Hamburg Hafen Kehrwieder Panorama.jpg (September 2004)]]
Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands, der zweitgrößte in Europa, und gehört zu den neun größten Containerhäfen der Erde. 2005 wurden 8,087 Millionen Container (2004: 7 Mio.; 2003: 6,1 Mio.) umgeschlagen. Als Umschlagplatz für Rohkaffee ist seine Position an der Spitze sogar weltweit unbestritten. Hamburg.Hafen.Luftbild.wmt.jpg
Ein oft vergessenes Argument für die Lage verhältnismäßig weit im Inland sind allerdings die unschlagbar geringen Transportkosten im Schiffsverkehr.
Wichtigster Vorteil des Hafens ist das sogenannte Freihafen-Gebiet. Dieses Areal wird zollrechtlich als Ausland behandelt, per Schiff angelieferte Waren müssen dort zunächst nicht verzollt werden, sondern können den Hafen auch unverzollt per Schiff wieder verlassen. Erst bei der tatsächlichen Einfuhr sind die Zollformalitäten zu erledigen. Aus diesem Grund ist dieses Gebiet des Freihafens umzäunt und hat an allen Straßenzufahrten Zollkontrollstellen, die insbesondere für den LKW-Verkehr zuständig sind.
Landflächen insgesamt: ca. 3.412 ha (100 %)
Die Ladung wurde mit schiffseigenen Ladegeschirr zunächst auf kleine Schiffe umgeladen und so zu den Empfängern transportiert, innerhalb der Stadt standen die Fleete als Transportweg zur Verfügung. 1842 waren im Hamburger Hafen ca. 200 Seeschiffe beheimatet, 1893 waren es schon 631. Im Jahr 1847 wurde das Schiffahrtsunternehmen Hamburg-Amerikanische-Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag), die Hamburg-Amerika-Linie, gegründet.
Der Deutsch-Französischer Krieg von 1870 bis 1871 führte zu einer Einigung Deutschlands und damit zum Druck des 1833 gegründeten Deutscher Zollvereins auf Hamburg, diesem beizutreten. Man einigte sich darauf, einen Freihafen einzurichten, der mit einer kontrollierbaren Grenze umgeben war. Mit der Einrichtung des Freihafens 1888 entstanden die Lagerhäuser der Speicherstadt, die teilweise heute noch für die Lagerung wertvoller Güter wie Tee, Gewürz und Kaffee genutzt werden. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurden die Elbinseln zwischen Norder- und Süderelbe als Hafengebiet erschlossen und es entstanden zahlreiche Hafenbecken und Kaianlagen mit Lagermöglichkeiten. Das Gebiet war zollrechtlich Freizone, dabei werden die Güter so behandelt, als wären sie noch in ihrem Ursprungsland. Dies ermöglicht eine Weiterverarbeitung, ohne dass Abgaben entrichtet werden müssen.
Im 19.Jahrhundert bildete sich hier eine eigene Sondersprache, die Kedelkloppersprook. Bis Ende des 19. Jahrhunderts stieg Hamburg zur bedeutendsten Seehandelsstadt des europäischen Festlands auf. Bereits im 14. Jahrhundert hatte sich Hamburg zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee entwickelt.
Mitte des 19.Jahrhunderts wurde der Hamburger Hafen wichtig für die Passagierschiffahrt deutscher Emigranten. Auch russische Juden übersiedelten von Hamburg in die Vereinigten Staaten. Die Choleraepidemie von 1892 in Hamburg führte 1900 zum Bau der Auswandererhallen.
Für die Planungen der HafenCity wurde das Gebiet nördlich der Elbe, einschließlich der Speicherstadt, weitgehend aus dem Freihafen herausgenommen.
Seit den frühen 1960er wuchs der Anteil der mit Containern transportierten Waren, der Stückgutumschlag in Säcken, Fässern und Kisten ging erheblich zurück. Es entstanden hoch spezialisierte neue Formen des Güterumschlags, die Containerterminals, die durch ihre Containerbrücken als Kräne ein schiffseigenes Ladegeschirr überflüssig machten. Diese Anlagen entstanden elbabwärts des Kernhafens in Steinwerder (Schuppen 90/91) und Waltershof (Eurokai und Burchardkai). 2003 kam in Altenwerder das Containerterminal Altenwerder (CTA) hinzu.
Den größten Umsatz macht der Hamburger Hafen mit dem Containerumschlag. Es befinden sich mit den Firmen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Bremer Firma Eurogate GmbH & Co. KGaA zwei Hauptcontainer-Terminals in Hamburg. Die Firma Eurogate ist der größte Containerterminal-Betreiber in Europa und drittgrößter auf der Welt und hat seinen Hauptsitz in Bremen.
Für einen Teil des Weitertransports sorgt die Hamburger Hafenbahn, sodass das Straßennetz entlastet wird. Vom Warenumschlag des Hafens werden 30% insgesamt und 70% des Containerverkehrs über die Bahn abgewickelt.
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