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Kassel-habichtswald-herkules-v-no-mini.jpg zum Habichtswald mit Herkules, von NO (2003-12-24)]]

Der Habichtswald ist ein bis 614,7 m hohes, kleines, aber dennoch recht lang gestrecktes Mittelgebirge im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Geographie


Das Mittelgebirge, das sich im Naturpark Habichtswald befindet, liegt direkt westlich von Kassel zwischen Ahnatal im Norden, der Gemeinde Habichtswald im Nordwesten und Westen, Schauenburg im Südwesten und Süden und Baunatal im Südosten. Im Norden schließt sich das Massiv des Dörnbergs, im Nordwesten jenes des Großen Bärenbergs und im Südwesten des Langenbergs an. Der höchste Berg des Habichtswalds ist das Hohe Gras (614,7 m. ü. NN.).

Beschreibung


Der Habichtswald ist fast vollständig bewaldet. Es gibt aber auch einige Wiesenflächen, sogar in den Höhenlagen. Nur wenige Straßen durchschneiden das Waldgebiet. Es gibt einige kleinere Seen, die nicht nur auf den Basaltabbau zurückzuführen sind (z.B. Erlenloch, Silbersee, Blauer See), sondern auch auf künstliche Erschaffung im Rahmen von Parkanlagen (z.B. Lac, Asch).

Habichtswald erlenloch v o.jpg

Berge


Die drei höchsten Berge (jeweils stark bewaldet) des Habichtswalds sind das Hohe Gras, eine Kuppe mit Aussichtsturm, der Große Steinhaufen, eine Kuppe nördlich der Ehlener Straße, und der Essigberg, eine Kuppe mit Fernsehturm. Diese und weitere Berge sind:

  • Hohes Gras (614,70 m ü. NN) - mit Aussichtsturm von 1890
  • Großer Steinhaufen (597 m) - stark bewaldet
  • Essigberg (595 m) - mit Fernsehturm
  • Ahrensberg (ca. 570 m) - am Südhang befindet sich die Baunaquelle
  • Bachberg (ca. 565 m) - stark bewaldet
  • Ziegenkopf (564,70 m) - bis 1980 Standort einer Holz-Skischanze
  • Wuhlhagen (562 m) - stark bewaldet
  • Hüttenberg (555 m) - Standort der Reste des Kleinen Herkules (= Alter Winterkasten)
  • Elfbuchen (535 m) - stark bewaldet; mit von Bäumen überragtem Aussichtsturm (Plattform: 551,30 m ü. NN)
  • Habichtspiel (532 m) - stark bewaldet
  • Karlsberg (526,20 m) - Standort des Herkules in 515 m Höhe
  • Kleiner Herbsthaus (524,30 m) - unbewaldete, spitz aufragende Kuppe
  • Großer Herbsthaus (509 m) - stark bewaldete, wuchtige Kuppe
  • Hirzstein (502 m) - Berg mit steiler Felswand eines ehemaligen Basaltsteinbruchs
  • Hühnerberg (496 m) - stark bewaldet
  • Wurmberg (ca. 485 m) - stark bewaldet, östlich vom Wurmbergsattel (474 m)
  • Brasselsberg (434,20 m) - mit Aussichtsturm von 1904
  • Firnskuppe (313,90 m) - stark bewaldeter, höchster Berg nördlich von Kassel-Harleshausen

Gewässer


Im Habichtswald entspringen zahlreiche Gewässer, dazu gehören:

Fließgewässer

  • Ahne (?? km), ein Zufluss der Fulda
  • Bauna (?? km), ein Zufluss der Fulda
  • Drusel (?? km), ein Zufluss der Fulda
  • Geile (9 km), ein Zufluss der Ahne

Stillgewässer

  • Asch, im Bergpark Wilhelmshöhe (Habichtswald)
  • Blauer See, im Habichtswald
  • Erlenloch, im Habichtswald
  • Hangarsteinsee, bei Calden-Fürstenwald
  • Fontaine-Teich, im Bergpark Wilhelmshöhe (Habichtswald)
  • Höllchen, im Habichtswald
  • Lac bzw. Schlossteich, im Bergpark Wilhelmshöhe (Habichtswald)
  • Silbersee, im Habichtswald

Bergbau


Seit dem 16. Jahrhundert wurde im Habichtswald Braunkohle untertage abgebaut. Schon im Mittelalter wurde Braunkohle im Tagebau gewonnen, meist zur Versorgung kleiner Glashütten. Geringe Raseneisensteinvorkommen wurden auch verarbeitet. Die letzten Kohlegruben verschwanden in den 1960er Jahren. Heute gibt es nur noch einige Steinbrüche, die vor allem Basalt abbauen. Zum Abtransport der Kohle und des Basalts wurde 1903 die Herkulesbahn eröffnet.

Sehenswürdigkeiten


An der östlichen Flanke des Habichtswaldes, zur Stadt Kassel hin, liegt der große Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Schloss Wilhelmshöhe, der Löwenburg und dem Herkules. Etwas nördlich des Herkules findet man den derzeit gesperrten Aussichtsturm "Elfbuchen" und unterhalb von Elfbuchen liegt der Blaue See mit der Künstler-Nekropole.

Literatur


Deutsches Mittelgebirge | Nordhessen | Geographie (Hessen) | Kassel | Region in Hessen

 

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