| Harburg in Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Hamburg-Stadtteilkarte-Harburg.jpg | |||||||||||||||||
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| Basisdaten Bezirk | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 161 km² (21% von Hamburg) | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 199.976 (2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1242 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung des Stadtgebiets: | 18 Stadtteile | ||
| Basisdaten Stadtteil | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 3,9 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 20241 (2002) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 5251 Einwohner je km² | ||||||||||
Harburg ist der Name eines Bezirks im Süden von Hamburg und eines Stadtteils in diesem Bezirk.
An den Bezirk Harburg grenzen im Norden der Bezirk Hamburg-Mitte und im Osten der Bezirk Bergedorf. Im Süden liegt der niedersächsische Landkreis Harburg und im Westen der Landkreis Stade.
An den Stadtteil Harburg grenzen die Stadtteile Neuland und Gut Moor im Osten, Wilstorf im Süden, Eißendorf und Heimfeld im Westen und Wilhelmsburg im Norden.
Die Stadt gehörte bis 1937 zum Land Hannover bzw. zur preußischen Provinz Hannover. 1927 wurde sie mit der benachbarten Stadt Wilhelmsburg zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg vereinigt, welche ein eigenständiger Stadtkreis war. Dennoch blieb Harburg weiterhin Kreisstadt (Sitz) des Landkreises Harburg.
Durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ der Reichsregierung von 1937 wurde der Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg zusammen mit den Stadtkreisen Altona und Wandsbek sowie anderen Gemeinden dem Staat Hamburg angeschlossen. Zum 1. April 1938 wurden dadurch alle bis dato mehr oder weniger selbständigen Städte und Gemeinden des Staates Hamburg zur Einheitsgemeinde Hamburg vereinigt. Der Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Harburg verblieb dabei in Harburg.
Am 21. November 1944 wurde die Harburger Innenstadt durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Da das Kreishaus des Landkreises Harburg auch zerstört wurde, verlor Harburg den Sitz der Kreisverwaltung an Winsen (Luhe).
1949 wurde in Harburg ein Obusbetrieb als Ersatz für zwei stillgelegte Straßenbahnlinien eingerichtet, der bis 1958 bestand. Im Mai 1971 verlor Harburg seine letzte Straßenbahnverbindung, die Linie 11. Dafür wurde 1983 der S-Bahn-Tunnel unter der Harburger Innenstadt in Betrieb genommen.
Harburg gilt einerseits als Boom-Region innerhalb Hamburgs, die neben neuen Bürohochhäusern durchaus angenehme, durchgrünte Wohnviertel bietet. Anderseits hat Harburg den großen Strukturwandel vom Industrie- zum Dienstleistungs- und Einkaufsort noch lange nicht abgeschlossen. Die Innenstadt etwa wirkt auf Zugereiste wie eine Versammlung von willkürlich aneinandergereiten Gebäuden aus allen Epochen. Wirkliche Baudenkmale (Rathaus, Bahnhof) gibt es wenig, die rasche Erneuerung der Harburger Innenstadt hat kaum charaktervolle Bauten aufzuweisen. Lediglich Shopping-Paläste der 60er Jahre (Karstadt) und der Gegenwart (Phoenix) stechen aus dem städtebaulichen Einerlei positiv hervor. Um so beeindruckender ist das Wachstum des so genannten Channel-Viertels um den Harburger Hafen mit seinen modernen Bürobauten. Auch hier ist allerdings architektonische Qualität noch selten.
