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Basisdaten (Stadtteil)
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Bundesland: Hamburg
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Bezirk: Wandsbek
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Fläche: 10,1 km²
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Einwohner: 50491 (2002)
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Bevölkerungsdichte: 5003 Einwohner je km²
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Vorwahl: 040
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Kfz-Kennzeichen: HH
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Bramfeld ist ein Stadtteil von Hamburg im Bezirk Hamburg-Wandsbek. Der Ortsamtsbereich Bramfeld umfasst die Stadtteile Bramfeld und Steilshoop mit rd. 70.000 Einwohnern, der Stadtteil hingegen umfasst nur etwa 50.000 Einwohner. Zu Bramfeld gehört auch das ehemalige Dorf Hellbrook.

Geografie


Aue der Seebek als Grenzbach zwischen Hamburg-Barmbek-Nord und Hamburg-Bramfeld.jpg.]] Hh-bramfeld-grenzstein.jpg

Geografische Lage

Am Rande Bramfelds, nördlich von Steilshoop, liegt der Bramfelder See. Er ist einer der größten Seen Hamburgs und ein beliebtes Ausflugsziel für Jogger, Walker und zum Spazierengehen. Die Bäche Seebek und Osterbek durchfließen den Stadtteil, wobei die Seebek, die früher auch Grenzbach genannt wurde (vgl.: Grenzbachstraße), auf dem Großteil ihres Laufes die Grenze zu Barmbek-Nord bildet.

Geschichte


Erstmals wurde Bramfeld 1271 in einer Urkunde erwähnt, es bestand damals aus 10 Höfen. Bramfeld gehörte zum alten landesherrlichen Amt Trittau. Der Name leitet sich von dem norddeutschen Wort "Bram" ab, was Ginster bedeutet. Ginster ist eine gelbe Pflanze, die charakteristisch für dieses ehemalige Dorf war und dort an vielen Feldern wuchs. Daher kommt auch der Name "Bramfeld". Diese Pflanze ist auch im Bramfelder Wappen zu sehen.

Bramfeld war lange Zeit wichtiger Gemüselieferant für Hamburg. Die Bauern des Ortes hatten mit erbrachten Fuhrgeschäften einen Nebenverdienst, denn durch Bramfeld führte eine wichtige Handelsstraße von Hamburg nach Lübeck. 1663 wurde in Bramfeld die erste Brandgilde Stormarns gegründet. Seit 1880 siedelten sich in der Hellbrooker Gegend (etwa da wo heute die Techniker Krankenkasse ihre Hauptverwaltung hat) Industrie- und Gewerbebetriebe an. Den Eingang zur Techniker Krankenkasse bildet die Eingangshalle der ehemaligen Margarinenfabrik "Voss", die unter Denkmalschutz steht.

Bramfeld gehörte seit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen 1864 zum Kreis Stormarn. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform 1889 wurde Bramfeld dem stormarnschen Amtsbezirk Poppenbüttel zugeschlagen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums bildete Bramfeld seit 1910 mit Steilshoop einen eigenen Amtsbezirk, der dem heutigen Ortsamtsbereich entspricht.

Im Rahmen des Hamburger Aufstandes der KPD wird am 23. Oktober 1923 die Polizeiwache überfallen und dort liegenden Waffen erbeutet. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 kam Bramfeld zu Hamburg und wurde mit Bildung der Verwaltungsbezirke dem Bezirk Wandsbek zugeschlagen.

Einwohnerentwicklung

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Kultur und Sehenswürdigkeiten


Osterkirche
Der Kirchenbau entstand 1913-14 nach Plänen von Wilhelm Voigt. Das Pastorat schuf 1908 C.W. Gundlach.

Altes Schulgebäude
Das Schulhaus entstand 1888-89 als Ersatz für die alte Schulkate.
Gemeindeverwaltung
Als Gebäude der Gemeindeverwaltung errichtete man 1911-12 das „Rathaus“ nach Plänen von Peter Claussen.
Siedlung Hohnerkamp
Die Siedlung mit 1530 Wohnungen wurde 1953-54 nach Plänen von Hans Bernhard Reichow erbaut. Sie ist eingebettet in eine großzügig angelegte Grün- und Gartenanlage.

Als in den 1980er Jahren erheblicher Renovierungsbedarf entstanden war, entschied die Wohnungsbaugesellschaft SAGA, das Abriss und Neubau rentabler wäre. Dies rief erheblichen Bürgerprotest und Hausbesetzungen hervor. Seit 1987 stehen die Fassaden der Gebäude unter Denkmalschutz. Im Jahre 2004 wohnten noch rund 150 Menschen seit den Tagen des Erstbezugs in ihrer Siedlung.

