Hama (arab. حماة , Hamāh , Luwisch Imat, griech. Έπιφάνια , Epiphanieia, in der Bibel Hamath oder Emath) ist eine bedeutende Stadt am Orontes in Mittelsyrien. Sie gehört zu den ältesten durchgehend besiedelten Städtenn Syriens. Des weiteren trägt eine von zwölf syrischen Verwaltungsregionen denselben Namen.
Die heutige Einwohnerzahl ist nur schwer genau zu bestimmen. Schätzungen reichen von 350.000 bis zu einer Million. Für die 1920er Jahre werden 35.000 angegeben, für die 1960er Jahre 130.000, mit Vororten 200.000. In der ersten Hälfte das 20. Jahrhunderts waren wohl knapp ein Fünftel der Bevölkerung Christen.
Orontes.jpg (Norias) am Orontes]] In Hama wurden hethitische Inschriften gefunden. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts v. Chr. wurde die neuhethitische Dynastie von Hama durch eine aramäische abgelöst. Um 850 v. Chr. war Hama Hauptstadt und Herrschersitz eines Kleinstaates Hamath, der bis ins Gebiet von Aleppo reichte. 853 v. Chr. trat König Irhuleni (Urhilina) den Assyrern gemeinsam mit anderen Staaten bei Karkar am Orontes entgegen.
Zum Ende des Jahrhunderts wurde König Zakkur von Hama durch eine Koalition von Que, Unqi, Meliddu, Sam'al und Ben Hadad bedroht, aber 805 durch einen Feldzug von Adad-Nirari III. gerettet.
Nach einem Aufstand wurde Hama 738 v. Chr. von den Assyrern zurückerobert, aber nicht annektiert, sondern Eni-ilu als Vasallenkönig eingesetzt.
Sargon II. eroberte um 721/720 v. Chr. die Stadt endgültig. Nach 2. Könige 17 in der Bibel siedelte Sargon Bewohner des eroberten Hamath in das 722 v. Chr. neu eroberte Samaria um. 719 v. Chr. wurden Itti von Allabria und seine Anhänger von Sargon II. nach Hamath deportiert.
Archäologische Ausgrabungen bezeugen eine Besiedlung Hamas seit dem 7. Jahrhundert v. Chr.
Hama wurde 1178 von Saladin erobert und blieb bis 1341 in der Hand seiner Nachkommen, der Ajjubiden, die Hama an die Mamluken verloren. In dieser Zeit war Hama ein wichtges Handelszentrum geworden. 1401 wurde die Stadt zerstört.
Schon Reisende des 19. Jahrhunderts beschrieben den überaus konservativen Geist der Bevölkerung von Hama.
Der Herrschaft der Franzosen als Mandatsmacht des Völkerbundes folgte 1946 die Unabhängigkeit Syriens.
International wenig bekannt ist das Massaker von Hama von Februar 1982, bei dem die syrische Regierung die Stadt bombardierte, weil Mitglieder der Muslimbrüder Hama zum Widerstandszentrum gegen die Regierung ausgebaut hatten. Dabei wurden große Verwüstungen angerichtet und schätzungsweise 30.000 Menschen kamen zu Tode. Diese Ereignisse sind bis heute ein völliges Tabu in Syrien.
Das DAI Damaskus hat das Projekt Topographical Survey of the Old Town of Hama gestartet, dabei widmen sich die Forscher vor allem der Baudokumentation.