In der Nacht vom 27. auf den 28. März 2006 zog im Gefolge schwerer Gewitter ein Tornado eine Schneise der Verwüstung durch den Stadtteil Harburg. Im Harburger Binnenhafen wurden zwei Kranführer beim Umstürzen der Kräne getötet, zwei weitere Personen schwer verletzt. Das Aluminiumdach eines Bootsschuppens durchtrennte zwei Stromleitungen. Der Kurzschluss verursachte einen Stromausfall, von dem 300.000 Einwohner, das Krankenhaus Harburg und das Schiffsmeldewerk, das den Schiffsverkehr der Region überwacht, mehrere Stunden betroffen waren. Harburg-Tornado 2006: Fotoreportage
Die folgende Übersicht zeigt die Volkszählungsergebnisse der Gemeinde Harburg nach dem jeweiligen Gebietsstand. Mit der Vereinigung 1927 zu Harburg-Wilhelmsburg überschritt die Einwohnerzahl der Gemeinde die Grenze von 100.000 und machte sie zur Großstadt. Bei der Zählung am 16. Juni 1933 hatte die Stadt 112.593 Einwohner. Seit dem 1. Januar 1938 ist sie Teil der Stadt Hamburg. Die Einwohnerzahlen beziehen sich ab 1861 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“ und ab 1925 auf die Wohnbevölkerung.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 3. Dezember 1861 | 12.200 |
| 3. Dezember 1864 | 13.500 |
| 3. Dezember 1867 | 14.200 |
| 1. Dezember 1875 | 17.100 |
| 1. Dezember 1880 | 19.100 |
| 1. Dezember 1885 | 22.341 |
| 1. Dezember 1890 | 35.081 |
| 2. Dezember 1895 | 42.579 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1900 | 49.153 |
| 1. Dezember 1905 | 55.676 |
| 1. Dezember 1910 | 67.025 |
| 1. Dezember 1916 | 57.009 |
| 5. Dezember 1917 | 55.842 |
| 8. Oktober 1919 | 65.933 |
| 16. Juni 1925 | 72.905 |
Am Bahnhof Hamburg-Harburg treffen die Eisenbahnstrecken Hamburg-Hannover und Hamburg-Bremen (Rollbahn) mit den Strecken nach Cuxhaven (Unterelbebahn) und nach Hamburg zusammen. Eine Strecke der Hamburger S-Bahn, auf der die Linien S3 und S31 verkehren, führt aus der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg und die Harburger Innenstadt nach Neugraben im Westen des Bezirks.
Durch Harburg verläuft außerdem der Radfernweg Hamburg-Bremen.
Im Stadtteil Neuland liegt, nahe der Anschlussstelle Hamburg-Harburg der A1, der Neuländer See. Neben einem Badestrand und Liegewiesen gibt es hier auch eine Wasserskianlage.
Von Plastiken - beeinflusst von der Berliner Schule Anfang des 20. Jahrhunderts - bis zur Minimal Concept Kunst Hanne Darbovens ist bis heute ein interessanter Mix von „Kunst im öffentlichen Raum“ realisiert worden, der allein eine Reise in den Stadtteil lohnt.
Der Rieckhof ist ein Kulturzentrum, in dem regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen (z. B. Volkshochschule) stattfinden.
Das Helms-Museum ist zugleich Hamburger Museum für Archäologie und informiert über die Geschichte Harburgs. Im Hauptgebäude am Museumsplatz ist auch das Harburger Theater untergebracht.
Seit 2000 widmet sich der Kunstverein Harburger Bahnhof im Fernbahnhof (über Gleis 3/4) zunächst internationaler, in letzter Zeit regionaler, zeitgenössischer Kunst. Im benachbareten Jazzclub Hamburg Consortium Harburg [http://www.consortium-harburg.de" target="_blank" >*gibt es regelmäßig Jazz-Konzerte.
Das Harburger Mahnmal gegen Faschismus von Jochen Gerz ist nur noch durch eine Sichtluke im Eingang der S-Bahn Station Harburg-Rathaus zu sehen.
Der Harburger Hafen: Überwinterungshafen für Segelschoner und urbanes, lebendiges Hafenquartier. Der Harburger Hafen wird von den internationalen Eignern vieler Segelschoner als Überwinterungshafen genutzt. Nach zum Teil sehr ausgedehnten Segeltouren mit Schwerpunkt Nord- und Ostsee kehren die Segelschiffe in das sichere - durch eine Schleuse tideunabhängige - Gewässer des Harburger Hafens zurück. Durch die unmittelbare Nähe zur faszinierend hafenprägenden Jöhnk-Werft können Instandsetzungsarbeiten schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Damit sitzt Harburg in der ersten Reihe, wenn es um die spannende Nähe zu Segelschiffen geht.
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