| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Altona | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 2,7 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 10.531 (2005) 10.537 (2002) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 3963 Einwohner je km² (2002: 3966) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 040 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | HH
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Der Name Iserbrook kommt von Eisen und Bruch. Hier wurde schon vor 25.000 Jahren aus den oberen Erdschichten das sogenannte Raseneisenerz gewonnen.
Geologisch ist Iserbrook Geest-Gebiet. Als landwirtschaftlich genutzter Raum zwischen den umliegenden Ortschaften wurde es auch als deren Feldmark bezeichnet.
Iserbrook war nie ein eigenständiges Dorf, sondern Hinterland der Landgemeinde Dockenhuden, die durch Zusammenlegung heute ein Teil des Stadtteils Blankenese ist. Im Gegensatz zum Nachbarstadtteil Sülldorf, einem ehemaligen Bauerndorf, gab es hier aber keine ausgeprägte Landwirtschaft.
Iserbrook wurde durch die Blankeneser Kaufmannsfamilie Godeffroy bedeutend. Deren letzter Angehöriger, Cesar Godeffroy, forstete das Heide- und Feuchtgebiet mit 25.000 Bäumen auf. Es hieß, er habe die Heidelandschaft sehr geliebt. Mittelpunkt war die Gabelung der Chaussee nach Hamburg und der Chaussee nach Blankenese - heute Kreuzung der Ost-West-Verbindung B 431 und der Nord-Süd-Verbindung zwischen Schenefeld und Blankenese. An dieser Stelle bauten die Godeffroys einen großen Reiterhof, in dessen Umkreis so etwas wie ein Ortskern entstand. Bis 1924 hatten sich dort einige Gasthöfe angesiedelt.
Durch Eingemeindung in die Großstadt Altona/Elbe im Jahr 1927 wurde Iserbrook Erweiterterungsgebiet für die städtische Besiedelung, da dort ein erheblicher Bedarf an Wohnraum bestand. So entstanden die typischen Siedlungen.
Mit Mitteln der städtischen Siedlungs-Aktiengesellschaft Altona (SAGA) entstand die denkmalgeschützte Häuserzeile an der Sülldorfer Landstraße: Das erste Haus wurde 1924 in Rotklinker in Eigenleistung für 20.000 Reichsmark errichtet. Dahinter entstand nördlich in sehr lockerer Anordnung ein Siedlungsgebiet, dessen Parzellen mit einer Größe von 1.000 qm auf die Selbstversorgung der Bewohner durch Land- und Gartenwirtschaft angelegt war.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Schenefelder Landstraße entstand in der Nazi-Zeit eine Siedlung aus kleinen Doppelhäusern auf kleinen Grundstücken; diese wurden seinerzeit gezielt an "verdiente Partei-Genossen" verkauft, weswegen die Siedlung auch den ironischen Spitznamen "Frontkämpfer-Siedlung" bekam.
Durch den gestiegenen Wohnraumbedarf in Folge des zweiten Weltkrieges setzte sich die Siedlungsbildung fort. Am Schenefelder Holt entstand in den 1970er Jahren eine zeittypische Großwohnsiedlung mit Blick über die Osdorfer Feldmark auf die Siedlung Osdorfer Born. Während Iserbrook zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch weniger als 1.000 Einwohner hatte, zählt es heute mit über 10.000 Einwohnern zu den größeren der 103 Stadtteile Hamburgs.
Iserbrook grenzt im Westen an Hamburg-Sülldorf, im Norden an Schenefeld (Kreis Pinneberg), im Südwesten an Hamburg-Blankenese, im Südosten an Hamburg-Nienstedten und im Osten an Hamburg-Osdorf.
Der Bahnhof Iserbrook wurde erst in den 1980er Jahren modernisiert. Die Strecke wurde auf einen sieben Meter hohen Damm verlegt, um die Bahnübergänge über die Straßen Hasenhöhe und Sülldorfer Landstraße durch Brücken ersetzen zu können. Aus Kostengründen wurde der Streckenabschnitt zwischen Blankenese und Sülldorf eingleisig gelassen. So muss jeder von Blankenese kommende Zug immer erst bis Sülldorf fahren, damit dort ein Zug der Gegenrichtung nach Blankenese und weiter in die Innenstadt abfahren kann. Da sich die Züge am Iserbrooker Bahnhof nicht kreuzen können, ist er in betrieblicher Hinsicht ein Haltepunkt. Er liegt im Dreieck zwischen Sülldorfer Landstraße, Hasenhöhe und Heidrehmen und wurde durch die Modernisierung ein wenig nach Nordwesten verlegt. Gleichzeitig entstand ein kleiner Busbahnhof mit Parkplätzen an der Sülldorfer Landstraße.
Aber Iserbrook ist sehr schwach frequentiert: Die S-Bahnen fahren außerhalb der Hauptverkehrszeiten im 20-Minuten Takt, die Busse nach Schenefeld im 10 Minuten-Takt. Die Züge in die Innenstadt fahren seit Jahrzehnten immer zu den Minuten 13, 33 und 53 ab, die Züge Richtung Wedel immer vier Minuten vorher. Kommt der Zug nach Wedel zu spät, fährt auch der Zug Richtung Innenstadt später. Diese Verspätung bleibt dann meist auf seinem weiteren Laufweg erhalten.
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