Der Begriff Halbbild wird in der Video- und Fernsehtechnik ebenso wie in der Stereoskopie verwandt. Er soll die Unvollkommenheit eines einzelnen Halbbildes versinnbildlichen. Nur in paarweiser Gemeinsamkeit von Halbbildern ergeben sich die gewünschten sichtbaren Bilder.
Um bei Fernsehsignalen den Eindruck flüssiger Bewegungsabläufe zu vermitteln wird das Signal in 25 Bilder/Sekunde aufgeteilt, die wiederum noch in zwei Halbbilder (Top/Bottom) unterteilt werden. Diese Halbbilder werden auch Fields genannt.
Abhängig von der Videoquelle (unkomprimiert oder MPG-kodiert) wird entweder
1. das erste Halbbild (Bottomfield, Bottom-Field, Bottom Field First) aus den geraden (2, 4, 6 usw.) das zweite Field (Topfield, Top-Field, Top Field Second) den ungeraden Zeilen (1, 3, 5 usw.) gebildet (Unkomprimiert)
oder 2. das erste Halbbild (Topfield, Top-Field, Top Field First) aus den ungeraden (1, 3, 5 usw.) das zweite Field (Bottomfield, Bottom-Field, Bottom Field Second)den geraden Zeilen (2, 4, 6 usw.) gebildet (MPG)
In dieser Grafik wird ein Vollbild aus zwei Halbbildern aufgebaut, wobei das erste Halbbild blau und das zweite gelb dargestellt ist.
Diese Technik wird derzeit noch bei vielen Video- und Fernsehformaten angewandt.
Bei der Wiedergabe von Filmen mit Halbbildtechnik entstehen auf einem Schirm ohne zusätzlichen Filter sichtbare Linien. Auf einem Fernsehgerät entstehen diese nicht, da die Linien ineinander übergehen.
Im Deutschen wurde vom Zeilensprungverfahren gesprochen. Die Aufteilung eines Bildes in zwei Halbbilder bezeichnet man heute auch als Interlacing.
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"Halbbild".
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