| Basisdaten (Stadtteil) | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Hamburg | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Wandsbek | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 10,1 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 50491 (2002) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 5003 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 040 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | HH
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Bramfeld war lange Zeit wichtiger Gemüselieferant für Hamburg. Die Bauern des Ortes hatten mit erbrachten Fuhrgeschäften einen Nebenverdienst, denn durch Bramfeld führte eine wichtige Handelsstraße von Hamburg nach Lübeck. 1663 wurde in Bramfeld die erste Brandgilde Stormarns gegründet. Seit 1880 siedelten sich in der Hellbrooker Gegend (etwa da wo heute die Techniker Krankenkasse ihre Hauptverwaltung hat) Industrie- und Gewerbebetriebe an. Den Eingang zur Techniker Krankenkasse bildet die Eingangshalle der ehemaligen Margarinenfabrik "Voss", die unter Denkmalschutz steht.
Bramfeld gehörte seit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen 1864 zum Kreis Stormarn. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform 1889 wurde Bramfeld dem stormarnschen Amtsbezirk Poppenbüttel zugeschlagen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums bildete Bramfeld seit 1910 mit Steilshoop einen eigenen Amtsbezirk, der dem heutigen Ortsamtsbereich entspricht.
Im Rahmen des Hamburger Aufstandes der KPD wird am 23. Oktober 1923 die Polizeiwache überfallen und dort liegenden Waffen erbeutet. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 kam Bramfeld zu Hamburg und wurde mit Bildung der Verwaltungsbezirke dem Bezirk Wandsbek zugeschlagen.
Als in den 1980er Jahren erheblicher Renovierungsbedarf entstanden war, entschied die Wohnungsbaugesellschaft SAGA, das Abriss und Neubau rentabler wäre. Dies rief erheblichen Bürgerprotest und Hausbesetzungen hervor. Seit 1987 stehen die Fassaden der Gebäude unter Denkmalschutz. Im Jahre 2004 wohnten noch rund 150 Menschen seit den Tagen des Erstbezugs in ihrer Siedlung.
„...erstmals ein kompromisslos nach Südwesten orientierter Wohnungsbau, erstmals eine konsequente Trennung des Fuß- und Radverkehrs vom Autoverkehr und schließlich (fast) zum ersten Mal der vom sozialen Engagement zeugende Versuch zur sozialen Mischung durch die Kombination unterschiedlicher Bautypen, wie zweigeschossige Reihenhäuser, dreigeschossige Mietwohnungszeilen und sechsgeschossige ‚Punkthäuser‘ in vielfältiger Gruppierung.
Seine unverwechselbare Gestalt erlangte der Hohnerkamp durch die besondere Handschrift seines Architekten, Hans Bernhard Reichow, mit seinen Vorstellungen von einer ‚organischen‘ Stadtbaukunst, die alle rational hergeleitete Rechtwinklichkeit entschieden ablehnte und uns so ein faszinierendes Beispiel des fließenden und geschwungenen Raumes hinterlassen hat.“
Bild:Hh-bramfeld-dorfplatz.jpg|Dorfplatz:
Solarpanel statt Reetdach
Bild:Hh-bramfeld-alteschule.jpg|Dorfplatz:
Altes Schulgebäude
Bild:Hh-bramfeld-gasthof.jpg|Dorfplatz:
„Rathaus“, heute Gasthof
Hh-bramfeld-cocacola.jpg Abfüllwerk]]
Seit über 25 Jahren existiert direkt am Dorfplatz das Spiel + Hobby Haus Hartfelder. "Attraktion" dieses Geschäfts war und ist eine elektrisch betriebene Eisenbahn, die per Handsensor an der Glasscheibe des Schaufensters gestartet wird.
Die Vattenfall (ehemals HEW) AG unterhält in Bramfeld einen großen Betriebshof (Fuhrpark, Zählerwesen, etc.) und ein Ausbildungszentrum. Außerdem betreibt die Max Schmeling GmbH an der Wandsbeker Straße eine Coca-Cola-Abfüll- und Vertriebsanlage für Norddeutschland. Die Musikgruppe Scooter hat beim Bramfelder Dorfplatz über einer Konditorei ihr Produktionsstudio. Scooter-Frontmann H.P. Baxxter lebte die längste Zeit seines Lebens in Bramfeld.
Als öffentliche Einrichtungen gibt es dort das Ortsamt Bramfeld, eine Wache der Freiwilligen Feuerwehr und das Polizeikommissariat 36. Die wichtigste Verkehrsstraße ist die Bramfelder Chaussee, die von Barmbek-Nord bis fast nach Wellingsbüttel führt. Es gibt auch dort viele Schulen (Hegholt, Gymnasium Bramfeld, Gymnasium Grootmoor, Gymnasium Osterbek, Eenstock, etc.). An der Fabriciusstraße liegt das Hallenbad Bramfeld. Dieses entging im Zuge der Bäderland-Sanierung 2005 knapp der Schließung, wogegen die Bürger vorher stark protestierten.
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