Hamartome sind tumorartige Fehlbildungen.
Eine Sonderform sind hamartomartige Neubildungen aufgrund einer eventuell Jahrzehnte zurückliegenden fetalen Inklusion einer Zwillingsfrucht durch eine andere. Hierbei können recht hochdifferenzierte Neubildungen wie Milchzähne oder Haare an äußerst untypischer Lokalisation entstehen.
Im Auge werden Hamartome der Iris als Lisch-Knötchen bezeichnet. Sie werden insbesondere bei der Neurofibromatose beobachtet.
Im Gehirn kann das sogenannte Hypothalamische Hamartom eine Ursache für epileptische Anfälle darstellen. In manchen Fällen produzieren diese Hamartome das Hormon GnRH und führen bei Kindern somit zu einem vorzeitigem Beginn der Pubertät (Pubertas praecox vera).
Hamartome der Haut werden Naevi genannt und kommen in drei verschiedenen Formen vor:
Hamartome des Knochengewebes heißten Exostosen.
Beim Peutz-Jeghers-Syndrom entstehen an vielen Stellen im Darm Hamartome.
Manchmal treten Hamartome in mehreren Organsystemen auf. Die Gruppe der Erkrankungen bei denen dies der Fall ist, wird aus historischen Gründen gemäß dem griechischen Wort für Linse ("Phakos") und wegen linsenförmiger Veränderungen des Augenhintergrundes bei manchen dieser Erkrankungen Phakomatosen genannt.
Hamartome der Haut werden im Zusammenhang mit anderen Fehlbildungen auch unter dem Begriff Phakomatose zusammengefasst.
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"Hamartom".
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