| Wappen | Karte |
|---|---|
| Coat of arms of Halle (Saale).svg | Karte halle an der saale in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 87 m ü. NN |
| Fläche: | 135,01 km² |
| Einwohner: | 237.198 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.757 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 06001-06132 (alt: 40xx) |
| Vorwahl: | 0345 |
| Kfz-Kennzeichen: | HAL |
| Gemeindeschlüssel: | 15 2 02 000 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtbezirke mit 35 Stadtteilen |
| Oberbürgermeisterin: | Ingrid Häußler (SPD) |
Halle (Saale) (von indoeuropäisch Halla als Ort der Salzgewinnung) ist eine Stadt in Mitteldeutschland. Mit etwa 239.000 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt sowie eines von drei Oberzentren des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz des Saalkreises. Außerdem ist Halle Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Nächstgrößere Städte sind Leipzig, etwa 30 km südöstlich, Berlin, etwa 130 km nordöstlich und Dresden, etwa 150 km südöstlich.
Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Leopoldina und zweier anderer Hochschulen (siehe Bildungseinrichtungen). Ferner ist Halle ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof und eingebunden in das S-Bahn-Netz Halle-Leipzig.
Zu DDR-Zeiten war Halle durch die umliegende Chemieindustrie geprägt. Seit der Wende konzentriert sich die Stadt auf technologieorientierte Branchen (Technologiepark weinberg campus), Lebensmittelindustrie (Halle ist Sitz der Halloren Schokoladenfabrik - der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands - und des Backwaren-Herstellers Kathi) sowie gewerbliche Wirtschaft. Die größte wirtschaftliche Neuansiedlung der letzten Jahre ist das neue Service- und Vertriebszentrum des Computerherstellers Dell, der bis zu 1.500 Arbeitsplätze schaffen will.
Die Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale) überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die damals sogar als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, jedoch noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands wieder mit Halle vereinigt wurde. Dadurch hatte die Stadt Halle 316.000 Einwohner. Bis zum Ende des ersten Quartals 2004 ging die Einwohnerzahl durch zahlreiche Wegzüge um etwa 78.500 zurück. Dabei fiel diese Zahl nur deshalb nicht noch größer aus, weil zeitgleich etwa 95.000 Menschen in die Stadt zogen.
Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, und unterhalb der Mündung der Weißen Elster.
Gemeinden Morl, Sennewitz und Gutenberg (alle Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg), Gemeinden Oppin und Peißen sowie Stadt Landsberg (alle Verwaltungsgemeinschaft Östlicher Saalkreis), Einheitsgemeinden Kabelsketal und Schkopau, Gemeinden Angersdorf und Teutschenthal (beide Verwaltungsgemeinschaft Würde/Salza), Bennstedt, Lieskau, und Salzmünde (alle Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis) sowie Brachwitz (Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord).
Das Stadtgebiet ist in die 5 Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West gegliedert. Die meisten Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt.
Halles Salzquellen - entstanden durch eine geologische Besonderheit, die sog. Hallesche Marktplatzverwerfung - wurden bereits in der Vorzeit genutzt. Neuere Grabungen auf dem Markt belegen die Kontinuität der Bedeutung des Salzes für die Stadt. Der Besiedlung des Stadtgebietes in der Vorgeschichte folgten mutmaßlich die Hermunduren, die Angeln und Warnen (Thüringer) und die Wenden, welche den Ort Dobrebora nannten. 735 eroberte der fränkische Hausmeier Karl Martell die Gegend um Halle, ließ die Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg errichten und schenkte 738 seinen Soldaten das Salzwerk Dobrebora und die Ritterfahne mit dem Titel "Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft". Im Chronicon Moissiacence 806 wird der Ort Halle als "Halla" erstmals genannt, was "Stätte der Salzgewinnung" bedeutet. 968 gründet Otto I. das Erzbistum Magdeburg, zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehört. Um 1120 wird die Stadt umfassend erweitert und 1263 wird zwischen dem Magdeburger Erzbischof Rupertus und der Stadt Halle ein Vertrag geschlossen, nach dem der Erzbischof keine Burg im Umkreis einer Meile und keine weiteren Solbrunnen anlegen darf. 1281 wird Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt und 1310 wird die Selbstverwaltung der Stadt vertraglich festgehalten. 1341 beginnt der Bau für einen starken Turm zwischen Waage und Rathaus, welcher bis 1835 zur sicheren Unterbringung der städtischen Privilegien dient. Halle6.jpg | 1418 beginnt der Bau am Roten Turm, einem Glockenturm „zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde“. Er wird später zum Wahrzeichen der Stadt. 1478 endet die etwa 200-jährige städtische Selbstständigkeit. 1484 lässt Erzbischof Ernst in der Nordwestecke der Stadt die Moritzburg als befestigtes Wohnschloss erbauen und zieht 1503 feierlich ein. Bis 1680 wird Halle Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg sein. 1530/39 werden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien zur viertürmigen Marktkirche umgebaut.
1541 wird in der Residenzstadt des Erzbistum Magdeburg die Reformation vor allem unter der Federführung von Justus Jonas der Ältere eingeführt. Das Erzbistum wird fortan von einem erzbischöflichen Administrator verwaltet. 1625 besetzen Kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. 1637 wird die Moritzburg im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ausgebrannt. Nach dem Tod des letzten erzbischöflichen Administrators, Herzog August von Sachsen, im Jahre 1680 fällt Halle mit dem gesamten Erzstift Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg und wird mit diesem ab 1701 Teil des Königreichs Preußen.
1694 wird die Universität Halle mit zunächst vier Fakultäten gegründet.
Am 17. Oktober 1806 erstürmt die Division Dupont des Korps Bernadotte die Stadt und schlägt danach die preußische Reservearmee unter von Württemberg. Wenige Tage später besucht Kaiser Napoleon die Stadt und ordnet die Auflösung der Universität an. Halle Saale um 1900.jpg Nach dem Tilsiter Frieden im Jahr 1807 wird Halle Teil des neugebildeten Königreichs Westphalen. Doch fällt sie 1815 wieder an Preußen, das die Stadt der neu gebildeten Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, eingliedert. Durch die Verwaltungsgliederung entsteht der bis heute bestehende Saalkreis mit Sitz in Halle. 1819 entsteht der Stadtkreis Halle, der jedoch 1828 bereits wieder aufgelöst und die Stadt unmittelbar der Regierung in Merseburg unterstellt wird.
1842 wird das Gefängnis der Stadt, der Rote Ochse als Straf- und Besserungsanstalt eröffnet. Es ist unter wechselnden Funktionen bis heute in Nutzung. Ein Teil der weitläufigen Anlage ist als Museum gestaltet.
1882 fahren die ersten Pferdebahnen als Vorläufer der Straßenbahnen. Fortan ist Halle quasi eine kreisfreie Stadt, die 1890 die Grenze von 100.000 Einwohner überschreitet und damit Großstadt wird. Ebenfalls 1890 benennt sich die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) auf ihrem Parteitag in Halle nach Aufhebung der reichsweit 12 Jahre gültigen repressiven Sozialistengesetze in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) um; unter diesem Namen besteht sie noch heute. Im April 1891 fährt in Halle die erste elektrische Straßenbahn der "Stadtbahn Halle". Bis Juni 1891 werden drei weitere Linien hinzugefügt. Halle besitzt damit das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas.
Halle erleidet im Zweiten Weltkrieg als eine der wenigen größeren deutschen Städte nur geringe Zerstörungen. Zwei Bombenangriffe (der erste am 31. März 1945, der zweite einige Tage später). Ziel sind die Bahnhofsanlagen, die aber nicht getroffen werden. Zerstörungen nur zwischen Bahnhof und Zentrum (1. Angriff) bzw. im südlichen Stadtteil (2. Angriff). Am 17. April 1945 wird Halle von amerikanischen Truppen besetzt, dabei wird der Rote Turm in Brand geschossen. Dass die Stadt dabei keine größeren Schäden erleidet, verdankt sie dem damals dort ansässigen Felix Graf von Luckner, der zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt an die amerikanischen Truppen übergibt. Im Juli ziehen die Amerikaner wieder ab und die Sowjetunion wird die Besatzungsmacht. Halle wird Hauptstadt der Provinz Sachsen, welche kurze Zeit später im Land Sachsen-Anhalt aufgeht. Mit der Auflösung der Länder in der DDR 1952 wird Halle Bezirksstadt des Bezirks Halle.
Die Aussiedelung des Wohngebiets Halle-West ab 1964 führt 1967 zur Gründung der selbständigen Stadt Halle-Neustadt, die 1971 eine kreisfreie Stadt wird. Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wird Halle-Neustadt im Mai 1990 wieder mit Halle vereinigt. Die Stadt gehört jetzt zum wieder neu errichteten Land Sachsen-Anhalt.
Die Einwohnerzahl der Stadt Halle stieg 1871 auf über 50.000 und verdoppelte sich bis 1890 auf 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Kurz nach der Vereinigung mit Halle-Neustadt hatte die Bevölkerungszahl von Halle mit 316.776 am 30. Juni 1990 ihren historischen Höchststand erreicht. Von 1990 bis 2005 hat die Stadt aufgrund von Abwanderung, Suburbanisierung und Geburtenrückgang rund 80.000 Einwohner verloren und ist auf nunmehr 238.000 geschrumpft. Für das Jahr 2020 wurde vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt in der 3. Regionalisierten Bevölkerungsprognose eine Einwohnerzahl von 195.149 vorhergesagt.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1300 | 4.000 |
| 1500 | 7.000 |
| 1600 | 10.000 |
| 1682 | 4.000 |
| 1751 | 13.460 |
| 1800 | 15.159 |
| 1820 | 23.408 |
| 3. Dezember 1852 ¹ | 35.076 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 35.500 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 41.500 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 45.800 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 48.900 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 52.600 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 60.503 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1880 ¹ | 71.484 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 81.982 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 101.401 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 116.304 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 156.609 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 169.899 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 180.843 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 157.913 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 155.059 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 182.326 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 194.575 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 209.169 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 220.092 |
| 1. Dezember 1945 ¹ | 212.382 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 29. Oktober 1946 ¹ | 222.505 |
| 31. August 1950 ¹ | 289.119 |
| 31. Dezember 1955 | 289.680 |
| 31. Dezember 1960 | 277.855 |
| 31. Dezember 1964 ¹ | 273.987 |
| 1. Januar 1971 ¹ | 257.261 |
| 31. Dezember 1975 | 237.349 |
| 31. Dezember 1981 ¹ | 232.622 |
| 31. Dezember 1985 | 235.169 |
| 31. Dezember 1988 | 236.044 |
| 31. Dezember 1990 ² | 310.234 |
| 31. Dezember 1995 | 282.784 |
| 31. Dezember 2000 | 247.736 |
| 30. September 2005 | 237.513 |
1698 gründete August Hermann Francke in Halle die nach ihm benannten Franckesche Stiftungen, eine bis heute bestehende soziale Einrichtung. 12 Jahre später 1710 war Francke zusammen mit dem Juristen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667-1719) Mitbegründer der Cansteinschen Bibelanstalt, die bis heute ihren Sitz in Halle hat und sich dem Druck und der Verbreitung von Bibeln widmet.
Durch den Westfälischen Frieden fiehl Halle an Preußen, somit gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und teilte die kirchlichen Geschicke mit dem ganzen Herzogtum, das heißt 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Alle Kirchengemeinden Halles gehörten danach zur "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Halles gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Halle-Saalkreis innerhalb der Propstei Halle-Naumburg, deren Sitz sich in Halle befindet.
Im 19. Jahrhundert vermehrte sich auch die Zahl der Katholiken in Halle. Sie gehörten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Erzbischof immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Halle gehörten. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bischöflichen Amt Magdeburg erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bischöfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdiözese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Halles gehören somit heute zum Dekanat Halle innerhalb des Bistums Magdeburg.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es aber noch unzählige andere Kirchen, die hauptsächlich als Freikirchen bezeichnet werden. In Halle gibt es außerdem zwei jüdische Gemeinden. Eine Gemeinde gehört dem Zentralrat der Juden in Deutschland an und zählt 750 Mitglieder, die andere befindet sich unter dem Dach der liberalen Gemeinden Deutschlands, der Union progressiver Juden in Deutschland und zählt 250 Mitglieder.
Die große Mehrzahl der Hallenser Bevölkerung ist jedoch säkularisiert.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung, später Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1993 wird der Oberbürgermeister direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.
Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1798:
| PDS | CDU | SPD | GRÜNE | Wir für Halle | FDP | MitBürger | GRAUE | FORUM | WG-VS '90 e. V. Halle | NPD | UBL | Gesamt | |
| 2004 | 14 | 14 | 10 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 56 |
| 1999 | 14 | 16 | 12 | 2 | 0 | 2 | 1 | 1 | 2 | 1 | 0 | 4 | 55 |
Das Wappen taucht erstmals in einem Gerichtssiegel des 14. Jahrhunderts auf und wurde alsbald in das Ratssiegel der Stadt aufgenommen, das seinerzeit eine thronende Maria darstellte. Um das Jahr 1450 wurden Mond und Sterne als offizielles Stadtwappen eingeführt. Über die Bedeutung gibt es keinerlei Nachweise, lediglich sagenhafte Erzählungen, die versuchen, die Wappensymbole zu deuten. Die älteste noch erhaltene Darstellung des Wappens stammt aus 1457 und befindet sich an der Moritzburg über dem Moritztor. Seit dem 15. Jahrhundert erscheint dieses Stadtwappen auch in der Stadtverwaltung, so z.B. als Exlibris in Handschriften und Büchern des Stadtarchivs und der Ratsbücherei.
Einer Sage über die Entstehung des Wappens nach wurde der Bischof von den Halloren gebeten, eine Stadt an die Stelle ihrer Hütten errichten zu dürfen. Der Bischof lachte und fragte, ob sie jemanden gefunden hätten, der ihre Hütten kaufen wolle. Darauf antworteten die Halloren; „Han wir hüte Water und Holt, So han wir morne Silber und Gold“. Darauf hin erwiderte der Bischof „Nun so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz und es leuchten euch Sonne, Mond und Sterne“. Zum Andenken an jenen Ausspruch finden sich noch heute im Wappen Sonne, Mond und Sterne.
Im Nordosten des Stadtgebiets von Halle (Saale) führt die Bundesautobahn 14 Magdeburg-Leipzig-Dresden vorbei. Sie kreuzt sich östlich von Halle am "Schkeuditzer Kreuz" mit der A9 München-Berlin. Mittlerweile gibt es auch einen Anschluss an die noch im Bau befindliche A 38 Leipzig-Göttingen. Im Westen ist die 2004 eröffnete A 143 (Mitteldeutsche Schleife). Durch das hallesche Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 6, B 91, B 80 und B 100.
Der Hauptbahnhof Halle ist ein Bahnknotenpunkt mit ICE-Anschluss an die Strecke Frankfurt-Berlin. Der internationale Flughafen Leipzig/Halle befindet sich nur 15 Kilometer östlich der Stadt beim Schkeuditzer Kreuz und hat Bahnanschluss.
Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV bedienen einerseits die S-Bahn-Linie S7 und die seit Ende 2004 mit der S-Bahn Leipzig zu einem gemeinsamen S-Bahn-Netz Leipzig-Halle im Halbstundentakt verbundene S10, sowie andererseits mehrere Straßenbahn- und Omnibuslinien der HAVAG (1918 bis 1951 Städtische Straßenbahn Halle, 1951 bis 1990 Verkehrsbetriebe Halle).Berliner Brücke Halle.JPG
Am 11. Januar 2006 wurde die neu erbaute Berliner Brücke eröffnet. Der 29 Millionen Euro teure Neubau ersetzt die marode 1913 erbaute Berliner Brücke, die modernen Verkehrsanforderungen nicht mehr gerecht wurde. Der Abriss des historischen Bauwerks begann am 16. Januar 2006.
Sehenswert ist in Halle (Saale) vor allem die bemerkenswert gut erhaltene historische Altstadt mit ihrem breiten kulturellen Angebot.
Die Saalestadt feiert 2006 ihr 1200-jähriges Bestehen und richtet den Sachsen-Anhalt-Tag aus.
Ort in Sachsen-Anhalt | Ehemaliger Residenzort in Sachsen-Anhalt | Ehemalige deutsche Landeshauptstadt | Halle (Saale)
Хале (Германия) | Halle (Saxònia-Anhalt) | Halle (Sachsen-Anhalt) | Halle, Saxony-Anhalt | Halle (Saale) | Halle (Sajonia-Anhalt) | Halle | Halle (Saxe-Anhalt) | Halle sul Saale | ハレ | ჰალე (ზაალე) | Halle | Halle (Saale) | Halle | Halle | Halle an der Saale | Галле (Саксония-Анхальт, Германия) | Halle an der Saale
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