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Die Hackerethik ist ein ursprünglich von Steven Levy dokumentierter Eindruck über die Werte der frühen Hackerszene am MIT.

Die Hackerethik repräsentierte ursprünglich die Überzeugung, dass das Verbreiten von Software oder Informationen gut und richtig ist; die ethische Pflicht eines Hackers besteht darin, ihr Wissen durch das Schreiben von quelloffener Software weiterzugeben. Sie wurde jedoch auch von der Hackerszene im Bereich der Computersicherheit aufgegriffen, in diesem Kontext neu interpretiert, teilweise erweitert und als Arbeitsethik aufgefasst, die sich mit dem moralischen Umgang mit Informationen, wie in der Informationsethik auseinandersetzt.

Unterschiedliche Auslegungen


Nach Stewart Brand

Eine Maxime der Hackerethik formulierte Stewart Brand 1984: "Information wants to be free."

1986 erschien in der damals berühmtesten Hackerzeitung Phrack ein Hacker-Manifest vom Mentor. Dieses Hacker-Manifest bildet bis heute die ausformulierte Grundlage der Hackerethik.

Nach CCC

Die Hackerethik nach Wau Holland und dem CCC stellt eine Erweiterung der von Steven Levy dokumentierten Punkte dar. Danach soll das Eindringen in Computersysteme zum Zweck des Vergnügens und der Wissenserweiterung akzeptabel sein, solange keine Daten gestohlen oder verändert werden.

  • Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.
  • Alle Informationen müssen frei sein.
  • Misstraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung
  • Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Abstammung, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung.
  • Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
  • Computer können dein Leben zum Besseren verändern
  • Mülle nicht in den Daten anderer Leute
  • Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen

Unschärfe


Die Hackerethik ist nur bedingt einheitlich definiert. Es gibt eine ursprüngliche Version aus dem Buch "Hackers" von Steven Levy. Unstrittig ist allerdings, dass die ursprüngliche Version aus dem MIT-Eisenbahnerclub (Tech Model Railroad Club) kommt und insofern aus einer Zeit stammt, in der sich verhältnismäßig viele Leute wenige Computer teilen mussten und entsprechende Überlegungen zum Umgang miteinander und der Materie sinnvoll waren.

Die letzten beiden Punkte sind Ergänzungen des CCC (Chaos Computer Club) aus den 80er Jahren. Nachdem einige aus der Hackerszene bzw. aus dem Umfeld auf die Idee kamen, ihr "Hack-Know-how" dem KGB anzubieten, gab es heftige Diskussionen, weil Geheimdienste eher konträr zur Förderung freier Information stehen. Aber auch Eingriffe in die Systeme fremder Betreiber wurden zunehmend als kontraproduktiv erkannt.

Literatur


  • Himanen, Pekka: Die Hacker-Ethik und der Geist des Informations-Zeitalters. München, Riemann 2001. ISBN 3570500209
  • Levy, Steven: Hackers. 1984, ISBN 0-440-13405-6

Weblinks


Bereichsethik | Hacker

Hacker ethic | Ética hacker | Hakkerietiikka | Ética hacker

 

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