Duvenstedt ist ein Stadtteil der Hansestadt
Hamburg im
Bezirk Hamburg-Wandsbek. Es ist eines der
Walddörfer.
Geschichte
Duvenstedt wurde erstmals
1261 erwähnt. Die Bauern leisteten zu diesem Zeitpunkt ihren Zehnten an das Hamburger Domkapitel. Der Herzog von Lauenburg verpfändete das Dorf im Jahre 1571 an den holsteinischen Herzog Adolf. Seit dem
15. Jahrhundert gehörte es zum alten landesherrlichen
Amt Tremsbüttel. Ab
1693 kam es wirtschaftlich zum neu gebildeten
Kanzleigut Tangstedt, dem bis in das Jahr
1876 Hand- und Spanndienste geleistet werden mussten.
1830 bestanden in Duvenstedt sieben Voll und acht Halbhufen, sowie 16 Hauseigentümerstellen.
Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam Duvenstedt zum Amtsbezirk Tangstedt im Kreis Stormarn. 1937 wurde es im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Das plattdeutsche Amateurtheater Duvenstedt führt seit über 30 Jahren regelmäßig im Frühjahr und Herbst ein Theaterstück auf. Diese Aufführungen erfreuen sich großer Beliebtheit und tragen viel zur Stadtteilkultur bei.
Stadtteilkultur
Zentrale Institution des kulturellen Zusammenseins ist - neben den beiden Sportvereinen und der freiwilligen Feuerwehr - die Vereinigung Duvenstedt. Angesiedelt im nach dem verstorbenen Gründer benannten Max-Kramp-Haus, bietet die Vereinigung Duvenstedt vielen Interessengemeinschaften Raum und Forum. Neben zahlreichen Aktivitäten vor allem für Kinder und Jugendliche kann man dort u. a. an verschiedensten Kursen, Workshops u. ä. teilnehmen, wie z. B. Spanisch-Kurs, Feldenkrais, Krabbelgruppen um nur ein paar zu nennen. Auch das seit etlichen Jahren bestehende plattdeutsche Amateur-Theater sowie das Blasorchester (s. u.) sind Teil der Vereinigung Duvenstedt.
Ebenso trifft sich regelmäßig der Ortsausschuss zu öffentlichen und nicht-öffentlichen Sitzungen und gestalt die Regionalpolitik aktiv mit.
Sinnvolle Freizeit:
Seit 1891 besteht die Freiwillige Feuerwehr des Ortes und ist an 365 Tagen rund um die Uhr für die Bevölkerung da.
Musik
Unter dem Dach der Vereinigung Duvenstedt ist seit 1981 das Blasorchester Duvenstedt tätig, welches aus dem im Jahre 1967 gegründeten Jugendspielmannszug hervorging. Regelmäßig findet seit 1997 im Frühjahr um Ostern ein Frühjahrskonzert statt, bei dem das Blasorchester seine neuen Stücke vorstellt. Längst hat sich dieses Konzert zu einer Tradition entwickelt, die immer mehr begeisterte Anhänger (und Zuhörer) weit über die Grenzen Duvenstedts hinaus findet. Des Weiteren spielt das Orchester bei allen möglichen privaten und öffentlichen Veranstaltungen, wie z. B. Stadtteilfesten, Hamburger Hafengeburtstag, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern etc.
Naturdenkmäler
Der
Duvenstedter Brook wurde
1939 unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet wurde seit Jahrhunderten von den Bauern der Dörfer Duvenstedt und
Lemsahl-Mellingstedt als Viehweide und zum Torfstich genutzt. Der eigentliche Brook gehörte seit dem
17. Jahrhundert zum
Kanzleigut Tangstedt. Dessen Rechte wurden in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts abgelöst. Der Brook war in dieser Zeit bevorzugtes Jagdgebiet der
Wellingsbütteler Gutsbesitzerfamilie
Jauch, die es zu ihren Flächen zupachtete und dort Fasane aussetzten. Hamburg kaufte
1925 große Teile des Brooks. Der Rest fiel
1937 mit dem
Groß-Hamburg-Gesetz ebenfalls an die Hansestadt. Heute ist der Brook Hamburgs größtes Naturschutzgebiet mit den - nach Öffnung eines Rotwildgatters nach dem Zweiten Weltkrieg - stärksten Hirschen Deutschlands.
Sport
Im Stadtteil sind der
TSV DuWo 08 und der
Duvenstedter SV aktiv.
Literatur
Weblinks
Stadtteil (Hamburg) | Bezirk Hamburg-Wandsbek