| Geographie | - | Region: | Roter Fluss | - | Territorium: | 1,503 km² | - | Distrikte: | 9 | - | Bevölkerung | - | Bevölkerung: | 1,711,100 | - | Ethnien: | Vietnamesen, Hoa (Chinesen) | - | Lage | - | LocationVietnamHaiPhong.png |
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| Haiphong_Faehre.jpg.JPG | - | Haiphong_Strassenszene.JPG | - |
Haiphong liegt im Delta des Roten Flusses, etwa 100 km östlich von Hanoi, der Hauptstadt des Landes. Mit dem Golf von Tongking ist Haiphong mit einem 20 Kilometer langen Kanal verbunden. Haiphong besitzt einen Überseehafen, der für den gesamten Norden Vietnams von hoher Bedeutung ist.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der in Asien durch die Kapitulation Japans erfolgte, kehrten französische Truppen wieder zurück nach Vietnam. 1946 wurde Haiphong von den Franzosen bombardiert, mehr als 6000 Vietnamesen sollen damals ihr Leben verloren haben. Nach der Teilung Vietnams (Genfer Indochina-Konferenz 1954) war Haiphong der einzige bedeutende Hafen Nordvietnams. Im Vietnamkrieg wurde die Stadt von den USA schwer aus der Luft bombardiert. 1972 kam es auf Befehl von US-Präsident Richard Nixon zur Verminung des Hafens. Damit sollte der militärische Nachschub aus der Sowjetunion unterbunden und Nord-Vietnam an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Im Vertragstext der Pariser Verhandlungen (1973) wurden die USA verpflichtet, den Hafen von Haiphong wieder zu entminen.
Erst mit der Liberalisierungspolitik Doi Moi (1986) erfuhr Haiphong neue Impulse seiner Wirtschaft. Südlich der Stadt haben sich in den 1990er Jahren Produktionsbetriebe aus Süd-Korea, Taiwan und Japan etabliert, die im Rahmen von joint-ventures High-Tech-Produkte, aber auch Textilien und Schuhe für den Re-Export herstellen. Damit hat sich Haiphong von einer einseitig auf Hafen- und Schwerindustrie konzentrierten Wirtschaftsmetropole zu einem Standort exportorientierter Leichtindustrie (Textilien, Schuhe) entwickelt. Hier haben vor allem junge Frauen aus dem ländlichen Umland einen neuen Arbeitsplatz gefunden.
Wirtschaftliche Standbeine Haiphongs: Schiffbau und -reparatur, Fischerei, Zementproduktion, Exportumschlag von Kohle und Eisenerz. Der Dienstleistungssektor ist in Haiphong hingegen noch wenig entwickelt.
Im Januar 2006 berichtete die vietnamesische Presse, dass Haiphong mit einem Kostenaufwand von 500 Mio. US-Dollar zu einem modernen Marinehafen ausgebaut werden solle. Die Aufrüstung der vietnamesischen Marine ist vor dem Hintergrund neuer Erdöl-Funde (2004) ca. 70 Kilometer östlich von Haiphong im Golf von Tongking sowie dem jahrelangen Konflikt mit China um die Spratly- und Paracel-Inselgruppen im Südchinesischen Meer zu sehen. Auch dort werden reiche Vorkommen an Erdöl und Erdgas vermutet. Das Yen Tu-Erdölfeld östlich von Haiphong liegt brisanterweise nahe an den Territorialgewässern Chinas. Unter den ASEAN-Staaten ist Vietnam derzeit 3. grösster Erdölproduzent (nach Indonesien und Malaysia). Vietnams gesicherte Erdölvorkommen werden mit 600 Millionen barrel beziffert.
Attraktive Strände liegen 20 Kilometer südwestlich von Haiphong bei Do Son. Dort hatten sich bereits vor 1954 Franzosen zur Erholung Villen am Meer gebaut. In Do Son liegt auch ein Casino, Zutritt haben dort jedoch nur Ausländer (Chinesen!), nicht jedoch Vietnamesen. Im September finden in Don Son Wasserbüffelkämpfe statt.
Ort in Vietnam | Ort mit Seehafen
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