautes Netz von Schulen, mit mehreren Grundschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasien und einer Gesamtschule. Der Sportverein, NTSV (Niendorfer Turn- und Sportverein), wurde 1919 gegründet, und verfügt über ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Sportarten. Seit 1990 spielen die Hamburg Dodgers Base- und Softball im NTSV.

Der Tibarg

Zentrum Niendorfs ist der Tibarg, eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, dem Busbahnhof, der U-Bahn-Station und dem Ortsamt Lokstedt. Der Name Tibarg erinnert an das Thing, den Versammlungsort der Germanen. Die Läden entstanden erst nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs. Vorher prägten Bauernhöfe und Wohnhäuser die Straße, bis 1963 gab es noch einen Hufschmied. Am nördlichen Ende hat sich das 2002 eröffnete Tibarg-Einkaufscenter zu einem Anziehungspunkt entwickelt, im Süden des Tibarg dagegen haben sich in den dort aufgegebenen Gewerberäumen mehrere Billig-Discount-Geschäfte etabliert. Weiterhin befindet sich am nördlichen Ende des Tibargs eine Doppeleiche zur Erinnerung an den Deutsch-Dänischen-Krieg 1864 und ein Gedenkstein mit der Aufschrift: "Op ewig ongedeeld".

Literatur


  • Horst Grigat (Hrsg.): Hamburg-Niendorf von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Selbstverlag, Hamburg 1972
  • Horst Grigat (Hrsg.): Hamburg-Niendorf von der Steinzeit bis zur Gegenwart, Band II 1971-1991. Selbstverlag, Hamburg 1991
  • Katharina Marut-Schröter / Jan Schröter : Niendorf Lokstedt Schnelsen im Wandel. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 1992

Weblinks


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Hamburg-Niendorf

 

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