| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Haifa_coa.png | (Karte fehlt) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Haifa | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 60 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 269.300 (31. Dezember 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 4463 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | ? | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 0 - 425 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | IL- | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | ++972-4 | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ? | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindegliederung: | 32 Ortsteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Gemeindeverwaltung: | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.haifa.muni.il | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | / info@tour-haifa.co.il | |||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Yona Yahav | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Haifa (hebräisch חיפה Ħêphāh, arabisch حيفا Ħayfā) ist mit rund 270.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Israels nach Tel Aviv und Jerusalem.
Der Stadt wird nachgesagt, dass sie eine Stadt der Arbeit sei (im Unterschied zu Tel Aviv, wo vor allem gefeiert, und Jerusalem, wo vor allem gebetet werde).
Haifa wird in der Bibel nicht erwähnt. Lange Zeit hatte die Stadt geringe Bedeutung, da ihr Standort mehrere Nachteile hatte. Durch das Gebirge war es schwer, um das Karmelkap nach Süden zu reisen. Östlich der Stadt, im Mündungsgebiet des Kishon, existierten ausgedehnte Sumpfgebiete. Außerdem war der Ort ungünstig für die Anlage eines Hafens, da der Südrand der Bucht von Haifa den Westwinden ungeschützt ausgesetzt war. Daher war Akko lange Zeit die wichtigste Stadt in der Gegend.
Im Bereich des heutigen Haifa bestanden dennoch über Jahrhunderte hinweg verschiedene kleinere Orte. Zum ersten Mal wird eine Siedlung mit dem Namen in Talmudschriften 3. Jahrhunderts erwähnt. Während der Kreuzfahrerzeit wurde der Ort mehrfach erobert, ehe das benachbarte Akko 1291 fiel und die Kreuzfahrer geschlagen waren. Danach war Haifa ein Fischerdorf, ehe 1758 eine neue Siedlung im Gebiet der heutigen Unterstadt gegründet wurde und der Hafen ausgebaut wurde.
Im 19. Jahrhundert konnte Haifa erheblich an Bedeutung gewinnen. Mit dem Aufkommen von Dampfschiffen verlor Akko an Wichtigkeit, weil die großen Schiffe im dortigen Hafen nicht anlegen konnten. Ein weiterer Impuls war 1868 die Gründung eines Dorfes durch die die Templer - christliche Siedler aus Süddeutschland - unterhalb des heutigen Schrein des Bab. Sie lösten Modernisierungsimpulse aus und veranlassten den Bau der ersten Mole.
Ein wichtiges Ereignis war der Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. im Jahr 1898 in Haifa, in Erinnerung an den Besuch des Kaisers, der den Zionismus sehr unterstützte, wurde ihm ein Denkmal gestiftet. Der Bau einer Landebrücke war der Beginn des weiteren Ausbaus des Hafens. Außerdem regte der Kaiser an, Haifa an die Hedschasbahn anzuschließen. Im Jahr 1905 erhielt die Stadt einen Anschluss an die Bahnlinie nach Damaskus, eine Eisenbahn nach Ägypten wurde 1918 durch die Briten gebaut.
Während der Zeit des britischen Mandats spielte die Stadt eine wichtige Rolle, weil dort - zum Teil noch nach der Beschränkung der Einwanderung durch die Briten - viele Flüchtlingsschiffe mit europäischen Juden vor Anker gingen. Der moderne Tiefwasserhafen wurde ebenfalls in der Zeit fertiggestellt; er besteht seit 1933.
Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges bzw. Palästinakriegs flohen viele der ursprünglich ansässigen Araber aus der Stadt. Nach der Staatsgründung 1948 war Israel isoliert. Die Eisenbahnlinien stellten außer für den innerstaatlichen Verkehr den Betrieb ein. Eine Pipeline aus dem Irak wurde ebenfalls gesperrt, sodass kein Ölexport von Haifa mehr möglich war. Damit hatte der Hafen seine zentrale Stellung zunächst verloren, war allerdings in den nächsten Jahren das Ziel vieler Schiffe mit jüdischen Flüchtlingen, die den Holocaust überlebt hatte.
Nach dem Ende der Sowjetunion hat Haifa 40.000 russische Juden integriert.
Im Stadtviertel Kababir leben Angehörige der muslimischen Sekte der Ahmadiyya.
Den besten Blick über die gesamte Stadt bietet die Louis Promenade, eine Aussichtsstraße, die sich im oberen Teil Haifas am Hang entlangzieht. Von dort kann man die Bucht von Haifa überblicken und bei guter Sicht bis zum Hermongebirge sehen.
Auf halber Höhe des Berges befinden sich verschiedene öffentliche Gebäude, die Fußgängerzone und das erste Gebäude des Technion, der 1925 eröffneten technischen Hochschule.
Etwas westlich der Stadt liegt eine Höhle, die als Wohnung des Elija gilt. Dort ist auch eines der beiden Karmelitenklöster im Karmelgebirge.
Im Bereich des Hafens ist das Dagonsilo zur Speicherung von Getreide das auffälligste Gebäude. Mit einer Höhe von 68 Metern beherrscht das Silo selbst von höher gelegenen Stadtteilen den Blick auf die Bucht. Im Küstenbereich bestimmen Industrieanlagen und Verkehrsadern das Stadtbild. Strände gibt es im Stadtbereich kaum, erst in den letzten Jahren wurden südlich der Stadt an der Karmelküste gezielt Strände erschlossen, um Haifa für den Tourismus interessanter zu machen.
In der Nähe des Bahnhofs befindet sich das israelische Eisenbanmuseum, das neben vielen Bildern und Schaustücken auch eine Dampflok (C-Kupper gebaut bei Krauss) der meterspurigen Hedschasbahn zeigt.
Haifa ist außer durch seine Geographie vor allem durch seine Eigenschaft als Industriestandort geprägt.
Eisenbahn: Tel Aviv ist mit dem Intercity (etwa alle 30 min) in 80 min zu erreichen.
Bus: Wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel sind die Busse der Buskooperative Egged. Seit 1959 verfügt Haifa außerdem über eine als U-Bahn bezeichnete unterirdische Standseilbahn, die Carmelit; ein Straßenbahn- oder S-Bahn-System besteht nicht.
Schiff: Bis vor einigen Jahren bestanden zwei Fährverbindungen von Athen (Piräus) über Zypern nach Haifa, mit denen Haifa von Europa aus mit dem eigenen Kraftfahrzeug zu erreichen war. Diese Verbindungen sind derzeit stillgelegt. Eine der beiden Reedereien (Salamis Lines) wird den Fährverkehr wieder aufnehmen, wenn die Lage es zulässt.
Luftverkehr: Haifa hat einen Flughafen für Inlandsflüge.
Durch die Lage am Nordhang des Karmelgebirges muss sich die Verkehrsführung in Haifa relativ stark den geographischen Gegebenheiten anpassen. Die meisten größeren Straßen sowie die Gleisanlagen der israelischen Eisenbahn verlaufen daher im flachen unteren Teil der Stadt am Fuß des Karmelgebirges.
Haifa hat seit 1963 eine Universität sowie das Technion.
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