Halde rheinelbe himmelsleiter nah.jpg | Herman_Prigann_Halde_Rheinelbe_Gelsenkirchen_Mondholz.jpg | Herman_Prigann_Halde_Rheinelbe_Gelsenkirchen_Birkennest.jpg Die Halde Rheinelbe ist eine begehbare Abraumhalde in Gelsenkirchen-Ückendorf.
Rheinelbe gehört zu den sogenannten brennenden Halden. Durch den großen Druck von oben brennen im Kern der Halde liegende Kohlenreste bis heute. Es wurden Temperaturen bis zu 400 Grad Celsius gemessen.
Im Rahmen der IBA Emscherpark wurde die Halde Rheinelbe als Naherholungsgebiet erschlossen und gehört heute zu den Landmarken des Ruhrgebiets. Sie ist auch Teil der Route Industriekultur.
In einem der letzten verbliebenen Zechen-Bauten im Rheinelbe-Wald befindet sich eine Forststation. Auf einem der Halde angegliederten Gelände wurden alte Zechenhallen in Künstler-Ateliers umgewandelt.
Der eigentliche Haldenberg ist mit spiralförmig angelegten Wegen erschlossen. Darauf trohnt die weithin sichtbare Himmelsleiter, ein 4 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken.
Die Große Treppe, gesetzt aus verschiedenen Trümmerstücken, führt auf einen anderen Berggipfel. Dort findet sich die Skulptur Mondholz aus wuchtigen verschraubten Baumstämmen.
Auf aufrecht stehende Baumstämme gestützte tonnenschwere Beton-Blöcke sollten im Laufe der Zeit langsam herabsinken und so die Vergänglichkeit aller Materialien und den Lauf der Zeit versinnbildlichen. Da die Baumstämme jedoch schon viel früher nachgaben als geplant und die Beton-Blöcke eine Gefahr darstellten, änderte Prigann sein Konzept und stellte die Betonblöcke auf die am Boden liegenden Stämme.
Am Aufgang zum Haldenberg stellte Prigann jüngst eine Reihe von Beton-Stelen auf, in die Beispiele von Bergmanns-Lyrik des Ruhrgebiets geritzt sind.
Bis heute ist Prigann auf dem Rheinelbe-Gelände aktiv, stellt neue Skulpturen auf oder arbeitet an vorhandenen weiter. Zuletzt kam eine große Windwaage hinzu, eine Stahlskulptur, die bei Wind metallische Geräusche von sich gibt. Dazu kommt noch eine Reihe anderer Arbeiten, die im Gelände verstreut sind. Es lohnt sich daher durchaus, die fest angelegten Wege zu verlassen und den Wald auf Trampelpfaden zu erkunden.
Halde im Ruhrgebiet | Gelsenkirchen | Route der Industriekultur
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