| Wappen | Karte |
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| Wappen freital.png | mapDE_dotFreital.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Weißeritzkreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 160 m ü. NN |
| Fläche: | 40,53 km² |
| Einwohner: | 39.215 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 968 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 01705 |
| Vorwahl: | 0351 |
| Kfz-Kennzeichen: | DW |
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 90 130 |
| Stadtgliederung: | Stadtteil Freital, 6 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dresdner Straße 56 01705 Freital |
| Website: | www.freital.de |
| E-Mail-Adresse: | info@freital.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Klaus Mättig (CDU) |
Freital liegt südwestlich von Dresden im Döhlener Becken, welches von der Vereinigten Weißeritz von Südwesten nach Nordosten durchflossen wird. Als berühmte Landmarke erhebt sich der Windberg ca. 100 Meter über das Tal. Der tiefste Punkt der Stadt liegt bei ca. 195 m ü. NN. am Übergang der Weißeritz in das Stadtgebiet von Dresden im Plauenschen Grund.
Im Stadtteil Hainsberg kommt es zum Zusammenfluss der Roten Weißeritz und der Wilden Weißeritz. Nebengewässer der Vereinigten Weißeritz sind die Wiederitz, der Poisenbach sowie kleinere meist kanalisierte Gewässer wie der Vorholzbach, der Burgker Bach, der Birkigter Bach, der Somsdorfer Bach, der Weißiger Bach. Natürliche stehende Gewässer existieren nicht, der Schlammteich im Bereich der Halde sowie das Rückhaltebecken Zauckerode sind im 20. Jh. angelegt worden.
Geologisch ist das Döhlener Becken eine Rotliegend- Senke, welche am Ende des Oberkarbons entstand. Diese befindet sich zwischen der Elbezone und dem Erzgebirgischen Gneismassiv.
Die Geschichte Freitals ist eng verbunden mit der Geschichte des Steinkohlebergbaus im Döhlener Becken, dem jetzigen Freitaler Gebiet. Erste Erwähnungen dazu gab es 1549. Der kurfürstliche Münzmeister Hans Biener erhielt vom Herzog Moritz von Sachsen das Privileg Steinkohle abzubauen. Es ist überliefert, dass die Steinkohlenfunde schon eher bekannt gewesen sein müssten, aber nur einige Bauern schürften knapp unter der Erdoberfläche um Brennmaterial für den Eigenbedarf zu sichern. Im Jahr 1571 wurde erstmals in Burgk und 1574 in Potschappel Kohle abgebaut. Als die Vorräte zu Neige gingen, gerieten die Schächte in Vergessenheit. Im Jahr 1743 wurde ein so genanntes Steinkohlenmandat erlassen, das dem Grundbesitzer alle Rechte an der auf seinem Grundstück zu schürfenden Kohle gab. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gründeten sich ungefähr 30 Kleinbetriebe, die durch ihre geringe Größe und Erfahrung trotz großem Konkurrenzdruck leistungsschwach waren.
Dies änderte sich mit dem Beginn der Industrialisierung. Der Staat Sachsen wollte seinen Anteil daran haben und kaufte bis 1822 alle Betriebe links der Weißeritz auf. Im Jahr 1799 den Leopold-Erbstolln, 1806 die Rittergüter Zauckerode und Döhlen samt den Privilegien an den Potschappler Kohlefeldern. Aus den vielen kleinen Unternehmen wurde jetzt ein Großes erschaffen, das „Königlich Sächsische Steinkohlenwerk Zauckerode“.
Auf der rechten Weißeritzseite begann die Konzentration der Betriebe erst 1819, als Carl Friedrich August Krebß (später Freiherr Dathe von Burgk) neuer Rittergutsbesitzer wurde. Er erbte fünf Schachtanlagen und kaufte umliegende Kohlefelder hinzu. Daraus gründete er das „Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke“.
Während dieser Konzentration setzte eine schnelle Entwicklung der Technik und der nachfolgenden Industrie ein. Der Aufschwung war so gewaltig, dass der Steinkohlenabbau des Plauenschen Grundes mehrere Jahrzehnte, etwa bis in die 1870er Jahre, in technischer und organisatorischer Hinsicht an der Spitze in Deutschland stehen konnte. Dazu führten viele technische Neuerungen, wie das 1810 eingeführte „nasse Siebsetzen“ und 1820 die ersten Dampfmaschinen. 1823 begann man in Burgk mit der Verkokung der bis dato ungenutzten Steinkohle und ab 1828 wurde das erste Gas erzeugt. Im Jahr 1842 ging der erste sächsische Kokshochofen in den Burgker Eisenhüttenwerken in Betrieb. Um die technisch bedingten großen Wassermengen aus den Gruben herauszubekommen, mussten Wasserbauwerke geschaffen werden, so der Tiefe-Weißeritz-Stolln (1800–1838) und der Tiefe Elbstolln (1817–1836).
Am 2. August 1869 ereignete sich im Neuhoffnungschacht der Burgker Steinkohlenwerke eine Schlagwetterexplosion, bei der 276 Bergleute umkamen. Am Segen-Gottes-Schacht nahe des Windbergs erinnert daran ein Denkmal.
Im Jahr 2002 kam es dann zu einem großen Hochwasser der Weißeritz (siehe Jahrhundertflut).
Bundesstraßen führen durch Freital keine, die nächstgelegenen sind die B 170 Dresden Richtig Dippoldiswalde und die B 173 Dresden Richtung Freiberg. Der nächste Autobahnanschluss ist Dresden-Prohlis der A 17, wobei hier zur Zeit an der Zubringersituation gebaut wird.
Zum Mittelalter: