Hamburg-
Groß Flottbek ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt
Hamburg. Er ist ein Teil des Bezirks
Altona und der
Elbvororte.
Der Stadtteil ist wesentlich von Wohngebieten geprägt und hat sich aus einer ursprünglich dörflichen Struktur heraus zu einem von vielen Stadtteilen Hamburgs entwickelt.
Der Name leitet sich von der Flottbek ab, einem südwärts zur Elbe fließenden Bach.
Geografie
Ausdehnung des Stadtgebiets, Nachbarstadtteile
Im Bereich Altona ist Groß Flottbek sehr zentral gelegen. In Bezug auf seine Fläche ist Groß Flottbek als ein eher kleiner Stadtteil Hamburgs einzustufen.
Westlich schließt sich an Groß Flottbek
Osdorf an, nördlich und östlich
Bahrenfeld sowie südlich, z.T. abgegrenzt durch die S-Bahnverbindung,
Othmarschen.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Klein und Groß Flottbek (plattdeutsch: Lütten un Groten Flöbbeek) ist auf das Jahr 1305 datiert. Daraus resultiert die 700-Jahr-Feier im Stadtteil im Sommer 2005.
Großflottbeck (wie es sich noch Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb) gehörte zunächst zur Grafschaft Stormarn, ab 1304 bzw. 1307 zur Grafschaft
Holstein-Pinneberg, die ab 1640 in
Personalunion von den
dänischen Königen regiert wurde, und fiel
1866 an Preußen.
1927 wurde die selbständige
pinnebergische Landgemeinde durch das
Groß-Altona-Gesetz zum Vorort der Großstadt
Altona/Elbe und ging
1938 zusammen mit Altona in Hamburg auf.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
In Groß Flottbek finden sich in erster Linie größere Einzelhäuser und Reihenhaussiedlungen. Hieran lässt sich erkennen, dass in diesem Stadtteil das Durchschnittseinkommen vergleichsweise hoch liegt.
Nennenswerte Objekte sind ferner
- die von Raabe & Wöhlecke entworfene Flottbeker Kirche,
- die Schulen am Windmühlenweg und in der Straße Röbbek (1874,1898/99 und 1905 erbaut).
- sowie mehrere Reetdachhäuser, welche noch die ehemals dörfliche Struktur erahnen lassen.
Kirchen
Außer der vorstehend genannten Flottbeker Kirche liegen an der Ebertallee noch die evangelische Melanchthonkirche und die katholische St.Paulus-Augustinus-Kirche.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
DSC03065 GNU-FDL.jpgMarkante Verkehrswege, welche sich durch Groß Flottbek ziehen, sind die
B 431 (Osdorfer Landstraße / Osdorfer Weg) und die
Autobahn A7, die sich am Ostrand des Stadtteils zum
Elbtunnel hinzieht. Nach Süden wird der Stadtteil von der
S-Bahnstrecke Altona–Blankenese (Linie
S1) begrenzt. Dort, auf der Grenze zu
Othmarschen, befindet sich auch der gleichnamige S-Bahnhof.
Ansässige Unternehmen
Groß Flottbek ist Heimat vieler Restaurants und 51 ansässiger Handwerksbetriebe (Stand: 2003). Gegenüber 2002 hat die Zahl der Handwerksbetriebe um 7 abgenommen. Der Wochenmarkt, kleinere Geschäfte und einige Supermärkte sind weitere Bestandteile des Groß Flottbeker Wirtschaftsgeschehens.
Die
Waitzstraße am S-Bahnhof
Othmarschen ist eine gediegene und teure Einkaufsstraße.
Bildung
In Groß Flottbek befindet sich lediglich eine Grundschule (im Windmühlenweg) mit 376 Schülern (
2005), außerdem eine berufsbildende Schule in den Gebäuden des ehemaligen
Ernst-Schlee-Gymnasiums am Ohlenkamp. Weiterführende Schulen hat der Stadtteil nicht mehr; dies ist begründet durch die Tatsache, dass in den Nachbarstadtteilen diverse Schulen vorhanden sind (z.B. neun in Osdorf, sieben in Othmarschen). In der Ebertallee gibt es zudem das
Johannes-Brahms-
Konservatorium.
Wegen der stadtnahen, aber grünen Lage beliebt sind die drei Studentenwohnheime an Kalckreuthweg bzw. Kaulbachstraße.
Siehe auch
Weblinks
Stadtteil (Hamburg) | Bezirk Hamburg-Altona