„...erstmals ein kompromisslos nach Südwesten orientierter Wohnungsbau, erstmals eine konsequente Trennung des Fuß- und Radverkehrs vom Autoverkehr und schließlich (fast) zum ersten Mal der vom sozialen Engagement zeugende Versuch zur sozialen Mischung durch die Kombination unterschiedlicher Bautypen, wie zweigeschossige Reihenhäuser, dreigeschossige Mietwohnungszeilen und sechsgeschossige ‚Punkthäuser‘ in vielfältiger Gruppierung.
Seine unverwechselbare Gestalt erlangte der Hohnerkamp durch die besondere Handschrift seines Architekten, Hans Bernhard Reichow, mit seinen Vorstellungen von einer ‚organischen‘ Stadtbaukunst, die alle rational hergeleitete Rechtwinklichkeit entschieden ablehnte und uns so ein faszinierendes Beispiel des fließenden und geschwungenen Raumes hinterlassen hat.“

Hamburgs Oberbaudirektor, Professor Jörn Walter, in seinem Grußwort zum Jubiläum „50 Jahre Gartenstadt Hohnerkamp“

Bauwerke
Bild:Hh-hohnerkamp.jpg|Hohnerkamp-Reihenhäuser in den Original-Pastellfarben der 1950er Jahre.

Bild:Hh-bramfeld-dorfplatz.jpg|Dorfplatz:
Solarpanel statt Reetdach Bild:Hh-bramfeld-alteschule.jpg|Dorfplatz:
Altes Schulgebäude Bild:Hh-bramfeld-gasthof.jpg|Dorfplatz:
„Rathaus“, heute Gasthof

Wirtschaft und Infrastruktur


Hh-bramfeld-cocacola.jpg Abfüllwerk]]

Ansässige Unternehmen

Der Otto-Versand hat seine Zentrale in Bramfeld. Die Baumarkt-Kette Max Bahr hat im Stadtteil ihren Stammsitz; sie ist aus einem traditionsreichen Schreiner-Betrieb (seit dem 18. Jahrhundert im Dorf nachgewiesen) entstanden. Die Stammfiliale wurde 1879 eröffnet. Damals war sie noch ein Schuppen.

Seit über 25 Jahren existiert direkt am Dorfplatz das Spiel + Hobby Haus Hartfelder. "Attraktion" dieses Geschäfts war und ist eine elektrisch betriebene Eisenbahn, die per Handsensor an der Glasscheibe des Schaufensters gestartet wird.

Die Vattenfall (ehemals HEW) AG unterhält in Bramfeld einen großen Betriebshof (Fuhrpark, Zählerwesen, etc.) und ein Ausbildungszentrum. Außerdem betreibt die Max Schmeling GmbH an der Wandsbeker Straße eine Coca-Cola-Abfüll- und Vertriebsanlage für Norddeutschland. Die Musikgruppe Scooter hat beim Bramfelder Dorfplatz über einer Konditorei ihr Produktionsstudio. Scooter-Frontmann H.P. Baxxter lebte die längste Zeit seines Lebens in Bramfeld.

Als öffentliche Einrichtungen gibt es dort das Ortsamt Bramfeld, eine Wache der Freiwilligen Feuerwehr und das Polizeikommissariat 36. Die wichtigste Verkehrsstraße ist die Bramfelder Chaussee, die von Barmbek-Nord bis fast nach Wellingsbüttel führt. Es gibt auch dort viele Schulen (Hegholt, Gymnasium Bramfeld, Gymnasium Grootmoor, Gymnasium Osterbek, Eenstock, etc.). An der Fabriciusstraße liegt das Hallenbad Bramfeld. Dieses entging im Zuge der Bäderland-Sanierung 2005 knapp der Schließung, wogegen die Bürger vorher stark protestierten.

Bild:Hh-bramfeld-otto.jpg|OTTO-Verwaltung Bild:Hh-bramfeld-maxbahr3.jpg|MAX BAHR

Literatur


Siegfried Seeler, Ingrid Seeler, Bramfeld, Hellbrook, Steilshoop. Vom Dorf zum Stadtteil, Hamburg, 1988.

Weblinks


Stadtteil (Hamburg) | Bezirk Hamburg-Wandsbek

 

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