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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Eimsbüttel
Fläche: 8,7 km²
Einwohner: 29.979 (2003)
Bevölkerungsdichte: 3 450 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH
Eidelstedt ist ein Stadtteil am nordwestlichen Rand Hamburgs im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel.

Geografie


Benachbarte Stadtteile und Gemeinden

Eidelstedt grenzt im Norden an den Hamburger Stadtteil Schnelsen, im Osten an Niendorf, im Süden an Stellingen und Bahrenfeld, im Südwesten an Lurup und im Nordwesten an die Schleswig-Holsteinischen Gemeinden Halstenbek und Rellingen.

Gliederung des Stadtteils

Eidelstedt blickt, wie viele Stadtteile des heutigen Hamburg, auf eine lange Geschichte als Bauerndorf zurück. Davon sind jedoch nicht viele Zeugnisse übrig geblieben: aufgelockerte Wohnbebauung aus den 1950er bis 70er Jahren mit Hochhäusern, Wohnblöcken und Einfamilienhäusern und dazwischen zahlreiche vielbefahrene Hauptverkehrswege prägen das Ortsbild. Trotz viel Beton und gelbverklinkerter Einfamilienhäuser ist Eidelstedt ein recht grüner Stadtteil geblieben, der abseits der Hauptstraßen eine ruhige Nähe zum ländlichen Umland zeigt (das allerdings auch nicht viel anders aussieht). Das Ortszentrum am Eidelstedter Platz, einem Verkehrsknotenpunkt, hat den Charakter eines mittelgroßen, etwas verstreuten Einkaufszentrums. Die Eidelstedter Feldmark im östlichen Drittel des Stadtteils, jenseits der Autobahn, ist Weideland geblieben und soll als naturnaher Zwischenraum zwischen zwei Hamburger Siedlungsachsen erhalten bleiben.

Geschichte


1950-1965 gab es in Hamburg zahlreiche Beschwerden wegen der Geruchsbelästigung durch Eidelstedter Betriebe, insbesondere einer Fischmehlfabrik.

1979 kam es zu einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuß in Hamburg wegen chemischer Kampfmittel- und Giftfunde auf dem Gelände der Fa. Dr. Stoltzenberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

Das Eidelstedter Bürgerhaus ist ein Stadtteilkulturzentrum. Es bietet Theateraufführungen, Sprachkurse und ähnliches an.

Parks

An der Kieler Straße nördlich der Güterumgehungsbahn liegt der Sola-Bona-Park. Er bildet das südliche Eingangstor zur Eidelstedter Feldmark und hat seinen Namen von einer Inschrift an einem benachbarten Kinderheim: "sola bona quae honesta" ("Nur die Dinge sind gut, die anständig sind").

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Durch den Stadtteil verläuft in Nord-Süd-Richtung die Autobahn A 7, am Autobahndreieck Hamburg-Nordwest zweigt davon die A 23 nach Heide (Holstein) ab. Die Bundesstraße 4 führt ebenfalls durch Eidelstedt. Sie verläuft zwischen den Anschlußstellen Hamburg-Stellingen (Nr. 26, im gleichnamigen Stadtteil und an der A 7 gelegen) und Hamburg-Eidelstedt (Nr. 21, an der A 23) auf der Autobahn, die in diesem Bereich 1964 zur Umgehung des Eidelstedter Ortskerns eröffnet wurde. Dennoch ist bis heute die frühere Strecke der B 4 eine vielbefahrene Durchgangsstraße geblieben. Sie wurde in einigen Teilen zweispurig ausgebaut, besitzt jedoch eine Reihe von ein- und anderthalbspurigen Engpässen. Am Eidelstedter Platz trifft sie mit der äußersten der drei Hamburger Ringstraßen, dem Ring 3, zusammen, der im Bereich von Eidelstedt fast durchgehend einspurig ist. Regelmäßige Verkehrsstauungen zu den Spitzenzeiten sind die Folge. Davon mit betroffen sind die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs, die ihre hier entstandenen Verspätungen bis in entfernte Stadtteile tragen.

Am südwestlichen Rand Eidelstedts verläuft die Eisenbahnstrecke Hamburg-AltonaElmshorn mit den umfangreichen Anlagen des Bahnbetriebswerks Hamburg-Eidelstedt, das 1991 auf dem Gelände des stillgelegten Rangierbahnhofs Eidelstedt eröffnet wurde. Hier werden auch die nach Hamburg kommenden ICE-Züge gereinigt und gewartet. Am nördlichen Rand der Bahnanlagen verläuft die Strecke Diebsteich–Pinneberg der S-Bahn Hamburg mit den Bahnhöfen Eidelstedt (der bereits im Stadtteil Stellingen liegt) und Elbgaustraße (Linien S21 und S3). Hinter dem letzteren befindet sich eines der beiden S-Bahn-Betriebswerke in Hamburg.

Am Bahnhof Eidelstedt trifft die Stammstrecke der Eisenbahn Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), die den Stadtteil in Nord-Süd-Richtung durchquert, auf die S-Bahn-Strecke. Die Züge der AKN (Linie A1) beginnen und enden hier üblicherweise, seit Dezember 2004 fahren einzelne auch im Verlauf der S-Bahn über Dammtor zum Hamburger Hauptbahnhof weiter. Der Eidelstedter Bahnhof befindet sich in einem ziemlich maroden Zustand, soll aber bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 renoviert werden. Ausserdem soll eine kreuzungsfreien Einfädelung der eingleisigen AKN-Strecke geschaffen werden. Der nördlich und etwas abseits des Eidelstedter Ortskerns gelegene Bahnhof Eidelstedt Ost wurde 2004 durch die futuristisch anmutende Station Eidelstedt Zentrum ersetzt. Ab hier ist die Strecke in Richtung Norden zweigleisig. Am nördlichen Rand des Stadtteils befindet sich seit 2004 der neue Bahnhof Hörgensweg in der Nachbarschaft einiger großer Bau- und Supermärkte.

Bild:Hh-eidelstedt-zentrumbf.jpg|Einfahrt zur Station Eidelstedt Zentrum, darüber das Zugangsgebäude. Bild:Hh-eidelstedt-zentrumbf2.jpg|Innenansicht Station Eidelstedt Zentrum

Die südliche Grenze Eidelstedts bildet die Hamburger Güterumgehungsbahn nach Rothenburgsort, die nördlich des Eidelstedter Bahnhofs in den Bereich des ehemaligen Rangierbahnhofs einmündet und dort Anschluss an die Strecke nach Elmshorn/ Neumünster hat.

Medien

In Eidelstedt erscheint seit mehr als 30 Jahren eine Stadtteilzeitung, der „Eidelstedter Anzeiger“ mit einer Auflage von rund 30.000 Exemplaren. Als weitere Publikation erscheint das „Eidelstedter Wochenblatt“.

Öffentliche Einrichtungen

Die Freiwillige Feuerwehr Eidelstedt hat ihre Dienststelle am Furtweg.

Bildung

Sport

  • SV Eidelstedt von 1880 e.V. (Nach der Fusion des Eidelstedter Sportverein 1910 e.V. mit ETSV Altona-Eidelstedt von 1880 e.V. am 01. Juli 2003 größter Sportverein in Hamburgs Westen)
  • SV Krupunder/Lohkamp e.V.
  • SC Elbgau von 2005 e.V.

Weblinks


Stadtteil (Hamburg)

 

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